Abschied(e)

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Buchprofile - Rezension
Ein Meisterwerk über die Kraft des Erinnerns, über Verlusterfahrungen und über den Prozess des Abschiednehmens.
Der Autor schreibt im Alter von 78 Jahren sein "definitiv … letztes Buch", seinen offiziellen Abgesang, das letzte Gespräch mit seinen Leser:innen. Er möchte diesen Roman in Ruhe zu Ende schreiben, bevor die Krankheit ihn ausbremst. Mit der Diagnose "Blutkrebs" (in seinem Fall unheilbar, aber beherrschbar) setzt das Nachdenken über die Vergangenheit und über den Prozess des Erinnerns ein. Erinnerung ist Identität und damit unerlässlich für das autobiografische Schreiben. Was die erste Hälfte des Romans betrifft, so ist Barnes voll und ganz auf die Erinnerung angewiesen. Sie führt ihn zurück nach Oxford, in seine Studienzeit und die enge Freundschaft zu Stephen und Jean. Vierzig Jahre lang haben sich die Hauptbeteiligten nicht gesehen, bis sie in einer wahrhaft schicksalhaften Begegnung wieder zusammentreffen. Das Motiv des Abschieds, für Barnes ein Mittelding zwischen Gehen und Bleiben, zieht sich als roter Faden durch den essayistisch angelegten Roman. Es ist das Abschiednehmen von Wegbegleitern, vom Schreiben, von den Leser:innen und letztendlich vom Leben selbst. Das nachdenkliche, melancholische und dennoch humorvolle und mutmachende Buch wird für alle Bestände sehr gern empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte die Kontrolle darüber behalten, wie man auf dieses Leben blicken wird.

Als Julian Barnes erfährt, dass er eine Krankheit hat, die für ihn tödlich sein kann, aber nicht sein muss, heißt das für ihn, die Dinge zu ordnen. Was zählt im Leben, welche Lebensphase war wichtig, oder trügt die Erinnerung? Er nimmt Abschied, indem er den Anfang und das vermeintliche Ende dieses außergewöhnlichen Schriftstellerlebens erzählt - und eine fiktive Geschichte, in der auch ganz viel Julian Barnes steckt.

Eine literarische, ehrliche Bilanz, ein Blick zurück und nach vorn von Julian Barnes, dem großen englischen Romancier, der sich vielleicht mit diesem Buch vom Schreiben verabschiedet. Schließlich weiß man nie, wann genau das eigene Leben endet.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograf, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor, darunter »Flauberts Papagei«, »Eine Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln« und »Lebensstufen«. Für seinen Roman »Vom Ende einer Geschichte« wurde er mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.

Gertraude Krueger, geboren 1949, lebt als freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Valerie Wilson Wesley, Jhumpa Lahiri und E. L. Doctorow.

Pressestimmen

»Hier arbeitet einer für die Ewigkeit, von deren Existenz er nicht überzeugt ist. Ich schon: Sein Werk wird bleiben.« Birgit Fuss Rolling Stone 20260227
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