Der Dom zu Passau

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart
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Bayern im Buch-Rezension
Vorzüglich bebilderte Monografie auf dem neuesten Stand der Forschung.
Was auf den ersten Blick dank der brillanten Fotografien von Dionys Asenkerschbaumer und der großzügigen Buchgestaltung noch als beeindruckender Bildband erscheinen mag, entpuppt sich bereits beim Durchblättern als höchst (kunst-)wissenschaftliches Werk, weist es doch im Anhang knapp 400 Anmerkungen und ein ebenso klein gedrucktes zehnseitiges Literaturverzeichnis auf (nur ein [Personen-]Register fehlt überraschenderweise). Obwohl gut lesbar und um ein knappes Glossar ergänzt, ist der Text – gemäß dem hohen Anspruch des Bandes und seines Autors, der unter anderem 1988–1994 als Professor für Kunstgeschichte und Christliche Archäologie an der Universität Passau wirkte – teilweise keine leichte Kost. Das liegt natürlich auch an der Komplexität des Bauwerks und seiner epochalen barocken „Renovatio“. Doch ist der Band nicht nur für diejenigen, die sich darin „durchbeißen“, ein Gewinn.
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Artikelbeschreibung

Mit dem Stephansdom in Passau wird die Bischofs-kirche des flächenmäßig größten Bistums des Heiligen Römischen Reiches vorgestellt, kunsthistorisch ein herausragendes Werk des nordalpinen Barocks mit epochalen Neuerungen. Zum einen bedeutet der Bau dank seiner Architekturplastik und den zahlreichen Stuckfiguren den Höhepunkt des "Stuckbarocks", zum anderen steht er aufgrund seiner großzügigen und neuartigen Gewölbeflächen am Beginn des "Fresko-barocks", in dem die Deckenmalerei zum raumbestimmenden Faktor aufsteigt.Der barocke Dom ist im Kern ein gotischer Bau, der nach dem Stadtbrand von 1662 ein modernes Erscheinungsbild erhielt. Die mittelalterliche Bischofskirche des 14. bis 16. Jahrhunderts wird in dieser Monografie gleichfalls eingehend behandelt, genauso auch die größte Domorgel der Welt und der Hochaltar, ein Hauptwerk der Ars Sacra nach dem Zweiten Weltkrieg.

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