Selbstregulierung des Herzens

Roman
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Buchprofile - Rezension
Das Schicksal einer Gruppe von Menschen, die zwischen 1960 und 2023 in der Nähe von Ostberlin leben.
Georg und Roland studieren Wirtschaftswissenschaften in Ostberlin, als die innerdeutsche Grenze 1961 geschlossen wird. Sie glauben an den neuen Staat, an Gerechtigkeit und gleiche Chancen für alle. In einem kleinen Dorf im Umland Berlins trifft sich eine Clique junger Menschen, die gemeinsam diskutieren und feiern. Zu der Gruppe gehören, neben den beiden Freunden, Helga, die mit Georg und Roland studiert, Marlies, die in einem Chemiewerk tätig ist, Mona, eine Künstlerin und Konrad, ein Schriftsetzer. Während Georg, der nach dem Studium als Programmierer arbeitet, sich mit der politischen Lage arrangiert, flieht Roland in den Westen. – Peggy Mädler erzählt in ihrem neuen Roman von Menschen, die zwischen 1960 und 2023 im Osten Deutschlands leben und den Mauerbau, die DDR-Diktatur, die Wende und ihre Folgen erfahren. Sie beleuchtet unterschiedliche Milieus, schildert etwa den Alltag einer Krankenschwester, die Schwierigkeiten, als freischaffender Künstler zu überleben, die Folgen einer Mangelwirtschaft und die Entwicklung des Computerzeitalters. Dabei springt sie von der politischen Theorie in die Praxis, von der Gesellschaft in einzelne Beziehungen und macht das Große im Kleinen deutlich. – Gerne empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Über Liebe und Freundschaft in einer Welt, die Vertrauen nicht kennt

Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen.

»Selbstregulierung des Herzens« entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.

Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.

Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung - über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman Legende vom Glück des Menschen, für Wohin wir gehen (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.

Im Frühjahr 2026 erschien zuletzt bei Galiani ihr Roman Selbstregulierung des Herzens.

Pressestimmen

Ein Roman, der präzise, unsentimental und ohne Anklage veranschaulicht, wie Menschen sich in einem Zwangssystem veränden und wie Illusionen an einer Staatsform zerschellen. Ein Buch, dass die DDR noch einmal mit einem neuen, differenzierten Blick betrachtet. Sandra Kegel SWR 20260417
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