Die Formel des Widerstands

Wie Kernphysiker mithalfen, die Atombombe der Nazis zu verhindern
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Buchprofile - Rezension
Wissenschaftler im besetzten Paris (1940 – 1944) sabotieren die Entwicklung einer deutschen Atombombe.
Die Entdeckung von Kernspaltung und Kettenreaktion am Vorabend des Zweiten Weltkrieges markiert den Beginn des Wettlaufes um die Atombombe. Das Labor des Forscherehepaares Fréderic und Irène Juliot-Curie spielt dabei eine wichtige Rolle, und nach der Besetzung von Paris wollen die Deutschen die beiden Nobelpreisträger für ihre Zwecke einspannen. Deshalb soll ein früherer Mitarbeiter des Ehepaares, der Kernphysiker Wilhelm Gentner, die Kontrolle über das französische Labor übernehmen. Gentner aber ist seinen ehemaligen Chefs in Freundschaft verbunden und konspiriert gemeinsam mit ihnen gegen die Nazis. Dem französischen Nobelpreisträger Juliot-Curie gelingt es, wichtige Dokumente und eine größere Menge schweren Wasser nach England zu schmuggeln. Er arbeitet für die Résistance und hilft geflüchteten jüdischen Wissenschaftlern. Das Buch erzählt eine spannende, weniger bekannte Episode der Wissenschaftsgeschichte, eingebunden in den zeitgeschichtlichen Kontext. Die Leser:innen machen dabei auch Bekanntschaft mit den damaligen Kapazitäten der modernen Physik. – Größeren Beständen gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Paris 1940: Die Wehrmacht besetzt die französische Hauptstadt und der deutsche Physiker Wolfgang Gentner wird ans Collège de France beordert, um den Nazis neue Forschungserkenntnisse und Material für die Kernspaltung zu verschaffen. Doch der Leiter des Labors ist ein langjähriger Freund und der Auftrag der Beginn einer verdeckten Zusammenarbeit.Kurz vor Hitlers Machtergreifung im Jahr 1933 lernen sich der junge Wissenschaftler Wolfgang Gentner und sein französischer Kollege Frédéric Joliot-Curie amInstitut du Radium in Paris kennen. Es ist die Zeit bahnbrechender Erkenntnisse der Physik, von Albert Einstein bis zu Marie Curie. Gentner forscht gemeinsam mit Curies Tochter Irène und ihrem Mann Frédéric zu künstlicher Radioaktivität. Experimente, die den Joliot-Curies den Nobelpreis einbringen werden. 1940 kehrt Gentner im Auftrag des deutschen Uranprojekts nach Paris zurück. Er soll Joliot-Curies Forschung überwachen und den Nazis wichtige Erkenntnisse für den Bau der Atombombe sichern. Doch der französische Kollege beginnt, verdeckt für die Résistance zu arbeiten, sein Labor wird zum Zentrum des Widerstands. Gentner kooperiert scheinbar mit den Nazis, denkt sich immer neue Vorwände aus, um die Deutschen am Zutritt zum Labor zu hindern und die Freilassung französischer Widerständler aus den Fängen der Waffen-SS zu bewirken - ein doppeltes Spiel, bei dem Gentner alles riskiert und das seinen Freunden gleich mehrfach das Leben rettet.

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Pressestimmen

Über weite Strecken liest sich Astrid Vicianos Buch wie ein Kriminal - oder Spionageroman. (...) Es erzählt von mutigen Menschen, die ihre Forschung nicht in den Dienst des Krieges stellen wollten und in ständiger Gefahr lebten. Raphael Zehnder Radio SRF 2 Kultur 20250218
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