Leo - Rotes Kreuz auf weißem Grund

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Buchprofile - Rezension
Um den Wunsch seines schwerkranken Vaters zu erfüllen, begibt sich der 14-jährige Leo auf die Suche nach Henry Dunant.
Nach seiner Verwundung in der Schlacht von Solferino (1859) begegnet Leos Vater Emile Henry Dunant. Er ist stark beeindruckt von dessen Idee, alle Verwundeten, auch die des Gegners, gleichermaßen menschenwürdig zu behandeln. Als er schwer krank seinem vierzehnjährigen Sohn seine Aufzeichnungen gibt, ist auch der von den Ideen Dunants begeistert und macht sich auf Bitten seines Vaters auf die Suche nach dem inzwischen vergessenen Gründer des Roten Kreuzes. Auf dieser Reise begegnet er dem Journalisten Georg Baumberger. Dem gelingt es, Dunant und dessen Gedanken zur Humanität dem Vergessen zu entreißen. Es wird auch an Florence Nightingale erinnert, eine Krankenschwester mit ähnlichen Ideen zur Hilfe für alle Verwundeten. Vor allem möchte die Autorin, ähnlich wie in ihrem Buch über Margarete Steiff, dazu ermutigen, sich nicht von widrigen Umständen von den eigenen Zielen abbringen zu lassen. Dabei bringt sie dem Leser vor allem Menschen nahe, die sich durch Humanität hervortaten, etwas altbacken, trotzdem lesenswert.
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Artikelbeschreibung

Der vierzehnjährige Leo bekommt von seinem sterbenden Vater Emile den Auftrag, Henry Dunant ausfindig zu machen. Henry Dunant hatte im Krieg in Solferino 1859 ein Lazarett gegründet und alle Verletzten versorgt, egal welcher Nationalität sie angehörten, und auch Emile gesundgepflegt. Um dem Vater seinen Wunsch erfüllen zu können, reist Leo zu einem Freund seines Vaters in die Schweiz, der ihm als erfahrener Journalist bei der Suche zur Seite stehen soll. Doch das ist alles nicht ganz so einfach, denn Clarisse, ein Mädchen, das Leo dort kennenlernt, mischt ordentlich mit. Leo ist fasziniert und überfordert zugleich, denn so ein Mädchen hat er bisher noch nie getroffen. Trotzdem werden sie bald ein gutes Team. Auf den Spuren Henry Dunants reisen sie durch Europa und erzählen seine Geschichte, die eng mit der von Leos Vater Emile verbunden ist. Eine Generationengeschichte für junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahren, in der man nicht nur etwas über das inspirierende Lebenswerk von Friedensnobelpreisträger Henry Dunant erfährt, sondern auch über die Kraft der eigenen Träume.Auf den Spuren von Henry Dunant:Henry Dunant (1828-1910) ist der Begründer der Internationalen Rotkreuz- und der Rothalbmond-Bewegung, Mitgründer des CVJM und der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Die Genfer Konvention geht wesentlich auf Dunants Buch "Eine Erinnerung an Solferino" zurück. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung den ersten Friedensnobelpreis.

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Personeninformation

Susanne Roll, geb. 1970, ist Lehrerin, Künstlerin und Autorin. Sie liebt das Schreiben für Kinder und Jugendliche, lebt in der Nähe von Lüneburg und bezeichnet sich selbst schon mal als Kreativflummi.
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