Sieben Stunden im April

Meine Geschichten vom Überleben
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Buchprofile - Rezension
Vom mühsamen Überleben nach einem entsetzlichen, traumatischen Ereignis.
Ein Buch als Therapie schreiben - das gibt es öfters. Doch selten wird dies so unverblümt von vornherein zugegeben und dann auch konsequent durchgezogen wie in dieser erschütternden Dokumentation. Die Vergewaltigung der Gefängnispsychologin - der Autorin - ging durch die Medien, und natürlich kommen die Stunden der Todesangst auch vor, gefasst in eine kurz nach der Tat geschriebene "Gedächtnisstütze". Vor allem erzählen kleine, aber wichtige Episoden in eingängiger und präziser Sprache vom Überleben nach dem Martyrium, von der schwierigen Akzeptanz als Opfer, von der Qual, in den normalen Alltag (beispielsweise in einem Supermarkt) zurückzufinden und sich zurechtzufinden in der Partnerschaft und Familie, zurechtzukommen mit den Reaktionen der Umwelt. Es ist wohl kein Zufall, dass die kurzen Geschichten, die immer durch einen roten Faden assoziativ zusammenhängen, immer das Verb "macht/machen" im Titel haben: Das Überleben hängt daran, selbst aktiv zu werden und nichts passiv mit sich machen zu lassen! - Ein sehr authentisches, ergreifendes, aber auch ermutigendes Buch - absolut zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

April 2009: Zehn Tage vor ihrer Hochzeit erlebt Susanne Preusker eine Katastrophe. An ihrem Arbeitsplatz, dem Hochsicherheitsgefängnis in Straubing, wird die Gefängnispsychologin von einem inhaftierten Sexualstraftäter sieben Stunden lang eingesperrt, mit dem Tode bedroht und mehrfach vergewaltigt. Ungeschminkt und mit erzählerischer Präzision schildert Susanne Preusker das Unvorstellbare, die Todesangst, aber auch, wie sie nach dem Trauma überlebt hat. Ein mutiges Buch, das einen schon nach wenigen Seiten in seinen Bann zieht!

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Personeninformation

Susanne Preusker war Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin. Sie leitete eine sozialthetapeutische Abteilung für Sexualstraftäter im Hochsicherheitsgefängnis in Straubing, bis sie Opfer einer siebenstündigen Geiselnahme wurde. Im Patmos Verlag erschien ihr Bestseller »Sieben Stunden im April« (2011) sowie ihre Bücher »Wenn das Glück mit dem Schwanz wedelt« (2012) und »Ich schreib dir einfach weiter« (2017). Susanne Preusker hat sich im Februar 2018 dazu entschieden, aus dem Leben zu scheiden.
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