Atlas der Kunstverbrechen

Diebstahl, Vandalismus, Fälschung - 75 Coups aus der ganzen Welt in spannenden Texten und faszinierenden Bildern
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Buchprofile - Rezension
Ein gut lesbarer Ritt durch rund 200 Jahre Kunstverbrechen, nicht immer mit Happy End.
Laura Evans behandelt in kurzen Beiträgen Kunstverbrechen. Kunstwerke wurden und werden nicht nur legal gehandelt, oft genug werden sie gestohlen, dazu kommen Vandalismus und hier und da auch Fälschungen. Den Schwerpunkt legt die Autorin dabei auf Diebstähle, die vor allem im 20. Jh. stattgefunden haben. Jeder Fall wird (reich bebildert) sehr kurz, meist nur auf zwei Seiten abgehandelt. Allgemein ist der Titel "Atlas" etwas übertrieben, denn die Autorin beschreibt zwar anschaulich Kunstdiebstähle sowie (in deutlich geringerem Maße) Kunstvandalismus und Kunstfälschungen, aber insgesamt beschränkt sie sich dabei mit wenigen Ausnahmen auf Gemälde in Europa, Nordamerika und Australien mit eindeutigem Schwerpunkt auf dem englischsprachigen Raum. Auch ist ihr Blick auf Kunst ein sehr traditioneller. Wie steht es um antike, orientalische, asiatische, amerikanische, afrikanische Kunst? Andere Kunstformen als Gemälde? Sie finden in diesem Band nicht statt, darüber können auch vereinzelte Einträge etwa zu Verbrechen an chinesischer Kunst nicht hinwegtäuschen. Das ist 2024 enttäuschend. Alles in allem bleibt so ein gut lesbares, letztlich nie in die Tiefe gehendes Prachtwerk zu fast ausschließlich Kunst europäischer Herkunft bzw. den Verbrechen an ihr. Das ist nicht wenig und bei so manchem Kunstwerk, das verschwunden oder beschädigt geblieben ist, möchte man weinen. Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Von berüchtigten Kunstdiebstählen bis hin zu Fälschungen und Vandalismus - dieses einzigartige Werk führt in die Welt der Kunstverbrechen weltweit.

Ob filmreifer Raubüberfall, unverfrorene Fälschung oder sozialkritischer Vandalismus: Kunstverbrechen faszinieren. Dieser geografisch gegliederte Atlas der Kunstverbrechen erzählt die Geschichten von Gier, Rache, Macht und - mitunter sogar - Liebe anhand von 75 großen Coups. Er berichtet von Meisterwerken aus aller Welt, von Kriminellen, die sie schändeten, von Helden, die Werke wiederfanden oder restaurierten.

Neben weltberühmten Verbrechen wie der Diebstahl der Mona Lisa aus dem Louvre im Jahr 1911, der Angriff auf Michelangelos Skulptur im Petersdom im Jahr 1972 sowie ein Porträt des Meisterfälschers Elmyr de Hory, enthält dieses Buch auch weniger bekannte Vorfälle.

Reiches Bildmaterial, darunter oft Schnappschüsse von der Tat selbst, sowie spannende Texte machen den Atlas der Kunstverbrechen zu einem fesselnden Lesevergnügen.

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Personeninformation

Laura Evans ist Professorin und Leiterin des Zertifikats für Kunst- und Museumspädagogik an der University of North Texas, Denton. Sie lehrt über Kunstmuseen, Kunstinterpretation und Kunstkriminalität und hat zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht. Evans hat in Kunstmuseen auf der ganzen Welt gearbeitet, darunter zahlreiche Kooperationen in den Vereinigten Staaten. Sie hält weltweit Vorträge über Kunstkriminalität.
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