Jüdische Erzählungen und Legenden

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Buchprofile - Rezension
Erzählungen von Stefan Zweig, die das Judentum zum Thema haben.
Der deutsch-israelische Archivar und Historiker Stefan Litt hat einen Band mit jüdischen Erzählungen und Legenden Stefan Zweigs herausgegeben. Den Anfang macht die kurze Erzählung „Im Schnee“. Im 14. Jh. flieht eine kleine jüdische Gemeinde im bitterkalten Dezember vor Ausschreitungen. In einer der längeren Geschichten sucht ein christlicher Maler nach einem Model für ein Marienbild. In einer Schenke findet er die Pflegetochter des Wirtes, ein jüdisches Mädchen. Er glaubt, das Kind bekehren zu müssen, und muss erkennen, dass Gott andere Pläne hat. Der längste, über 100 Seiten lange Text, erzählt eine Legende vom Schicksal der Menora, des siebenarmigen Leuchters. - Der Autor Zweig hat sein Judentum nie hervorgehoben. Dennoch handeln etliche seiner Werke von der Wanderschaft des jüdischen Volkes, von Ausgrenzung und Pogromen oder biblischen Themen. Die Geschichten von unterschiedlicher Länge sind aus verschiedenen Schaffensperioden Zweigs ausgewählt und erscheinen zum ersten Mal als thematische Sammlung. In allen Texten ist der verzweifelte Wunsch nach Frieden und Heimat spürbar. Im Nachwort weist der Herausgeber auf die Entstehungsgeschichte der Erzählungen hin. Für Literaturliebhaber/-innen.
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Artikelbeschreibung

Stefan Zweig ist einer der erfolgreichsten Autoren deutscher Sprache. Berühmt wurde er durch seine romanhaften Biografien, aber sein Werk zeichnet sich besonders durch eine Vielzahl an Novellen aus, die bekannteste ist wohl die Schachnovelle, sein letztes Werk, die posthum 1942 in Brasilien erschien.Auch wenn Zweigs jüdische Herkunft in seinen Werken keine prominente Rolle spielt, und er den jüdischen Kontext in seinen Werken nie besonders herausgestellt hat, darf dessen Bedeutung für Zweigs Schaffen nicht unterschätzt werden. In den sechs hier versammelten Novellen und Legenden 'Im Schnee', 'Die Wunder des Lebens', 'Untergang eines Herzens', 'Rahel rechtet mit Gott', 'Buchmendel' und 'Der begrabene Leuchter' gelingt es Zweig, die jüdische Thematik immer wieder subtil aufscheinen zu lassen. Die Texte stammen aus den Jahren 1901 bis 1936 und sind teils als eigenständige Publikationen, teils in Sammelbänden erschienen. In dieser Form werden sie hier erstmals gemeinsam veröffentlicht.

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Pressestimmen

»[Es] lässt sich nachvollziehen, wie aus einem in der Tradition verhafteten Talent ein großer Schriftsteller wurde, der das jüdische Schicksal in all seiner verzweifelten Vergeblichkeit zu fassen vermochte.« Jörg Magenau Deutschlandfunk 20220707
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