Gabriele Tergit. Zur Freundschaft begabt

Biographie
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Buchprofile - Rezension
Biografie der wiederentdeckten großen Autorin der Weimarer Republik.
Die Familie Hirschmann gehörte zum wohlhabenden jüdischen Großbürgertum in Berlin. 1894 wurde die Tochter Elise geboren. Sie änderte ihren Namen, nannte sich Gabriele Tergit, um nicht von vornherein als Jüdin erkennbar zu sein, und verwirklichte ihren Traum, für eine angesehene Zeitung zu arbeiten. Ihre Berichte und v.a. die Gerichtsreportagen im Berliner Tageblatt kamen außerordentlich gut an. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie in nationalistischen Kreisen bald zur persona non grata. Als 1933 Hitler an die Macht kam, entging sie nur mit Glück einem Überfallkommando der SA; sie flüchtete in die Tschechoslowakei und dann nach Palästina. Tergit und ihr Ehemann Heinz Reifenberg lebten in kargen Verhältnissen über Jahre im britischen Mandatsgebiet, erhielten aber irgendwann von den britischen Behörden Pässe und konnten sich so in England auf Dauer niederlassen. Tergit hatte es immer wieder schwer, Verlage zu finden, die ihre Texte druckten. Ihr "Käsebier erobert den Kurfürstendamm" wurde erst sehr viel später geschätzt. Ihr Hauptwerk "Effingers" wurde sehr lange nicht gewürdigt. Und ihr letzter Roman "So war es eben" konnte erst vor einigen Jahren erscheinen. Tergit lebte und arbeitete bis zu ihrem Tod 1982 in London. - Dieses Buch ist eine überaus interessante geschichtliche Aufarbeitung mit vielen Aspekten v.a. der Zeitungswelt in der Weimarer und der Nachkriegszeit in Deutschland. Und es ist v.a. dem Verlag Schöffling & Co. sowie der Verfasserin zu danken, dass auf eine Persönlichkeit wie Tergit jetzt so richtig aufmerksam gemacht wird. Ein Buch, das für Leser/innen, die eine Vorliebe für besondere Werke haben, eine wahre Fundgrube darstellt und somit Freude bereitet.
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Artikelbeschreibung

Die erste umfassende Biographie über die große wiederentdeckte jüdische Schriftstellerin
Wer war Gabriele Tergit, der zu Lebzeiten der literarische Erfolg verwehrt wurde und die heute als große wiederentdeckte jüdische Autorin gefeiert wird? Mit ihren so politisch mutigen wie journalistisch brillanten Gerichtsreportagen erregte sie in der Weimarer Republik Aufsehen. Tergit war nicht nur eine couragierte Journalistin, sondern vor allem eine leidenschaftliche Schriftstellerin, die über ihr Leben und ihre Zeit berichten wollte. Das tat sie in drei großen Romanen, am bekanntesten davon  Effingers . Sie wurde von den Nationalsozialisten gehasst, entging in der Nacht des 4. November 1933 nur knapp einer Verhaftung und musste fliehen. Doch auch im Exil, erst in Palästina, später in London, blieb sie Optimistin und baute sich mit viel Energie ein neues Leben auf.
Die Tergit-Herausgeberin und -Expertin Nicole Henneberg zeichnet auf Grundlage von Hunderten von Briefen der Autorin, die glücklicherweise bis heute erhalten sind, die Biographie dieser beeindruckenden Frau nach.

Produktsicherheit

Hersteller: Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
Anschrift: Kaiserstraße 79
Frankfurt am Mai
DE
Kontakt: info@schoeffling.de

Pressestimmen

»Gabriele Tergit gilt heute als bedeutende und in den Nachkriegsjahren des letzten Jahrhunderts zu Unrecht vergessene Romanautorin.« SWR 2



»Tergit schreibt leicht, musikalisch, mit einem guten Gehor dafür, wie die Leute so reden, und einem feinen, zutiefst humanistischen Witz.« Juliane Liebert / Die Zeit

»Sie schreibt so konkret, nüchtern, am Alltagsleben interessiert, dass man quasi selbst durch das sich zur modernen Großstadt mausernde Berlin spaziert.« Marie Schmidt / Süddeutsche Zeitung

»Beeindruckend umfassend und plastisch darstellt. Eine erhellende Lektüre auch für jene, die bisher noch nicht mit Tergits Werk in Berührung gekommen sind.« Erhard Schütz / Die Welt

»Eine bessere Interpretin von Leben und Werk der vergessenen Autorin kann man sich nicht wünschen. Mit Empathie und beeindruckender Prazision zeichnet sie die Spuren einer Schriftstellerin nach, der langst historische und literarische Gerechtigkeit - wenn es die denn gibt - hatte widerfahren müssen.« Lerke von Saalfeld / FAZ

»Nicole Hennebergs Biografie der Schriftstellerin Gabriele Tergit ist ein Lehrstück darüber, wie fragil Freiheit ist und was Heimatverlust bedeutet.« Claus-Jürgen Göpfert / Frankfurter Rundschau

»Nicole Hennebergs gut lesbares Buch über "Gabriele Tergit" ist eine Zeitreise durch ein anderes Deutschland, durch die Lander des Exils und durch den ganzen literarischen Kosmos der Tergit.« Bernd Noack / Nürnberger Nachrichten

»Wenn Gabriele Tergits Werke heute ihren Platz gefunden haben neben denen eines Hans Fallada oder einer Irmgard Keun, so ist das vor allem Nicole Henneberg zu verdanken.« Dr. Oliver Pfohlmann / Straubinger Tagesblatt

»Dass [Gabriele Tergits] Bücher in Deutschland in den letzten Jahren vor allem eine echte Renaissance erleben verdankt sich der Literaturkritikerin Nicole Henneberg.« Joachim Scholl / Deutschlandfunk Kultur

»Jetzt wird Tergit endlich angemessen gewürdigt.« SRF Kultur

»Ein Buch, das für Leser/innen, die eine Vorliebe für besondere Werke haben, eine wahre Fundgrube darstellt und somit Freude bereitet.« Erwin Wieser / medienprofile

»Nicole Henneberg erzählt erstmals die Lebensgeschichte der von den Nazis vertriebenen Autorin Gabriele Tergit.« Bernadette Conrad / Berliner Zeitung

»Nicole Henneberg ist die beste Biographin, die man sich für die Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Tergit wünschen kann.« Marita Mayer / Literaturkritik.de



»Die Literaturkritikerin Nicole Henneberg [hat] eine aus dem Nachlass und mit den Nachkommen der Familie gut recherchierte und gut geschriebene Biografie vorgelegt.« Evelyn Adunka / Illustrierte Neue Welt

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