Mathias Bichler

Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Neuauflage des bekannten Romans über die entbehrungsreiche Lage des einfachen Volkes zu Beginn des 19. Jh.
Die Dichterin erzählt das schwere, ja trostlose Leben eines Findelkindes aus dem ersten Drittel des 19. Jh. Sie schildert dabei sachkundig und eindrucksvoll die entbehrungsreiche Lage des einfachen Volkes, besonders der Bauern. Da wird nicht nur die harte Arbeit und der aus heutiger Sicht unzumutbare Lebensstandard dieser Zeit beschrieben, sondern auch liebevoll und detailliert auf das damalige Brauchtum eingegangen. Die Dichterin lässt ihren Protagonisten Mathias Bichler sein Leben im Rückblick erzählen von der Kindheit und Jugend als "Kostkind", Hüterbub, Knecht und Handwerksgehilfe bis zur schließlich doch gelungenen Selbstverwirklichung als erfolgreicher Bildschnitzer. Die Liebesgeschichte des Mathias Bichler zu seiner Kathrein zieht sich durch von der Kindheit über Jahre der Trennung und Entfremdung bis zum Tod der Geliebten im hohen Alter. Hilfreich für den Leser ist der angefügte kleine Dialektspiegel, in dem nicht mehr geläufige bayrische Mundartausdrücke erklärt werden. Die Einstellung ist allen Büchereien Altbayerns zu empfehlen, die nicht eine der früheren Ausgaben anbieten können.
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Artikelbeschreibung

In "Mathias Bichler" huldigt Lena Christ ihrem geliebten Großvater bei ihm und seiner Frau verbrachte sie die wohl einzigen glücklichen Jahre ihrer Kindheit. Voller Wärme und Mitgefühl zeichnet sie den elternlosen Mathias, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts im Leitzachtal durchs Leben schlägt. Er will kein Bauer sein und flieht aus seinem Dorf, um das Glück zu zwingen. Es wird ein bitterer und lebenslanger Kampf um seine große Liebe Kathrein.

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Personeninformation

Lena Christ wurde am 30. Oktober 1881 in Glonn/Obb. geboren und wuchs dort bei ihren Großeltern mütterlicher seits auf. 1888 holte sie die inzwischen verheiratete Mutter nach München. Nach einer unglücklichen Ehe, aus der drei Kinder hervorgegangen waren, stand sie völlig mittellos und gesundheitlich sehr angeschlagen da. Das kostenlose Trockenwohnen eines Neubaus tat ein Übriges. Der Versuch, mit Schreibarbeiten das Nötigste zum Lebensunterhalt zu verdienen, scheiterte, und es schalteten sich die Behörden ein. 1912 heiratete sie den Schriftsteller Peter Benedix, der ihr literarisches Talent erkannte und sie zum Schreiben bewog. Am 30. Juni 1920 beging sie nach einer Betrugsaffäre Selbstmord.
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