Herr Werner wird zum Dieb

Eine wahre Geschichte über Mut für Kinder ab 10
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Buchprofile - Rezension
Hausmeister Werner rettet in der Hamburger Kunsthalle sieben Gemälde einer Künstlerin vor dem Zugriff durch die Nazis.
Wilhelm Werner war seit 1918 als Hausmeister in der Hamburger Kunsthalle tätig, wohnte dort mit seiner Familie in einer kleinen Wohnung im Souterrain und freundete sich über die Jahre mit etlichen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern an, die hier vorübergehend die Räume eines Ateliers nutzten oder eine Ausstellung durchführten. Als unter den Nationalsozialisten viele Werke als sogenannte entartete Kunst zunächst aus den Schauräumen entfernt und später sogar konfisziert wurden, ließ er sieben Gemälde der Künstlerin Anita Rée verschwinden und versteckte sie in seiner Wohnung vor dem Zugriff der Nazis. Nach Kriegsende brachte der kunstsinnige Hausmeister diese Bilder wieder an ihren alten Platz in dem nur teilzerstörten Museumsgebäude zurück. – Auf kindgerechte Weise erzählt die Comicautorin in teils großformatigen Bildern und eher knappen Texteinschüben die spannende und zugleich wahre Geschichte dieses mutigen Einzelnen, der von seinem "Kunstraub" niemanden etwas gesagt hat und von seiner Person kein Aufsehen gemacht hat. Dazu bietet sie immer wieder in einfacher Sprache Sachinformationen zum Ort des Geschehens und zum Zeithintergrund an, die interessierten älteren Kindern das mutige und für Werner selbst höchst gefährliche Handeln verständlich machen. Der Anhang ist mit Abbildungen der versteckten Gemälde, einer Kurzbiografie zu Wilhelm Werner, Informationen zu weiteren im Text erwähnten Künstlerinnen und Künstlern und der damaligen Kunstszene, einem Glossar wichtiger Sachbegriffe, Literaturhinweisen und anderem mehr eine Fundgrube für alle Heranwachsenden, die sich durch das Buch für diesen stillen Helden und die damalige Zeit interessieren. – Lohnend für viele Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Wie ein Hausmeister "verbotene Kunst" vor den Nazis retteteWilhelm Wernerarbeitet in der Hamburger Kunsthalle - als Hausmeister kennt er die Künstlerinnen und Künstler, hilft bei Ausstellungen und erlebt das pulsierende Kunstleben hautnah. Doch als die Nationalsozialisten beginnen, sogenannte "entartete Kunst" aus den Museen zu entfernen und zu vernichten, fasst Herr Werner einen mutigen Entschluss: Er stiehlt sieben Gemälde der Malerin Anita Réeaus dem Depot und versteckt sie in seiner Dienstwohnung direkt in der Kunsthalle. Trotz mehrerer Durchsuchungen dort bleiben die Bilder unentdeckt und überstehen so den Krieg.Nach Kriegsendebringt Herr Werner die geretteten Werke zurück ins Museum. Über seine couragierte Tat spricht er nie öffentlich - er bleibt ein stiller Held. Die Autorin Andrea Offermann hat durch Gespräche mit Familienmitgliedern von Wilhelm Werner, Recherchen in Archiven und in der Hamburger Kunsthalle seine Geschichte rekonstruiert und sie in ein wunderbares Kinderbuch umgesetzt. Es erzählt auf zugängliche Weise davon, dass es in dunklen Zeiten mutige Menschen braucht - damals wie heute.¿ Wahre Geschichte eines mutigen Menschen, der sich auf seine Weise den Nazis entgegenstellte¿ Einblick in die dunkle Zeit der NS-Kulturpolitik und die Verfolgung "entarteter Kunst"¿ Geeignet für junge Leser*innen ab 10 Jahren¿ Ergänzt mit einer Erläuterung der historischen HintergründeEine bewegende Geschichte über Mut, Kunst und Zivilcourage

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"[...] ein kluges, aufklärendes Buch" Ultimo 20260929

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