Schauerheim

Eine Kindheit im Franken der Nachkriegszeit
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Bayern im Buch-Rezension
Kindheitserinnerungen eines Heimatvertriebenen aus den 1940er Jahren im dörflichen Mittelfranken - ein interessantes Stück Zeitgeschichte.
Als Heimatvertriebener kommt der siebenjährige Wolfgang Mück 1946 nach langen Irrfahrten vom mährischen Mohelnice (Müglitz) ins fränkische Schauerheim, eine ländlich geprägte, überwiegend protestantische Gemeinde mit damals rund 500 Einwohnern - heute ein Ortsteil von Neustadt an der Aisch. In seinen autobiographischen Erinnerungen schildert er den Verlust der Heimat und des im Krieg verschollenen Vaters, die entbehrungsreiche Zeit, die Ressentiments gegenüber den "Flüchtlingen". Aber es gibt auch viel Unterstützung durch Wohlgesonnene, den Rückhalt der katholischen Flüchtlingsseelsorge, die Geborgenheit in der Familie. Rund vier Jahre umfassen die Erlebnisse des jungen Wolfgang, er berichtet lebendig von den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, seinem Schulalltag und den Gebräuchen im Jahreslauf - als Zeitzeuge einer Welt, die uns vertraut und zugleich weit entfernt erscheint. Wolfgang Mück wird später Historiker, Gymnasiallehrer und von 1990 bis 2002 sogar Erster Bürgermeister von Neustadt an der Aisch. Sein Werk dürfte für die älteren Leserinnen und Leser überregional interessant sein, darin vergleichbar mit Ewald Fries Bestseller "Ein Hof und elf Geschwister" oder Paul Maars "Wie alles kam". Kein Blick zurück im Zorn, sondern in Dankbarkeit, eine neue Heimat gefunden zu haben.
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Pressestimmen

»...ein Buch über Mangel und Enge, ein Buch über Sehnsucht nach Empathie, Zugehörigkeit, nach Bildung und Wohlstand - ein Buch, wie es damals viele hätten schreiben können und es nie taten, ein Buch über große Träume und kleines Glück und ein Buch, das im Titel den Ort trägt, in dem sich das alles abspielte: Schauerheim.« Fränkische Landeszeitung »Eine bewegende literarische Autobiografie, die den Leser ins Franken der Nachkriegszeit eintauchen lässt.« Nürnberg Heute »Wolfgang Mück beschreibt seine Umgebung genau. Stets hat man beim Lesen ein genaues Bild vor Augen, einen Geruch oder ein Geräusch, das er exakt und intensiv nachbildet.« aus »Schönere Heimat«
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