Vaim

Der neue Roman des Literatur-Nobelpreisträgers
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Buchprofile - Rezension
Eine ungewöhnlich selbstbewusste Frau entscheidet über das Schicksal von drei Männern bis zu ihrem Tod – aber nicht mehr darüber hinaus.
Nacheinander wird aus der Sicht von drei norwegischen Männern eine „wundersame“ Geschichte erzählt, welche die drei mit einer ungewöhnlich selbstbewussten Frau erleben. Jatgeir kennt Eline seit seiner Jugend, war in sie verliebt, hat sich aber nie getraut, sie anzusprechen. Und so ging Eline bald weg aus dem kleinen Ort Vaim am Fjord, in die Stadt Bjørgvin, heiratete dann einen Fischer und zog zu ihm auf die Insel Sartor. Jatgeir lebte Jahre lang als Junggeselle mit kaum Kontakten, einzig sein Nachbar Elias ist so etwas wie ein schweigsamer Vertrauter für ihn, doch als er eines Tages wegen eines Einkaufs die Insel Sartor besucht, steht Eline auf einmal vor ihm – und bittet ihn, sie mitzunehmen, sie will ihren Mann Frank verlassen. Gegen alle Vernunft geht Jatgeir spontan auf dieses Ansinnen ein, er nimmt Eline zu sich und sie leben Jahre lang zusammen – zum Missfallen von Elias, der einerseits als religiöser Mensch den Ehebruch missbilligt, v.a. aber darunter leidet, dass Jatgeir für ihn kaum noch Zeit hat. Als Jatgeir eines Tages stirbt, nimmt Eline recht schnell wieder das Heft des Handelns in die Hand – sie fährt zu ihrem Mann Frank und sagt ihm, er solle nun mit ihr nach Vaim in Jatgeirs Haus ziehen. Auch Frank fügt sich und kommt mit ihr nach Vaim, wo sie weitere Jahre zusammenleben, bis Eline irgendwann stirbt. Ihren letzten Wunsch kann Frank allerdings nicht erfüllen, sie neben Jatgeir zu begraben – denn dort liegt inzwischen bereits der ebenfalls verstorbene Elias. – Was macht den Menschen zufriedener, wenn er sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, oder wenn er sich in sein Schicksal fügt? Die Geschichte der drei Männer um Eline lässt keine eindeutige Antwort zu. Sie ist von Jon Fosse in seinem gewohnt lakonischen, aber durchaus unterhaltsamen und manchmal auch sehr lustigen Stil erzählt. Das Buch ist in jedem Fall sehr lesenswert und eignet sich als einzelner kleiner Roman sehr gut auch zum Einstieg in das Werk des Literaturnobelpreisträgers von 2024.
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Artikelbeschreibung

Meisterhaft und mit Sinn für die Absurdität unserer Existenz erzählt Literatur-Nobelpreisträger Jon Fosse von einer Dreiecksbeziehung, von kleinen und großen Booten, von passiven Männern und einer ungewöhnlich entschiedenen Frau, deren Willen man sich besser beugt. Mit der Kleinstadt Vaim an der norwegischen Westküste hat der Nobelpreisträger wieder ein literarisches Universum geschaffen.
Ein Mann steigt in sein Boot, um über den Fjord in die Großstadt zu fahren. In jüngeren Jahren hat Jatgeir häufig Ausflüge nach Bjørgvin gemacht, Bars und Restaurants besucht und von der Begegnung mit einer Frau geträumt, die er lieben könnte. Dieses Mal will er Nadel und Faden kaufen, was sich als schwerer herausstellt als gedacht. Als er von den Kaufleuten betrogen wird, macht er sich angewidert von den Großstädtern auf den Rückweg und entscheidet spontan, auf einer Insel haltzumachen. Dort trifft er Eline wieder, seine Jugendliebe, nach der das Boot benannt ist. Eline hat gerade ihren Mann verlassen ...

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Personeninformation

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Hinrich Schmidt-Henkel, geboren 1959, lebt in Berlin. Er übersetzt u.a. auch Jean Echenoz, Édouard Louis, Jon Fosse, Tomas Espedal und Tarjei Vesaas. Ausgezeichnet wurde er z. B. mit dem Jane Scatcherd-Preis, dem Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds und dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW (zusammen mit Frank Heibert).

Pressestimmen

Der norwegische Schriftsteller Jon Fosse eröffnet mit "Vaim" eine Romantrilogie, deren kreisend-fließende Prosa eine religiöse Erfahrung ermöglicht- ohne Gott zu benennen. Katharina Körting der Freitag 20260122
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