Ludolf Silvanus

Sagen aus dem Bayerischen Wald & dem Böhmerwald
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Bayern im Buch-Rezension
Ein Schatz an recht genau lokalisierbaren Volkssagen.
Bei diesem Sammelwerk handelt es sich um die märchenhafte, manchmal fremdartig-wilde Landschaft im Osten der bairischen Heimat: dem Bayerischen, Böhmer- und Oberpfälzer-Wald. Hier legt eine wahre Kennerin der Materie, Tochter des ehemaligen oberpfälzischen Bezirksheimatpflegers Adolf Eichenseer, einen Originalschatz vor; d.h. sie legt die berühmte Sammlung des Ludolf Silvanus (neulateinisch für: „Waldler“) von 1910 wieder auf. Ihr Verdienst besteht in der kritischen Bearbeitung (Quellenforschung), modernen Druckfassung und textlichen Nachbesserung des Originals. Unterstützt wurde sie von Maria Stuiber, einer Ururgroßnichte des ursprünglichen Verfassers. Die Sammlung gliedert sich (ganz natürlich) in die Erzählungen aus den Einzelregionen „des Waldes“: von den Grenzbergen, z.B. dem Arber, vom Lusen und Dreisesselberg, aus dem Bayerischen Wald im engeren Sinne (wozu z.B. auch der Kötztinger Pfingstritt zählt) und dem böhmischen – heute tschechischen Teil des Waldes ganz im Osten. Uralte wie neu gefasste Legenden, Mären und Ortssagen bilden so einen prächtigen Sagenkranz, wie sie auch der Sammler Silvanus aus älteren Quellen geformt und im Volk verbreitet hat – beste, dauerhafte Populärliteratur! Aber auch als geschichtsträchtiges Sprachdokument zu würdigen, wie die „Deutschen Sagen“ der Gebr. Grimm, die „Volksmärchen“ von Musäus oder Bechstein, und (in der Volkspoesie) „Des Knaben Wunderhorn“. Einladend für den Leser: handfester Druck, ein schmucker, robuster Einband, sparsame, aber stimmige s/w-Bebilderung, Landkarte, Quellenverzeichnis und drei Vorworte. Lese- und Erzählstoff für angestammte als auch zugereiste Freunde der Heimat.
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Artikelbeschreibung

In über 100 Sagen nimmt Ludolf Silvanus die Leser mit auf eine geheimnisvolle Reise durch tief-dunkle Wälder, auf sagenumwobene Gipfel und zu geheimnisvollen Schlössern - quer durch den Bayerischen Wald und den Böhmerwald. Die Sagen erzählen von der verschwundenen Burg auf dem Bogenberg, vom versteckten Schatz im Königlichen Wald zwischen Osser und Zwercheck, von der Schlangenkönigin vom Natternberg, vom Feenpalast im Silberberg, von den verbannten Geistern vom Schwarzwihrberg oder vom Gruselschloss auf dem Schwärzenberg. Hinter dem Pseudonym Ludolf Silvanus verbirgt sich Ludolf Stuiber(* 29.3.1861 in Roding, ¿ 19.1.1939), der Anfang des 20. Jahrhunderts Sagen aus dem Bayer- und Böhmerwald zusammentrug. In der Mythologie gilt der Gott Silvanus als Wächter und Beschützer desWaldes.

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