Bären füttern verboten

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Buchprofile - Rezension
Die Rückkehr an den Ort eines Kindheitserlebnisses wird zum Auslöser für neue Komplikationen.
Fast 40 Jahre, nachdem ihre Mutter in St. Yves ums Leben kam, besucht Sydney Smith zum ersten Mal wieder das beschauliche Küstenstädtchen in Cornwall. Die Bilderbuchkünstlerin hat ein außergewöhnliches Hobby: Sie ist Freerunnerin, rennt also steile Flächen hoch, springt über Mauern und sogar von Dach zu Dach. Im Inneren weiß sie, dass dieser Extremsport auch der Verdrängung ihres traumatischen Kindheitserlebnisses dient, dem sie sich endlich stellen will. Unter Alkoholeinfluss stürzt sie schwer und überlebt nur, weil Zahntechnikerin Maria sie auf ihrem abendlichen Hundespaziergang entdeckt. Maria, die in einer unglücklichen Ehe festsitzt, kümmert sich rührend um Sydneys besorgt angereiste Angehörige. Die Leser/-innen wissen, dass die Schicksalswege der beiden Familien sich schon zuvor gekreuzt haben, denn die englische Autorin erzählt ihre Geschichte nicht chronologisch, sondern mit vielen Rückblicken und aus wechselnden Perspektiven, in denen auch tote Menschen und Hunde zu Wort kommen und Tagebücher dem Verfasser antworten. Obwohl bei sämtlichen Dialogen die Anführungszeichen fehlen und man nie genau weiß, wann wer zu Wort kommt, behält man wunderbarerweise den Überblick, was wiederum ein Beweis für das große Talent der Autorin ist. Die Protagonisten sind sich zwar fremd, wirken aber gegenseitig als Gesprächstherapeuten, denn manchmal ist es leichter, jemandem, den man nicht kennt, seinen Kummer anzuvertrauen. Der Roman lebt von zahlreichen, wohlgewählten Bildern, interessanten Persönlichkeiten, einer Buchhandlung als Ortsmittelpunkt und einer großen Portion Humor. Allen Büchereien sehr empfohlen.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Das südenglische Küstenstädtchen St. Yves ist ein hübscher und beliebter Ferienort. Sidney Smith ist jedoch nicht zur Erholung angereist. Vor mehr als vierzig Jahren kam dort Mutter der Bilderbuchkünstlerin ums Leben. Die Rückkehr an den Ort des Geschehens, ein schwerer Unfall und die Begegnung mit Maria und deren Familie setzen einige entscheidende Heilungsprozesse in Gang. Durch ihr ungewöhnliches Hobby „Freerunning“ ist sie in ganz St. Yves bekannt und ihre waghalsigen Kletterkunststücke erregen viel Aufmerksamkeit gehen mit dem Hashtag catwoman viral. Eines Abends stürzt sie unter Alkoholeinfluss von einem Dach ab und überlebt nur, weil Zahntechnikerin Maria sie auf ihrem abendlichen Hundespaziergang entdeckt. Die Leserinnen und Leser ahnen bereits früh, wann und wo sich die Schicksalswege der beiden Familien schon zuvor gekreuzt haben, denn Rachel Elliott erzählt ihre Geschichte nicht chronologisch und linear, sondern mit vielen Rückblicken und aus wechselnden Perspektiven, in denen auch tote Menschen und Hunde zu Wort kommen und Tagebücher ihrem Verfasser antworten.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Sydney Smith ist Freerunnerin, doch an einen Ort wollen ihre Füße sie einfach nicht mehr tragen: nach St. Ives an der Küste Südenglands. Als sie an ihrem 47. Geburtstag endlich den Aufbruch dorthin wagt, wird sie nicht nur mit dem schmerzhaftesten Moment aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit einer Reihe skurriler Menschen: Zahntechnikerin Maria backt Muffins mit heilenden Kräften, Buchhändler Dexter ist mit der Liebe durch und trägt manchmal gerne Kleider, und Belle wohnt mit Ende zwanzig noch immer bei ihren Eltern, trägt »Ich Otter«-T-Shirts, und führt das Hängebauchschwein der Nachbarn aus. Sie alle eint die Frage, wer eigentlich bestimmt, wann unser Leben einen Sinn hat, und ihre Schicksale verweben sich zu einer tröstlichen Geschichte: über Hilfe, die man nur von anderen bekommt, und darüber, wie man weitermachen kann, wenn die eigene Welt sich nicht mehr dreht.

Produktsicherheit

Hersteller: Mareverlag
Anschrift: Pickhuben 2|20457|Hamburg|DE
Kontakt: mare@mare.de

Personeninformation

Elliott, RachelRachel Elliott, 1972 in Suffolk geboren, ist Schriftstellerin und Psychotherapeutin und war mit ihrem Debütroman »Flüstern mit Megafon« für den Women's Prize for Fiction nominiert. Heute lebt sie in Bath. Feldmann, ClaudiaClaudia Feldmann, geboren 1966, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt aus dem Englischen und Französischen. Unter anderem hat sie Eoin Colfer und Ewan Morrison ins Deutsche übertragen. Für mare übersetzte sie zuletzt »Die Schatten von Race Point« von Patry Francis.
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