Die Prinzessin und ihr 'Kavalier'

Therese von Bayern und Maximilian Freiherr von Speidel auf Brasilien-Expedition im Jahr 1888
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Bayern im Buch-Rezension
Briefe einer reisenden bayerischen Prinzessin an ihren Vater Prinzregent Luitpold.
Von Samstag 2. Juni 1888 bis Mittwoch 14. November1888 reichen die Eintragungen des "dienstthuenden Kavaliers" in das "Tagebuch der Brasilienreise im Jahr 1888", die mit dieser Veröffentlichung aus dem Privatbesitz ein außerordentlich spannendes Mitreisen mit der von wissenschaftlicher Neugier, Abenteuerlust und Liebesschmerz getriebenen Wittelsbacher Prinzessin ermöglichen. Der Reisebegleiter schreibt - "allen administrativen Belastungen, unerwarteten Abenteuern sowie Wetter- und Meeresturbulenzen zum Trotz - ein ausführliches, dreiundneunzig eng beschriebene Seiten umfassendes Reisetagbuch", das die Herausgeberin, Hadumod Bußmann, "ergänzt durch die Briefe der Prinzessin Therese (1850-1925) an ihren Vater Prinzregent Luitpold (1821-1912)". Dieser Teil des bibliophil gestalteten, mit Fotografien und Zeichnungen der Prinzessin belebten Bändchens wirkt mit einer Frische und Unmittelbarkeit auf den Leser, die der Brief- und der Tagebuchform zu eigen ist. Nicht minder frisch, von profunder Kenntnis geleitet ist die Einführung im ersten Teil des Bändchens, die sich, was die Person der Prinzessin betrifft, auf Hadumod Bußmanns ungemein erfolgreiche Biografie "'Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet'. Die ungewöhnliche Geschichte der Therese Prinzessin von Bayern" stützt. Dem Expeditions-Büchlein darf man ebenso viel Erfolg wie der Biografie wünschen und vorhersagen bei allen, die Reisen, Abenteuer, Geschichte und Wissenschaftsgeschichte interessiert.
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Artikelbeschreibung

1888 bricht die Wittelsbacher Prinzessin Therese (1850-1925), Tochter des bayerischen PrinzregentenLuitpold, zu einer mehrmonatigen Reise in diebrasilianischen Tropen auf. An der Seite der leidenschaftlichen Naturforscherin: der nüchterne Reisemarschall Maximilian Freiherr von Speidel (18561943), den der unerschrocken zielstrebige Unternehmungsgeist Thereses ein ums andere Mal überfordert. Das hier erstmals veröffentlichte Tagebuch Speidels und die zeitgleichen Briefe der Prinzessin nach München an ihren Vater vermittelnein eindringliches Bild dieser außergewöhnlichen Reise und zeigen Therese von Bayern, eine der bemerkenswertesten Frauen der Moderne, aus bislang unbekanntem Blickwinkel.

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