Klosterland Oberbayern und Schwaben

Landesgeschichtliche Beiträge zu einer katholischen Lebensform
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Bayern im Buch-Rezension
Teils aktualisierte Nachdrucke von 24 bereits früher publizierten Aufsätzen zu Klöstern, Stiften und dem monastischen Leben in Oberschwaben und Altbayern.
Professor Wilhelm Liebhart ist einer der führenden Historiker des klösterlichen Lebens in Schwaben und Bayern, wobei besondere Forschungsschwerpunkte auf dem Augsburger Reichsstift St. Ulrich und Afra und dem Brigittinnenkloster Altomünster (Liebharts Heimatort) liegen. Dieser Band publiziert 24 teilweise aktualisierte Aufsätze Liebharts gemeinsam mit einer Teilpublikationsliste neu. Sie sind ursprünglich zwischen 1981 und 2024 entstanden. Behandelt werden neben Altomünster (drei Beiträge) und Ulrich und Afra (sieben Beiträge) auch zahlreiche weiter Klöster und Stifte, vornehmlich in Bayerisch Schwaben, weniger in Oberbayern. Gerade der Vergleich mit dem Teilpublikationsverzeichnis Liebharts im Band zeigt, dass v.a. allgemeine Einführungen in die Geschichte einzelner Klöster und Stifte Eingang in das Werk gefunden haben, doch finden sich auch einige recht spezielle Forschungsbeiträge sowie als "Ausreißer" ein Beitrag zum Leben der Heiligen Birgitta von Schweden. Dadurch, dass es sich um bereits woanders über Jahrzehnte hinweg veröffentlichte Beiträge handelt, kommt es freilich zu einigen Redundanzen und Wiederholungen, man muss sich auch unwillkürlich fragen, ob Texte, die teils über 40 Jahre alt sind, wirklich dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen. Die Überarbeitungen der einzelnen Beiträge reichen von kompletten Umarbeitungen bis zu wenigen, fast erratischen Einfügungen im Fußnotenbereich. Sehr bedauerlich ist schließlich, dass nur ein Teilpublikationsverzeichnis Liebharts Aufnahme gefunden hat, das alle Publikationen außerhalb des Themenkomplexes ignoriert. Trotzdem ist der Band als Nachschlagewerk und Erstorientierung gut zu gebrauchen.
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Artikelbeschreibung

"Wer die Geschichte Deutschlands schreiben will, der muss die Geschichte seiner Klöster schreiben" (Georg Ludwig Boehmer). Diese Feststellung mag zugespitzt sein, aber für Bayern hat sie ihre Berechtigung: Gerade im südlichen Bayern zwischen Iller, Donau und Inn haben Klöster in herausragender Weise und in bis heute deutlich sichtbarer Form Landschaft, Kunst und Kultur geprägt. Dabei bildeten in Schwaben Benediktinerklöster wie Kempten, Ottobeuren, Irsee, Elchingen und St. Ulrich und Afra in Augsburg oder die Augustinerchorherren- und Prämonstratenser-Stifte wie Wettenhausen, Roggenburg und Ursberg Klosterstaaten aus, während dies den oberbayerischen Klöstern rechts des Lechs wie Altomünster, Beuerberg, Fürstenfeld, Hohenwart, Indersdorf, Kühbach und Thierhaupten verwehrt war, da sie fest in kurbayerischer Hand waren. Über die vielseitige und oft spannende Entwicklung dieser Klosterwelt bis zu ihrer Unterdrückung in der Säkularisation wollen die hier zusammengestellten Darstellungen informieren und in sie hineinführen.

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