Haufenweise Lebensräume

Ein Lob der Unordnung im Garten - Naturschutzprojekte, Artenvielfalt, Gestaltung
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Buchprofile - Rezension
Wie man "Oasen" aus Laubhaufen, Ästen oder einer Trockenmauer schafft, die kleinere und größere Tiere in den Garten einladen und ihnen Heimat und Schutz bieten.
Müssen Garten und Natur ein Widerspruch sein? Ohne die Natur wird ein Garten kaum gedeihen, denn Mikroorganismen, Insekten oder Würmer sorgen erst dafür, dass alles wächst und blüht. - Man kann die Natur in den Garten "einladen" und das ist alles andere als schwer. Schon ein Haufen mit Laub, abgeschnittenen Zweigen, eine Trockenmauer oder der Komposthaufen bieten Organismen, kleinen und größeren Tieren Heimat und Schutz. Auch aufgeschichtetes Holz, das jahrelang trocknet, um dann verheizt zu werden, ist ein prima Unterschlupf. Man braucht für solche "Haufen" weder ein besonders großes Grundstück, noch muss man den Garten verwildern lassen. Bereits ein kleines Areal, das man der Natur überlässt, hilft. Das Buch hilft bei der "Planung" solcher Haufen, die auch gestaltet werden können, z.B. eine attraktiv bepflanzte Trockenmauer und stellt wichtige Nutztiere vor. - Eine ideale Lektüre und Anregung für alle, die mehr als bienenfreundliche Stauden pflanzen möchten und sich über den Besuch vom Igel im Garten freuen. Vor allem für Büchereien auf dem Land und mit Gartenfreund*innen.
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Artikelbeschreibung

Nisthilfen und Futterstellen für unsere heimischen Tierarten zu bauen, kann so einfach sein! Laub, Reisig und Äste bleiben dort, wo sie hingehören: im Garten. In den leer geräumten Kulturlandschaften finden Insekten, Vögel, Igel und Eidechsen immer weniger Unterschlupf und Nahrung. Das grüne Wohnzimmer nicht akkurat aufzuräumen, ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.

Sigrid Tinz hält ein Plädoyer für mehr Unordnung im Garten: Blätter, Zweige und Holzhäcksel können zu bunten Haufen aufgeschichtet werden. Auch Lesesteine aus dem Gemüsebeet und Reste vom Mauerbau sind ideale Materialien, um wilde Ecken im Garten anzulegen und so neue Lebensräume zu schaffen. Sie stellt die besten Bauweisen und die wichtigsten Bewohner der verschiedenen Haufen-Varianten vor und berät bei der Material- und Standortwahl, auch für kleine Gärten. Tierporträts helfen, auf die Lebensweisen und Bedürfnisse der liebenswerten Wildtiere Rücksicht zu nehmen und ungebetene Gäste fernzuhalten.
Die Geoökologin macht fachlich fundiert und unterhaltsam deutlich: Mithilfe des »Gartenabfalls« zieht reichlich neues Leben ein. Weil ohne Ordnungswahn das Ökosystem Garten gut funktioniert, bleibt viel Zeit, die Tier- und Pflanzenwelt zu genießen.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Sigrid Tinz ist freie Journalistin, Autorin und Referentin für Umwelt-, Natur- und Gartenthemen. Die Geoökologin hat vier Kinder und lebt mit Katzendame Miezi und Mischlingshündin Nera im Münsterland und in Hannover.
Ökologische Zusammenhänge zu vermitteln und Lebensräume der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu fördern und zu schützen, liegt ihr am Herzen. Sowohl beruflich als auch privat.

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