Lesereise Lissabon

In der Wehmut liegt die Kraft
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Buchprofile - Rezension
Ein Streifzug durch Lissabon.
Martin Zinggl ist unterwegs in Lissabon. Eine Stadtführung an der Seite des Extrembergsteigers Joao vergeht trotz Regens und rücksichtslosen Taxifahrern wie im Flug. Von Dona Cutileira erfährt Zinggl, wie die Puppenärztin die Seelen ihrer Patienten wiederbelebt. Beim "fado" verschmilzt er mit der typisch portugiesischen Melancholie. Besonders auch die Begegnung mit Lara Seixo Rodrigues, die Street-Art Kurse für Senioren gibt und die Kreativität der Graffiti-Omas wieder ankurbelt. - Es sind einzelne Geschichten, Puzzlestücke, die Zinggl zusammenfügt zu dem faszinierenden Bild einer lebendigen, sich verändernden Stadt. Seine Erlebnisse schildert er in schöner, eingängiger Sprache, die Lust zu lesen macht.- Gerne neben klassischen Reiseführern empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Jeder stolpert einmal in oder über Lissabon! So lautet zwar kein Sprichwort, aber es könnte bald eines werden, meint Martin Zinggl und entführt uns über die Kopfsteinpflaster und Treppenstufen in der portugiesischen Hauptstadt. Seit Jahren floriert der Tourismus in Lissabon - von einer Invasion sprechen die einen, von einem Boom die anderen. Aber auch wenn Lissabon wieder zu einer Weltstadt heranwächst, bleibt sie im Kern doch ein zeitloses Dorf, in dem alle die gleichen Sorgen teilen.
Martin Zinggl erzählt von den Licht- und Schattenseiten der Stadt am Tejo und ihren Bewohnern, den 'lisboetas'. Seine Reportagen führen ihn in das älteste Puppenkrankenhaus der Welt und in illegale chinesische Restaurants. Mit den Graffiti-Omas besprüht er Hauswände, er lernt, dass der Slum von Lissabon eine mediale Erfindung ist, und lässt sich von einem Extrembergsteiger durch die Stadt der sieben Hügel führen.

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