Weka, Witt & Winkelmann - Weiden in der Wirtschaftswunderzeit

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Bayern im Buch-Rezension
Die 1950er Dekade als Weidener Wohlfühljahre.
Zunächst beleuchtet die Autorin die unmittelbare Nachkriegszeit, in der das grenznahe Weiden mit Flüchtlingsströmen zu kämpfen hatte und von 28.000 Einwohnern im Jahr 1939 auf fast 37.000 im Jahr 1946 anwuchs – bei gleichbleibendem Wohnraumangebot. Die Heimatvertriebenen kamen zunächst u.a. in ehemaligen Reichsarbeitsdienst-Baracken unter, doch nach der Währungsreform explodierte die Bautätigkeit und veränderte das Gesicht der Stadt. Unzählige Wohnanlagen entstanden an der Peripherie Weidens, Geschäftsgebäude entstanden, Schulen, Kirchen und auch das Krankenhaus erfuhr eine Erweiterung. Nachdem es den Menschen materiell besser ging, entwickelte sich auch eine neue „Bedarfskultur“. Man leistete sich wieder was. Das Kaufhaus WEKA in der Bahnhofstraße weckte nicht nur Sehnsüchte, es konnte diese auch erfüllen. Bald folgte auch das Kaufhaus Hertie. Mit der Firma von Josef Witt war schon in den 1920er Jahren ein Versandgeschäft für Kurz-, Woll- und Manufakturwaren entstanden. 1955 begann man mit einem Millionenprojekt, dem Erweiterungsbau in der Schillerstraße, wo man mittlerweile auch Bekleidung, Schuhe uvm. bestellen und im Verkauf erstehen konnte. In weiteren Kapiteln beleuchtet Petra Vorsatz die Gastronomie Weidens, u.a. mit dem Schlossbräu Gänlas, dem Prinz Ludwig oder den Max-Reger-Gaststätten. Zur Unterhaltung boten die Bibliothek im Amerikahaus und das Capitolkino Zerstreuung oder auch die zahlreichen Bälle, man tanzte wieder und amüsierte sich, der Fasching genoss einen hohen Stellenwert. Unter „Sonstiges“ berichtet die Autorin von Gesundheitskampagnen, Hochwasserereignissen, Städtepartnerschaften, Kriegsheimkehrern und natürlich der Firma Seltmann. Industrie sowie Straßen- und Anlagenbau veränderten das Stadtbild wie die überaus zahlreichen – auch colorierten – Fotos beweisen. Der ehemaligen Weidener Stadtarchivarin Vorsatz ist ein überaus vielfältiges, buntes Werk gelungen, das bei den Bewohnern der „Wei’n“ Begeisterung auslösen dürfte. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag zur Stadtgeschichte.
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Artikelbeschreibung

Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den Entbehrungen der Nachkriegszeit waren auch in Weiden die 50er Jahre eine Zeit des Aufschwungs - in jeder Beziehung. Man konnte wieder einkaufen, feiern, die Wohnsituation verbesserte sich, die Schulraumnot wurde gelindert, das Gesicht der Stadt veränderte sich. Die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen fanden ihren Platz in der Stadtgesellschaft und trugen maßgeblich zur positiven Entwicklung bei.In vielen Bildern wird in diesem Buch die Entwicklung der Stadt aufgezeigt, deren Gebiet sich durch Wohnraumneubauten merklich vergrößerte. Technische Neuerungen griffen Raum, der Verkehr nahm zu, neue Straßenführungen entstanden, die Freizeitvergnügungen wurden zahlreicher und bunter. Kurz: Es ging aufwärts in "da Wei'n"!

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