Das achte Leben (Für Brilka)

Die georgische Jahrhundert-Saga, die zum Weltbestseller wurde.. Ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward; Ehrengast der Frankfurter Buchmesse Georgien 2018
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Buchprofile - Rezension
Ein großartiges Familienepos aus Georgien von 1900 bis heute.
Für ihre zwölfjährige Nichte Brilka schreibt die in Berlin lebende Niza die Chronik ihrer Familie auf, beginnend um das Jahr 1900 bis ins neue Jahrtausend hinein. Ihre Familiengeschichte ist von Tragödien und Triumphen, Liebe, Hass, Anpassung, Verrat und Widerspruchsgeist geprägt und eingebettet in die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts, von der zaristischen Epoche bis ins Berlin nach der Wende, eng mit der Geschichte der Sowjetunion verbunden, besonders mit dem "Generalissimus" und dem "kleinen großen Mann" (Stalin und der Geheimdienstchef Beria werden nie beim Namen genannt). Jedem Familienmitglied ist ein Buch gewidmet, beginnend mit Nizas Urgroßmutter Stasia, deren Schwester Christine, dem Sohn Kostja, dessen Schwester Kitty bis zu seiner Tochter Elena und den Enkeltöchtern Daria und Niza. Das achte Buch, für Brilka, bleibt noch ungeschrieben. Beginnend mit der "Einverleibung" Georgiens durch Russland, während des Ersten und Zweiten Weltkriegs und besonders während der staatlichen Unbarmherzigkeit der Stalinzeit treffen die Familie immer wieder schwere Schicksalsschläge. Nach dem Ende des Kommunismus geht Niza nach Berlin - sie erträgt es nicht, wie ihre Heimat Georgien sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion weiter zerfleischt. Brilka, so hofft sie, wird einmal selbstbestimmter leben können. - Ein großartiger Roman über Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten und über Familienbande, der beim Leser Sogkraft entwickelt und trotz des Umfangs von fast 1300 Seiten nie unübersichtlich wird und auf keiner Seite langweilt. Sehr empfohlen!
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Artikelbeschreibung

»Nino Haratischwili hat die europäische Geschichte als Familiengeschichte neu erzählt.« Volker Weidermann, FAS

Georgien, 1900: Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt dieses berauschende Opus über sechs Generationen. Stasia wächst in der wohlhabenden Oberschicht auf und heiratet jung den Weißgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird, weit weg von seiner Frau. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Kitty und Kostja in Tbilissi Schutz bei ihrer Schwester Christine, die bekannt ist für ihre atemberaubende Schönheit. Doch als der Geheimdienstler Lawrenti Beria auf sie aufmerksam wird, hat das fatale Folgen.

Deutschland, 2006: Nach dem Fall der Mauer und der Auflösung der UdSSR herrscht in Georgien Bürgerkrieg. Niza, Stasias hochintelligente Urenkelin, hat mit ihrer Familie gebrochen und ist nach Berlin ausgewandert. Als ihre zwölfjährige Nichte Brilka nach einer Reise in den Westen nicht mehr nach Tbilissi zurückkehren möchte, spürt Niza sie auf. Ihr wird sie die ganze Geschichte erzählen: von Stasia, die still den Zeiten trotzt, von Christine, die für ihre Schönheit einen hohen Preis zahlt, von Kitty, der alles genommen wird und die doch in London eine Stimme findet, von Kostja, der den Verlockungen der Macht verfällt und die Geschicke seiner Familie lenkt, von Kostjas rebellischer Tochter Elene und deren Töchtern Daria und Niza und von der Heißen Schokolade nach der Geheimrezeptur des Schokoladenfabrikanten, die für sechs Generationen Rettung und Unglück zugleich bereithält.

»Wer unsere internationalen Konflikte, die gerade wieder in Osteuropa ausgetragen werden, besser verstehen will, sollte Nino Haratischwilis Weltbestseller 'Das achte Leben (Für Brilka)' lesen. Oder ihren jüngsten Roman: 'Das mangelnde Licht'. Beide Bücher sind erschreckend aktuell.« Die ZEIT

Produktsicherheit

Hersteller: Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Anschrift: Arndtstraße 11
DE-60325 Frankfurt am Main
Kontakt: literatur@fva.de

Personeninformation

Nino Haratischwili, 1983 in Tiflis geboren, ist eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die vielfach ausgezeichnete Autorin, Theaterregisseurin und Dramatikerin erhielt u.a. den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, den Anna Seghers-Preis und den Bertolt-Brecht-Preis. Ihr internationaler Durchbruch gelang mit dem Epos »Das achte Leben (Für Brilka)«. Zu ihren weiteren bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienenen Werken zählen »Mein Sanfter Zwilling«, »Die Katze und der General« sowie »Das mangelnde Licht« - Romane, die sich durch eine kraftvolle Sprache und intensive Auseinandersetzung mit Geschichte und Identität auszeichnen. Ihr zuletzt erschienenes Werk »Löwenherzen« (FVA 2024) entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Illustratorin Julia B. Nowikowa.

Pressestimmen

»Dieses Buch bereitet schlaflose Nächte, so großartig ist es - und so dick. Wer einmal anfängt, folgt den Frauen der georgischen Familie Jaschi bedingungslos durch das 20. Jahrhundert. Selten ist das europäische Panorama aus Krieg, Verbrechen und politischen Umbrüchen so fantastisch und so schmerzhaft lebendig aus osteuropäischer Sicht erzählt worden. Ja, wer die Länder der ehemaligen Sowjetunion besser verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen, muss es lesen.«
Die ZEIT

»Wie souverän die Autorin mit der ungeheuren Fülle an Geschichten, mit Motiven, Zufällen und Charakteren jongliert! Selten wird in der deutschsprachigen Literatur das Pathos so entschieden eingesetzt wie in diesem geschichtentrunkenen und gefühlsstarken Familienepos.«
Neue Zürcher Zeitung

»Diese vielfach verflochtene Familiengeschichte [ist] beeindruckend komponiert. Die Figuren sind plastisch, die Charaktere lebendig, die Spannung hält bis zur letzten der fast 1300 Seiten.«
Die Literarische Welt

»Wer ist diese Frau, der alles zu gelingen scheint, sogar, wie manche sagen, literarische Wunder? [...] Mit ihrer Familiensaga entzückt Nino Haratischwili nicht nur Kritiker, sondern auch Historiker, weil sie so akribisch recherchiert und so packend erzählt.«
ttt - titel, thesen, tempramente

»Es sieht alles danach aus, als handelte es sich hier um ein Buch, das keine Saisonware bleibt, sondern eines ist, das zum Lieblingsbuch auf viele Jahre werden könnte.«
Kulturspiegel

»Die beiden Weltkriege, die russische Revolution die Stalin-Ära, Glasnost und die Bürgerkriege in Georgien nach dem Verfall der Sowjetunion - all das spiegelt sich in den Geschichten des Romans. Ein überwältigender Roman!«
NDR Fernsehen

»So ein großer Roman, ein ganzes Jahrhundert, sechs Generationen, von Tbilissi über London nach Berlin. Die junge Autorin, in Georgien aufgewachsen, erzählt die Geschichte dieser Familie elegant, ironisch und auch todernst. Sehr spannend, sehr einnehmend.«
Chrismon plus

»Wer verstehen will, wie diktatorische Regime nicht allein repressiv, sondern auch produktiv wirken, wie brutale Macht den politisichen Gegner nicht bloß unterdrücken, sondern nachgerade zurichten kann, wie Angst und Anpassung auch die privaten, intimen Beziehungen aushöhlen können, und wer verstehen will, wie sich trotz allem immer wieder, nicht zuletzt im Erzählen, dem Zugriff der Gewalt widerstehen lässt, der sollte Haratischwili lesen.«

»Nino Haratischwili hat ein großes Buch geschrieben: ein Buch, das ein Jahrhundert und den halben Globus überblickt und in dem doch, wie im Erleben eines kleinen Kindes, alles nur Liebe und Schrecken ist. Es ist ein Wurf, der aus den heutigen Voraussetzungen und Mitteln des Deutschen und der Deutschen allein niemals hätte gelingen können; ein Geschenk an uns aus den Widersprüchen und der Größe des Ostens.«
Süddeutsche Zeitung

»Schonungslos ehrlich, historisch wahrhaftig und gut recherchiert. Nino Haratischwili vermag nicht nur Gefühle und Mentalitäten zu beschreiben, sondern auch geschichtliche Fakten, die in unserer Zeit gerne unter den Teppich gekehrt werden. [...] Ein Schlüsselwerk, das vieles erklärt. Wenn Sie Russland verstehen möchten oder auch nur Ihre Nachbarn, lesen Sie bitte das Buch. Nehmen Sie sich Zeit dafür, sie werden keine einzige Minute bereuen. Versprochen.«
ZEIT Literatur

»Nichts weniger als einen Roman über alles hat Haratischwili geschrieben. [...] Das achte Leben (Für Brilka) ist eine Erzählung über die unabgeschlossenen Gestalten in uns, eine Erzählung gegen das Vergessen. [...] Es ist also kein vorsichtiger, skeptischer Roman. Er ist nicht dem Schweigen verwandt, wie es so häufig gilt für Literatur, die sich mit den Schrecken des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt. [...] Genau das macht ihn bei allen möglichen Einwänden zu einem Solitär in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.«
Deutschlandfunk

»Nino Haratischwili steht für eine andere Dimension der gemeinsamen Geschichte und der gemeinsamen Geschichten unseres Kontinents. Sie hat uns in ihren wunderbaren Büchern gezeigt, wie eng verwoben der Erinnerungsraum ist und wie achtsam wir mit diesen Verbindungslinien umzugehen haben.«

»Nino Haratischwili schreibt irre szenisch, man ist so nah dran an den Figuren. Es gibt Stellen, da habe ich an Dostojewski gedacht! Sensationelles Buch, das einen lange verfolgt und aus aktuellen Anlässen ist es sinnvoll, es nochmal zu lesen.«
SRF Literaturclub
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