Datenschlussverkauf

Solidarität in der digitalen Welt
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Buchprofile - Rezension
Wie digitale Daten fair, sicher und zum Wohle aller eingesetzt werden können.
Die Autorin eröffnet ihr Sachbuch mit der Feststellung, dass Daten heute eine Währung sind, mit der wir indirekt für digitale Dienste bezahlen. Daten sind der Rohstoff, der Technologiekonzerne immer reicher macht, während Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide oft weiter benachteiligt werden. Die digitale Welt wird von wenigen privaten Plattformen und Unternehmen dominiert – eine datenpolitische Neuordnung, in der Daten als zentrale Infrastruktur der Gegenwart verstanden werden, erscheint daher dringend notwendig. Wer Daten bereitstellt, sollte klar wissen, wofür sie verwendet werden, und Einfluss auf deren Nutzung haben. Dazu gehören verständliche Nutzungsbedingungen, die Rückverfolgbarkeit der Datennutzung sowie die Möglichkeit, bestimmte Verwendungen gezielt zu untersagen. Ein zentrales Konzept der Autorin ist die „Solidarität in der digitalen Welt“: Daten sollten nicht als exklusiver Privatbesitz betrachtet werden, sondern als öffentliche oder kollektive Infrastruktur organisiert sein. So könnte eine pluralistische Datenlandschaft entstehen, die im Interesse der Allgemeinheit genutzt wird – etwa für epidemiologische Forschung oder eine bessere Verkehrsplanung – anstatt primär für Werbung und Profilbildung. – Die österreichische Universitätsprofessorin Barbara Prainsack zeigt fundiert und kritisch-analytisch auf, wie der Umgang mit immer größeren und sensibleren Datenmengen unser Leben prägt und wie Daten in der digitalen Wirtschaft gesammelt, verwertet und kontrolliert werden. Zugleich thematisiert sie die Risiken von Big Data für Privatsphäre und Bürgerrechte und plädiert dafür, Daten als gerecht geregelte, öffentliche Ressource in demokratische und gesellschaftliche Rahmen einzubetten. Insgesamt eine lohnende, wenn auch stellenweise anspruchsvolle Lektüre, die gut verständlich ist und einem breiten Publikum empfohlen werden kann.
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Artikelbeschreibung

Daten sind der Stoff, der Technologiekonzerne reicher macht und Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide noch ärmer. Daten sind die Währung, mit der für digitale Dienstleistungen oder Zugang zu Information bezahlt wird.Selbst Personen, die den Großteil ihres Lebens offline verbringen, sind von den Mechanismen und Effekten dieser Ökonomien direkt betroffen. Angesichts von oft unsichtbaren Kontrolleingriffen durch Unternehmen und massiver wirtschaftlicher Unwucht ist es längst nicht mehr ausreichend, Datenschutz als rein individuelles Abwehrrecht zu verstehen. Die Politikwissenschafterin Barbara Prainsack liefert eine Gebrauchsanweisung für eine bessere digitale Welt - und setzt dabei auf ein umfassendes Konzept von Solidarität: Daten müssen endlich gerecht geteilt und vor allem verantwortungsvoll genutzt werden, um gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen und Missbrauch zu verhindern. Es braucht dringend Mechanismen und rechtliche Regulierung, die Transparenz, Teilhabe und Fairness sichern, bevor die Kontrolle über die schöne neue Datenwelt ein für alle Mal entgleitet.

Produktsicherheit

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Anschrift: Emser Str. 40/41
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Kontakt: mail@wagenbach.de

Personeninformation

Barbara Prainsack ist Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien. Davor war sie Professorin am Department of Global Health & Social Medicine des King's College in London. Sie war Fellow des Wissenschaftskolleg zu Berlin und hat mehrere Sachbücher zu Fragen der Bioethik, zum Grundeinkommen sowie zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht.
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