Ein Mann namens Loprete

Roman
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Buchprofile - Rezension
Blutiger Rachefeldzug in staubiger Landschaft.
Ein zunächst Unbekannter, Loprete, kommt in ein argentinisches Dorf und fragt nach Pepa. Die Szene endet blutig mit seinem Tod. Die Leiche wird heimlich verscharrt. In Rückblende erzählt die Autorin Mariana Travacio aus der Sicht Manoels, dessen Eltern einst von Lopretes Familie ermordet worden sind. Beide arbeiteten für die Familie Loprete, der Patriarch begehrte die Mutter, es kam zu einer Messerstecherei, bei der Vater und Mutter den Tod fanden. Das Dorf kümmerte sich um Manoel. Nach Lopretes Tod suchen seine Brüder nach ihm, finden ihn nicht und suchen das Dorf erneut heim. Die Bluttat lässt die Dorfbewohner nicht los. Schließlich beginnt ein Rachefeldzug. Eine Gruppe macht sich auf den Weg: Manoel, sein älterer Freund El Tano, der Manoel die Hintergründe seiner Familiengeschichte erzählt, und acht weitere Männer nehmen die staubige, gefährliche Reise auf sich zur Familie Loprete, um sich für erlittenes Unrecht zu rächen und ein für alle Mal alles zu beenden. Die Aktion endet in einem Gemetzel mit vielen Toten. – Mariana Travacio erzählt in kurzer Form, alles Unwichtige auslassend, komprimiert in facettenreichen, abwechslungsreichen Farben von einer Landschaft, Kultur und Gesellschaft auf dem Land in Argentinien. Allen Büchereien sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»Ich suche Pepa.« Mit diesen Worten betritt ein Mann namens Loprete die Bar von El Tano in der staubigen Einöde Argentiniens. Fünf Gläser Gin später liegt der Fremde tot am Boden - erstochen im Eifer des Gefechts. Hastig wird er verscharrt. Der junge Manoel hofft, die Sache sei damit erledigt, doch kurz darauf tauchen Lopretes Brüder auf, die Gewalt eskaliert erneut und einer der Dorfbewohner wird getötet. Als Manoel wenig später von El Tano erfährt, dass es ein Loprete war, der seine Eltern ermordet hat, verfällt auch er der Spirale der Rache. Und so macht sich eine Gruppe von zehn Männern auf, um Vergeltung zu üben. Mariana Travacio erzählt von Rache, Gerechtigkeit und Erlösung und erschafft dabei eine bildgewaltige Fabel voller Symbolik.

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Personeninformation

Mariana Travacio wurde 1976 in Rosario geboren und wuchs in Brasilien auf. Heute lebt sie in Buenos Aires. Sie hat an der Universität von Buenos Aires ihren Abschluss in Psychologie gemacht und lehrte dort Forensische Psychologie. Außerdem machte sie einen Masterabschluss in Kreativem Schreiben an der Nationalen Universität von Tres de Febrero und ist Übersetzerin (Französisch und Portugiesisch). Ihre Werke haben mehrere Preise gewonnen und wurden ins Englische, Schwedische und Italienische übersetzt. Kirsten Brandt, geboren 1963, ist seit 2000 als literarische Übersetzerin tätig. Sie übersetzt Belletristik aus dem Portugiesischen und Spanischen und hat sich später auf katalanische Werke fokussiert. Sie erhielt 2005 den Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft.

Pressestimmen

»Ein Mann names Loprete« ist ein klug durchkomponierter, vielschichtiger Text, der die Imagination seiner Leser als aktive Kraft mit einbezieht. Jochen König
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