Liebe,1 Audio-CD, 1 MP3

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Buchprofile - Rezension
Ist man irgendwann zu alt für die Liebe? Kann man sich mit Anfang 60 noch einmal so richtig verlieben?
Mit Anfang sechzig ist die Liebe für Max kein Thema mehr. Zweimal war er jahrelang mit Frauen zusammen, wurde Vater und stand am Ende wieder allein da. Mit seinen Ex-Partnerinnen versteht er sich gut, für seine beiden Kinder möchte er ein guter Vater sein. Er geht in seinem Beruf auf, als Ocularist stellt er Glasaugen her, die echten Augen täuschend ähnlich sehen. Dann begegnet er eines Tages Anna und ist verwirrt von seinen (und ihren!) Gefühlen. So viel scheint die beiden zu verbinden, sie verstehen sich auch ohne große Worte und ein einziger Blick nimmt ihm den Atem. Doch Anna ist verheiratet, lebt in der Ferne und fürchtet die Folgen eines Neuanfangs mit Max. Sollen beide – trotz oder gerade wegen ihres Alters – den Sprung ins kalte Wasser wagen? – Thomas Hettche erzählt eher ruhig von einer späten (vielleicht letzten?) Liebe zwischen zwei Menschen, die füreinander geschaffen zu sein scheinen. Ihnen begegnen Ängste, Vorurteile und auch körperlicher Verfall, sie erleben allerdings auch große Anziehung. Matthias Brandt und Martina Gedeck sorgen mit ihrer ungekürzten Lesung für gute drei Stunden Unterhaltung mit Anspruch. Das Buch hat eine große Präsenz in den Medien erhalten.
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Artikelbeschreibung

»Liebe hat keine Zeit.«

Thomas Hettche taucht ein in das größte aller Gefühle. Zärtlich und voller Leidenschaft erzählt er von einer späten und umso unbedingteren Liebe. Sein neuer Roman nähert sich ihrem Wesen, ihrem Wunder und ihrem Abgrund.

Max stellt künstliche Augen her. Er ist Okularist. In seiner Praxis, über der Flamme des Bunsenbrenners, formt er feine Glaskugeln, versieht sie mit farbigen Äderchen, Iris und Pupille. Max weiß von der stillen Sprache der Blicke. An den Blitzschlag der Liebe aber glaubt er mit Anfang sechzig nicht mehr. Bis er eines Sommerabends Anna begegnet und ihn die Gefühle in ungekannter Wucht überwältigen.

Anna geht es genauso, doch sie ist verheiratet, und so bleiben den beiden immer nur Tage, das zu leben, was nicht sein darf. Und immer sind da die Erinnerungen, die Träume, die Schatten. Das stürzt Max in Verzweiflung, denn er weiß, er hat seine große Liebe gefunden. Und er ahnt, dass sie ihn auf eine unheimliche Probe stellen wird.

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Personeninformation

Der Romancier Thomas Hettche gehört seit 1989, seit seinem Debüt Ludwig muß sterben, zu den oft polarisierenden, stets überraschenden literarischen Stimmen dieses Landes. Der Fall Arbogast wurde in 13 Sprachen übersetzt, sein Bestseller Pfaueninsel, der die atmosphärische Geschichte einer Kleinwüchsigen im Preussen des 19. Jahrhunderts erzählt, wurde u.a. mit dem Wilhelm-Raabe-, dem Wolfgang-Koeppen-Preis, dem Solothurner Literaturpreis und dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet.

Matthias Brandt, geboren 1961 in Berlin, ist Theater- und Filmschauspieler, Hörbuchsprecher sowie Autor. Für seine Arbeit ist er vielfach geehrt worden, u.a. mit mehreren Grimme-Preisen, der Carl-Zuckmayer-Medaille und dem Deutschen Sprachpreis (2025).

Martina Gedeck ist Charakterdarstellerin und preisgekrönter internationaler Filmstar. Sie drehte u.a. mit Robert De Niro und Bille August und war in dem oscarprämierten Film Das Leben der Anderen zu sehen. Als Hörbuchsprecherin besticht sie durch Ausdruckstiefe und erzählerisches Feingefühl. 2022 erhielt sie für ihre Lesung von Natascha Wodins Nastjas Tränen den Deutschen Hörbuchpreis.

Pressestimmen

»Matthias Brandt und Martina Gedeck geben dem Text von Thomas Hettche durch ihre Interpretation eine enorme Tiefe, in der alles mitschwingt, was die Liebe ausmachen kann.« Kristina Schmidl Südwest Presse 20260730
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