Ida Paulin

Glaskunst made in Augsburg
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Bayern im Buch-Rezension
Opulentes Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Augsburger Schaezlerpalais vom 22.9.2023 bis 31.3.2024.
Die in Augsburg geborene und zu ihrer Zeit sehr erfolgreiche Künstlerin Ida Paulin (1880-1965) ist heute vor allem noch in Sammlerkreisen durch ihre bemalten Gläser bekannt. Deren Dekore und Formen von innovativer Vielfalt wandeln sich vom Jugendstil über das Art Déco und den Bauhaus-Einfluss zum Konstruktivismus, entsprechend auch der Umgebung, in der sie tätig war: etwa in der Münchner Damenakademie oder in der Dachauer Künstlerkolonie, in der sie ihren Mann, den Maler Arn Haag, kennenlernte. Doch entwarf Paulin über die Glaskunst hinaus, die sie seit den 1910er Jahren hauptsächlich beschäftigte, auch Postkarten/Gebrauchsgrafik und Lampen, bemalte Porzellane, Kacheln und Schmuck, schuf Batiken, Stickereien und Hinterglasbilder. Nach etlichen Essays zu diesen Aspekten und zu Paulins Biografie, Inspirationen, Zeit- und Unternehmergeist oder Farbenfreudigkeit, präsentiert der umfangreiche und großzügigst bebilderte Katalogteil eine Vielzahl von Objekten aller Art - ein Augenschmaus von großer Ästhetik. Paulins Werk ist eine Wiederentdeckung, die über Augsburg hinaus von Interesse ist.
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Artikelbeschreibung

Die in Augsburg geborene Glaskünstlerin Ida Paulin (1880-1955) ist vor allem durch ihre farbenfroh dekorierten Gläser bekannt. Sie zählt zu den bedeutenden Vertreterinnen ihres Genres, die sich um gut gestaltetes Gebrauchsglas bemühten und immer wieder zu innovativen und originellen Lösungen kamen. Stilistisch spannt sich der Bogen vom Jugendstil über das Art Déco hin zu Bauhaus und Konstruktivismus. Während des Dritten Reiches pflegte sie einen gegenständlichen Konservatismus, der bis in die Nachkriegszeit fortwirkte. Die heute weitgehend in Vergessenheit geratene Künstlerin studierte zu Beginn des vergangenem Jahrhunderts Malerei an der Münchner Damenakademie bei Adolf Münzer und Angelo Jank, arbeitete aber auch in der Dachauer Künstlerkolonie wo sie ihren Mann, den Maler Arn Haag kennenlernte. 1915 wurde sie als erste Frau in die Künstlervereinigung "Die Ecke" in Augsburg aufgenommen. Ida Paulin entwarf Postkarten, schuf Batiken, arbeitete in Holz, malte in Hinterglastechnik, dekorierte und entwarf Gläser und Lampen, bemalte aber auch Porzellan und Schmuck. Seit den 1910er und 1920er Jahren konzentrierte sie sich vorwiegend auf die Glaskunst. Sie entwarf eigene Formen und erfand zahllose Dekore, die sie immer wieder neu variierte und mit großem Erfolg auf Messen, Ausstellungen und sogar auf Kreuzfahrtschiffen in alle Welt verkaufte.

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