Über Leben und Tod

In der Gerichtsmedizin
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Buchprofile - Rezension
Kriminalistische Aufklärung durch die Gerichtsmedizin.
Es ist die Geschichte des österreichischen Gerichtsmediziners Christian Reiter und seiner Vorfahren, die Einblick geben in die Abgründe der menschlichen Seele und in die der Gesellschaft, verbunden mit Informationen über die gerichtsmedizinische Geschichte Wiens. Der Autor führt den Leser von dem mit Skelett-Teilen, Haaren, Knochen, Schädeln, Totenmasken und Büchern museumsartig ausgestatteten Studierzimmer und den Seziersälen mit den Präparaten menschlicher Überreste im Institut in der Sensengasse zu den von Reiter dokumentierten Fällen aus Geschichte und Gegenwart. So berichtet er von der Pest in Wien 1887, von der Todesursache des 1999 abgeschobenen Omofuma im Flugzeug, von mangelhafter Leichenschau, von Exhumierungen im Fall Blauensteiner, von Reiters Passion für Fliegen und die damit verbundene Mordklärung, von naturwissenschaftlichen Ursachen von Wundern, von der aufklärenden Arbeit im Fall Mayerling, von Beethovens Haaren und von der Leichenschau beim Absturz der Lauda Air in Thailand. – Leser, die sich für die wissenschaftliche Bearbeitung von Kriminalfällen interessieren, finden hier viel Material, können aber auch z.B. durch die detaillierte Beschreibung vom Aussehen nach dem Tod und der Verwesung abgeschreckt werden.
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Artikelbeschreibung

Bestsellerautor Florian Klenk spricht mit dem Gerichtsmediziner Christian Reiter über Leben und Tod. "Man liest das Buch mit angehaltenem Atem und denkt über Leben und Sterben danach anders." Daniel KehlmannIst der Totenschädel Beethovens tatsächlich der seine? Wie identifiziert man die Toten des Lauda-Air-Absturzes in Thailand? Wie hat die "Schwarze Witwe" Elfriede Blauensteiner ihre Männer ins Jenseits befördert? Und was genau hat es mit den K.-o.-Tropfen auf sich?Der Gerichtsmediziner Christian Reiter kennt die Geheimnisse des Todes. In seinem Studierzimmer sammelt er Schädel, Haare, Larven, Mumien und Totenmasken. Als Falter-Chefredakteur Florian Klenk diese Schätze sieht, entdeckt er die Abgründe des Menschen und die Überzeugungskraft der Wissenschaft.Die abenteuerlichen Fall- und Familiengeschichten des Arztes Reiter verbinden sich zu dem Porträt eines faszinierten Universalgelehrten, der unsere Gesellschaft am Seziertisch erlebt und sie gemeinsam mit Florian Klenk obduziert.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Florian Klenk, geboren 1973, ist Jurist und seit 2012 Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung »Falter«. Mehrmals wurde er als Journalist des Jahres ausgezeichnet. Bei Zsolnay sind zuletzt erschienen »Bauer und Bobo« (2021), »Über Leben und Tod. In der Gerichtsmedizin« (2024) und »Ausreden« (2026).

Pressestimmen

"Melancholie und morbider Charme ... ein unterhaltsames Sachbuch!" Andreas Austilat, Tagesspiegel, 20.11.24 "Eine kundige Monographie, die das häufig hysterisch anmutende Sachbuchgenre 'Rechtsmediziner decken auf' um eine elegante Zugabe bereichert." Kai Spanke, FAZ, 12.10.24 "'Über Leben und Tod' kann man durchaus als kleine Kulturgeschichte von Körper- und Endlichkeit lesen: wissenschaftlich präzise aufgeschrieben, und zugleich in teils heitere Schnurren verpackt." Cathrin Kahlweit, Süddeutsche Zeitung, 16.08.24 "Wir lernen, wie dem Leben durch Klugheit, Wendigkeit und Hartnäckigkeit beizukommen ist." Armin Thurnher, Falter, 17.08.24 "Klenks Buch, eine lehrreiche und schaurig-amüsante Lektüre, punktet nicht zuletzt mit einem gewissen Memento mori-Effekt." Günter Kaindlstorfer, Ö1-Kontext, 23.08.24
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