Das Geld der Bayern

Münzen, Banknoten, Staatspapiergeld und überregionales Notgeld für Bayern 1800 bis 1925
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Bayern im Buch-Rezension
Bayerns Münzen und Geldscheine von 1800-1925 - ein Kompendium nicht nur für Sammler.
Münzen und Geldscheine sind bis heute "Geschichte zum Anfassen". Sie werden von namhaften Künstlern gestaltet, mit Symbolik aufgeladen und in hohen Auflagen unter die Menschen gebracht. In früheren Zeiten galt das noch einmal mehr. Über Münzen hatten Menschen ihre Herrscher "in der Hand", sei es mit Portrait oder Wappen. Geld war also niemals nur Zahlungsmittel, es war auch ein Mittel, um Staatlichkeit und staatliches Selbstbild zu verbreiten. Auch in Bayern war das so. In den 118 Jahren zwischen 1800 und dem Ende der bayerischen Monarchie prägten die Könige (bis 1805: der Kurfürst) von Bayern in teils hohen Auflagen hunderte verschiedene Münzen, von einfachen Kupfermünzen bis zu den symbolisch hochaufgeladenen Geschichtstalern, die vor allem der Vorstellungswelt und dem Ehrgeiz von König Ludwig I. (reg. 1825-1848) entsprangen. Auf den ersten Blick scheint der von Hans-Ludwig Grabowski zusammengestellte Band vor allem ein Werkzeug für Sammler zu sein. Der opulent ausgestattete, wertig gebundene Band listet in chronologischer Reihenfolge erst die bayerischen Münzprägungen von 1800-1918, danach die überregionalen Gelscheine von 1836-1925 auf. Alle Stücke werden mit Vorder- und Rückseite in annähernder Originalgröße abgebildet, Darstellungen, Inschriften, Auflage und andere Daten werden einheitlich genannt. Tatsächlich ist der Band aber auch für Geschichtsinteressierte allgemein interessant. Auf eine historische Einordnung wird zwar, abgesehen von einem kurzen Text von Richard Loibl, weitgehend verzichtet, aber die Zusammenschau erschließt Heraldik, Ikonographie und (propagandistisch-patriotische) Texte der Münzen und Geldscheine sehr gut und kann als Grundlage für weitere Forschung dienen. Bedauerlich ist das Fehlen der regionalen Prägungen und Geldscheindrucke vor allem der Inflationszeit 1923, aber sie hätten den Umfang sicherlich gesprengt. Größeren Büchereien empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Mit dem Buch "Das Geld der Bayern" werden alle bayerischen Münzausgaben inkl. der berühmten bayerischen Geschichts- und Preistaler sowie Flussgolddukaten ab 1800 und damit vom Kurfürstentum Kurpfalz-Bayern bis zum Ende des Königreichs 1918 sowie alle überregionalen bayerischen Papiergeldausgaben vom Königreich bis hin zum Freistaat zusammengefasst. Dabei konnten zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden, die helfen, den Wissensstand über die moderne bayerische Numismatik zu erweitern. Alle Münzen und Geldscheine werden farbig abgebildet, umfangreich beschrieben und bewertet. Damit liegt erstmals ein Standard- und Zitierwerk der modernen bayerischen Numismatik und Notaphilie von 1800 bis zum Ende der seit der Reichseinigung 1871 nur noch bedingt eigenständigen bayerischen Geldgeschichte vor. Mit einer Einleitung von Dr. Richard Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte.

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