Iran - die Freiheit ist weiblich

Nominiert für den Grimme-Preis
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Buchprofile - Rezension
Ein Buch über Frauen im Iran, die sich der Diktatur des Islamischen Staates und dem traditionellen Rollenbild widersetzten und die dafür einen hohen Preis bezahlt haben und noch heute bezahlen.
Die Journalistin Golineh Atai beschreibt in ihrem Buch das Schicksal von Frauen im Iran, die sich gegen ihre Entrechtung und Verarmung auflehnen. Dabei spannt sie den Bogen von der Revolution im Jahre 1979 bis heute. Im Focus stehen Frauen, die sich gegen die Zwänge innerhalb ihrer Familien zur Wehr setzen oder sich gar an Protesten gegen das Mullahregime beteiligt haben. Da ist etwa Shahnaz Akmali, die ein Netzwerk von Familien aufgebaut hat, deren Kinder eingesperrt oder ermordet wurden. Auch Shahnaz Sohn Mostafa wurde gefoltert und durch einen Kopfschuss hingerichtet. Sogar sein Grab wurde von Sicherheitskräften geschändet. Oder Atena, eine junge Frau, die in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert und gefoltert wurde – und wird -, weil sie gegen die Diktatur aufbegehrt. Golineh Atai, deren Eltern 1979 aus dem Iran geflohen sind, lässt die betroffenen Frauen und ihre Familien zu Wort kommen. Ihre Schilderungen der Verhältnisse gehen unter die Haut, weil sie schonungslos das menschliche Leid offenlegen – und die Menschenverachtung der Täter. Atais Porträts zeigen aber auch einen scheinbar unbezwingbaren Willen, sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen.
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Artikelbeschreibung

Irans Frauen werden seit Jahrzehnten vom Mullah-Regime unterdrückt - Golineh Atai über einen Kampf für die Freiheit, der bis zu den jüngsten Protesten im Iran reicht.Golineh Atai war fünf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern den Iran verließ - aber das Land und seine Entwicklung haben sie immer beschäftigt; der Iran ist ihr Herzensthema. Wie der Gottesstaat der Mullahs seit mehr als vierzig Jahren das Land im Griff hält und jede demokratische Regung erstickt, zeigt sie in ihrem Buch, das den Iran auf ganz besondere Weise porträtiert: aus dem Blickwinkel von neun Frauen. Dabei erzählt Atai, wie aus der Tochter eines Geistlichen, die um ihr Recht auf Schulbildung kämpfen musste, eine international bekannte Aktivistin wurde. Oder wie eine junge, regierungsnahe Angestellte mitten in Teheran ihr Kopftuch auszog - eine revolutionäre Tat, die unzählige Iranerinnen inspirierte, bis zu den jüngsten Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini, die von der Polizei wegen 'unislamischer Kleidung' verhaftet wurde. Andere berichten von Gefängnis und Flucht, vom täglichen Kampf für ein Stück Würde und darum, ihre Stimme öffentlich zu erheben oder auch nur das Haar im Wind wehen zu lassen. Sie empfinden Wut, Trauer, fühlen sich von der Welt verlassen. Sie wissen: Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen.Golineh Atai, vielfach ausgezeichnete Journalistin und Bestsellerautorin, zeichnet ein hochspannendes Bild der iranischen Gesellschaft seit der Islamischen Revolution - mit Erkenntnissen und Einblicken, wie sie kein Außenstehender bieten könnte.

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Pressestimmen

Ein sehr eindringliches Buch ... Gleichsam eine Geschichtsstunde, eine soziologische Untersuchung und ein Porträt mutiger Frauen im Iran. Deutschlandfunk "Andruck" 20211122
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