Hase und ich

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung | SPIEGEL-Bestseller
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Buchprofile - Rezension
Anrührende Geschichte einer tiefen Verbindung über die Mensch-Tier-Grenze hinweg.
Die Autorin, als Politik-Beraterin im britischen Parlament und international unterwegs, verbringt das erste Corona-Jahr eher unfreiwillig ruhiggestellt in ihrer einsamen, zum Ferienhaus umgebauten Scheune "inmitten von weitem Ackerland". Dort findet sie auf einem ihrer winterlichen Spaziergänge ein winziges Hasenjunges, das sie aufnimmt – und gegen alle Prognosen und eigene Zweifel setzt sie nunmehr alles daran, das nur 100 g leichte, zerbrechliche kleine Wesen aufzuziehen und dann der Wildnis zurückzugeben. Von Anfang an respektiert sie das Häschen als eigenständiges Geschöpf, das sie noch nicht einmal durch einen Namen an sich binden will, lässt ihm völlige Freiheit im und außerhalb von Haus und Grund. Staunend und ehrfürchtig beobachtet und beschreibt sie das Erlebnis, dass ein vom Menschen nie domestiziertes Wildtier sein Leben ihr anvertraut, immer wiederkommt und sogar später seine Jungen bei ihr großzieht. Eigene detaillierte Beschreibungen, wie das Häschen sich entwickelt, wechseln mit Fundstücken aus Sach-, Jagd- und Kochbüchern, Lyrik, Mythen, Kunst und Geschichte. Mit der Sorge um das Überleben dieses und der anderen Wildtiere in einer agrarindustriellen Umwelt werden ihr die Gefahren ganz anders bewusst, so auch die von Mähdreschern zerstückelten (Jung-)Tiere allgegenwärtig. Die Erlebnisse mit Hase beeinflussen und verändern das Leben der Autorin grundlegend. Über zwei Jahre "hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen guten Grund, mich anstatt mit Menschen mit Tieren zu befassen. Und ich erkannte, dass uns nichts genommen wird, wenn wir Raum für sie schaffen. Eine Koexistenz mit ihnen verleiht unserem eigenen Dasein mehr Intensität, vielleicht sogar mehr Größe". Ein wunderbares Buch, nicht nur für Naturliebhaber. Überall einsetzbar, ein immer aktuelle(re)s Thema.
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Artikelbeschreibung

»Diese Begegnung beschert uns jetzt ein Buch, das zum Schönsten gehört, was seit Langem über das Verhältnis von Mensch und Tier geschrieben wurde.« Alexander Cammann, Die ZEIT

100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT
Nominiert für die Longlist »Die schönsten Deutschen Bücher«

Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Hasenbaby halten und mit der Flasche füttern. Es lebte unter Ihrem Dach, räkelte sich nachts auf dem Boden Ihres Schlafzimmers. Nach über zwei Jahren eilt es immer noch vom Feld herbei, wenn Sie es rufen. Genau das ist Chloe Dalton passiert. »Hase und ich« erzählt diese wahre, herzerwärmende Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Frau und einem Feldhasen.

Während des Corona-Lockdowns zieht sich die vielbeschäftigte Chloe aufs Land zurück. In der Nähe ihres Hauses findet sie eines Tages einen verwaisten Junghasen - allein und nicht größer als ihre Handfläche. Sie nimmt ihn zu sich, versorgt ihn und beschließt nach anfänglichem Zögern, den Hasen aufzuziehen und seine Rückkehr in die Wildnis vorzubereiten: Doch »Hase«, wie ihn Chloe nennt, bleibt bei ihr - zu seinen eigenen Bedingungen. Er ist nicht zahm, lässt sich nicht streicheln und liebt seinen Freiraum. Wir werden Zeugen eines unwahrscheinlichen Bandes von Vertrauen, geschildert mit einer einnehmenden Stille, Gefühl und Respekt vor einem wilden Geschöpf der Natur. Mehr als ein Memoir ist diese Geschichte ein lebensphilosophisches Meisterwerk, das über das Miteinander von Mensch und Tier nachdenkt, eingebettet in eine wunderschöne, nahezu poetische Sprache.

»Mit lyrischer Zärtlichkeit geschrieben ... ein wunderschönes Buch.« Angelina Jolie

»Ein umwerfendes Buch. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie wir die natürliche Welt um uns herum so oft ausblenden. Chloe Dalton verbindet ... die Leser mit der Wildnis, die wir Menschen einst so gut kannten.« Matt Haig

»Dies ist eine große und wichtige Geschichte für unsere Zeit.« Michael Morpurgo

»Ein Liebesbrief an die Natur.« The Times

»Daltons klare, umsichtig geschriebene Prosa [sorgt ...] für ein wenig Trost in einer Welt, die sich nun in einem noch hektischeren Zustand befindet.« The New York Times

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Personeninformation

Chloe Dalton ist Autorin, politische Beraterin und Expertin für Außenpolitik. Sie war über ein Jahrzehnt lang im britischen Parlament tätig und hat zahlreiche prominente Persönlichkeiten beraten. Sie lebt abwechselnd in London und auf dem Land.

Claudia Amor, geboren 1978, studierte Translationswissenschaft an der Universität Wien und Literarisches Übersetzen an der LMU München. Nach mehreren Jahren in England und Norditalien lebt sie heute im Raum München und übersetzt Literatur aus dem Englischen und Italienischen. 2021/2022 war sie Gastdozentin für Literarisches Übersetzen an der FAU Erlangen-Nürnberg. 2023 wurde sie mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Diese warmherzige Geschichte ist ein wunderbares Beispiel für gelungenes "Nature Writing". [...] Ein intensives Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit der Natur, in romanhafter Sprache.« Barbara Hoppe-Vennen, Aachener Zeitung, 23. Juni 2025 Barbara Hoppe-Vennen Aachener Zeitung 20250623
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