Der Weg zur Freiheit

Ökonomie für eine gerechte Gesellschaft
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Buchprofile - Rezension
Plädoyer für eine neue Wirtschaftspolitik.
Der Nobelpreisträger und ehemalige Chefökonom der Weltbank wendet sich gegen den unregulierten, freien Kapitalismus, vertreten von Hayek und Friedman, der die Freiheit der vielen einschränkt, während er die Freiheit der wenigen vergrößert. Er schlüsselt den Begriff der Freiheit auf, der eng mit Gerechtigkeit, Gleichheit und kollektivem Wohlergehen verbunden ist, dem aber die freien, ungezügelten Märkte mit Ungleichheit, Machtmissbrauch und Ausbeutung begegnen. Genauso wenig können externe Effekte wie Klimawandel, Umweltverschmutzung oder Handlungen der Banken dem Markt überlassen werden, sondern erfordern Regelungen oder staatliche Eingriffe wie bei den sozialen Medien und Big-Tech. Aber welche Wirtschaftsordnung schafft mehr Freiheit? Dies ist nicht der neoliberale Kapitalismus, dessen vielfältiges Versagen deutlich aufgezeigt wird, sondern ein progressiver Kapitalismus, in dem eine dezentrale Wirtschaftsstruktur mit vielen ökonomischen Einheiten die Machtverhältnisse neu ausbalanciert. Bei diesen auf amerikanische Verhältnisse zugeschnittenen Szenen für eine gerechtere und freiere Welt, die auch für Deutschland aktuell sind, ist es nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten. Trotzdem lesenswert.
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Artikelbeschreibung

Auf der Shortlist "Das politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung

Unter Donald Trump und Elon Musk greift ein Kult der Freiheit um sich. Doch die Wahl- und Meinungsfreiheit, die J.D. Vance & Co. zu einem Fetisch erhoben haben, geht immer auf Kosten der Freiheit anderer. Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und einer der schärfsten Kritiker Donald Trumps, zeigt, wer die Opfer der neuen Meritokratie sind - und wie der Abbau von Bürokratie sowie unregulierte Märkte Wachstum bremsen und unsere Gesellschaften ärmer machen. Doch Stiglitz bleibt nicht bei der Analyse stehen, sondern weist uns den Weg, wie wir das Konzept der Freiheit zurückerobern können. Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine gleichermaßen gerechtere wie freiere Welt.

»Der Weg zur Freiheit« von Joseph Stiglitz zählt die Jury der Friedrich-Ebert-Stiftung zu den fünf besonders lesenswerten Büchern neben dem Preisbuch im Wettbewerb "Das politische Buch": »Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, langjähriger Chefökonom der Weltbank, legt mit dem Buch eine umfassende und fundierte Kritik des Neoliberalismus vor.«

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Personeninformation

Joseph Stiglitz, geboren 1943, war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 zu einem Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung wurde. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank und wurde 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Heute lehrt Stiglitz an der Columbia University in New York und ist ein weltweit geschätzter Experte zu Fragen von Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Bei Siedler erschienen unter anderem seine Bestseller "Die Schatten der Globalisierung" (2002), "Die Chancen der Globalisierung" (2006), "Im freien Fall" (2010), "Der Preis der Ungleichheit" (2012), "Reich und Arm" (2015) und zuletzt "Der Preis des Profits" (2020). Thorsten Schmidt, geboren 1960 in Saarbrücken, lebt z. Zt. in Regensburg und übersetzt Sachbücher aus dem Englischen und Französischen. Er hat u.a. Werke von E. O. Wilson, Joseph E. Stiglitz, Paul Collier, Daniel Kahnemann und Lewis Dartnell ins Deutsche übertragen.

Pressestimmen

»Stiglitz' Buch [....] arbeitet die längerfristigen Ursachen der aktuellen Misere heraus. [...] In der Summe ein hervorragendes Argumentarium wider die gängigen Behauptungen Wirtschaftsliberaler.« WOZ Die Wochenzeitung
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