Ich will nicht arbeiten

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Buchprofile - Rezension
Von der Teilnahme am Projekt "Traumjob" versprechen sich manche den Hauptgewinn.
Fünf Personen haben sich im "Bundesbüro für Beruf" zu einem Coaching für Arbeitssuchende angemeldet. Begleitet wird das Projekt durch eine Live-Übertragung der Interviews und der Gruppenworkshops. Das Scheitern der Teilnehmer:innen auf dem Arbeitsmarkt hat unterschiedliche Gründe, doch allein Edith spricht es aus: sie will einfach nicht arbeiten. Diese Graphic Novel lässt sich als Persiflage lesen auf die gesellschaftlich erwartete (hohe) Arbeitsmoral, auf die Bürokratisierung und nicht zuletzt auf den Trend zur Selbstdarstellung in den sozialen Medien. Die Geschichte ist stringent durcherzählt und gibt den Einzelbiografien der Teilnehmer:innen Raum. Der Zeichenstil nimmt Anleihe an der ligne claire und färbt die Szenen in weichen Pastelltönen, was der Story etwas den "Biss" nimmt. Den Figuren werden seltsame (Tier-)Formen verabreicht oder sie werden (wie die Hauptfigur Edith) als teigige, fließende Masse gezeigt, was zu ihren Erschöpfungszuständen und depressiven Phasen passt. Sich den "Challenges" der Arbeitssuche und der Berufswelt nicht mehr aussetzen zu wollen, mag für die Gen Z einen Nerv treffen. Dies noch dazu in eine Mediensatire zu kleiden, zielt auf eine breitere gesellschaftliche Themen-Palette: Konkurrenzdruck, Burnout, Work-Life-Balance sind hier die Stichpunkte, die in diesem Comic angerissen werden. Über die Arbeitswelt als "Reality-Gameshow" darf aber auch bitter-süß gelacht werden!
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Artikelbeschreibung

Edith ist seit dem Abschluss ihres Studiums auf Jobsuche, doch eigentlich will sie gar nicht arbeiten. In der Hoffnung, trotzdem eine passende Stelle zu finden, nimmt sie am »Projekt Traumjob« teil - einer neuen Fernsehsendung, organisiert vom Bundesbüro für Beruf. Dort bekommt sie die Chance auf den perfekten Job, muss sich allerdings gemeinsam mit ihren Mitbewerber:innen einigen Challenges stellen...Mit hintergründigem Witz und klarer Linienführung entführt uns Nele Jongeling in eine absurde Mediensatire, die den Kapitalismus in ganz eigener Art aufs Korn nimmt. Ihre Protagonist:innen schickt sie in ein turbulentes Abenteuer, das nicht zuletzt eine unterhaltsame Reflexion über den Begriff der Arbeit darstellt.

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Personeninformation

* 1996, hat Visuelle Kommunikation an der Hochschule Düsseldorf und Graphic Storytelling an der LUCA School of Arts Brüssel studiert. Nach ihrer viel beachteten Veröffentlichung EMIL:IA im Jaja Verlag legt sie nun ihren ersten Comic bei Reprodukt vor.

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