
Artikelbeschreibung
Diese Studie verknüpft feministisch-postkoloniale Theorieansätze mit der Methode der grounded theory, um die Begriffe Kompetenz und interkulturelle Kompetenz aus einer für die deutschsprachige Erziehungswissenschaft wenig gewöhnlichen Perspektive empirisch zu untersuchen. Die postkoloniale Kritik an der Addition sozialer Kategorien ernst nehmend, untersucht die Autorin (interkulturelle) Kompetenz hinsichtlich ihrer machtstabilisierenden Funktion. Wie wird Kompetenz über das Zusammenwirken sozialer Kategorien wie Rasse, Klasse, Geschlecht, Alter erzeugt? Welche beruflichen Positionen assoziieren spezifische Kompetenzkonstruktionen? Welche Strategien entwickeln «geanderte» und «weiße deutsche» Arbeitnehmende im Umgang mit solchen Kompetenzzuschreibungen und Positionierungen?
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Pressestimmen
«Die rezensierte empirische Studie stellt einen wichtigen und gewinnbringenden Beitrag zur erziehungswissenschaftlichen Diskussion um Postkolonialität, Migration und Rassismus im Kontext des deutschen Arbeitsmarktes dar. Die Arbeit überzeugt vor allem durch die differenzierte und theoretisch fundierte Begriffsarbeit, die durch eine positionierte Verantwortungsübernahme seitens der Forscherin gekennzeichnet ist. [...] So bleibt es der Arbeit von Frauke Meyer zu wünschen, dass sie die ihr gebührende Resonanz in der erziehungswissenschaftlichen Debatte erfährt.» (Gerd Schmitt, socialnet 04/2013)
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