Weiße Wolken

Roman
23,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Zwei Schwestern mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen werden nach dem Tod des Vaters mit ihrer Familiengeschichte konfrontiert.
Die Schwestern Dieo und Zazie, Töchter einer Deutschen und eines Senegalesen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Dieo sich mit Mann und drei Kindern den Herausforderungen einer Familie stellt, möchte Zazie unabhängig und ungebunden sein. Ihre Schwester und ihr Schwager Simon stehen oft im Zentrum ihrer Kritik, was für Dieo besonders schmerzhaft ist, da ihr neben Familie und Beruf wenig Zeit für ein eigenes Leben bleibt. Als ihr Vater unerwartet stirbt, brechen sie auf zum Familienbegräbnis in den Senegal und lernen eine bislang unbekannte Seite ihrer Identität in der Heimat ihres Vaters kennen. Die Autorin, selbst eine PoC, setzt sich in ihrem Roman mit der Identitätssuche von jungen PoC in der weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander und thematisiert dabei queere feministische Ideen und gendergerechte Sprache. Ein Roman über Heimat, Zugehörigkeit und Fremdheit und die Zumutungen der modernen Gesellschaft. Empfehlenswert.
Weiterlesen
Susanne Steufmehl empfiehlt:

Yandé Seck verpackt das Rassismus-Thema in einen leicht lesbaren, unterhaltsamen und zeitgemäßen Familienroman. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Dieo und Zazie. Töchter einer deutschen Mutter und eines senegalesischen Vaters. Beide Frauen sind hochgebildet, aber während Dieo ein ruhiges „normales“ Familienleben führen möchte und Probleme ausblendet, verzweifelt Zazie an der Allgegenwart von Rassismus und Sexismus. Zum weiteren Personal dieses Buches gehören eine exzentrische Mitter, ein eigensinniger Vater und die erstaunlich liebenswürdigen und positiv dargestellten, weißen Partner der beiden Schwestern. Sehr lesenswert.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Zwei Schwestern: Die eine arbeitet sich an sämtlichem Unrecht unserer Gegenwart ab, die andere am bürgerlichen Familienideal; für die eine ist ihr Schwarzsein eine politische Kategorie, für die andere ihr Muttersein. Klug, erhellend und mit hintergründigem Witz erzählt Yandé Seck in ihrem Debütroman von den Ambivalenzen, die wir im Kleinen wie im Großen aushalten müssen.Dieo lebt mit ihrem Mann Simon und drei Söhnen in einer schönen Altbauwohnung im Frankfurter Nordend. Sie leidet unter den unerfüllbaren Ansprüchen der Gesellschaft an sie als Mutter, vor allem aber ist es die ständige Kritik ihrer jüngeren Schwester Zazie an allem und jedem, die an ihren Nerven zerrt. Auch Simon, ein mittelalter weißer Mann und Angestellter in einem Finanz-Start-up, gerät immer wieder ins Visier seiner Schwägerin, die zunehmend an der rassistischen und sexistischen Gesellschaft verzweifelt.Als der Vater der Schwestern, ein eigensinniger Nietzschefan, der vor mehr als vierzig Jahren aus dem Senegal nach Deutschland kam, unerwartet stirbt, gerät das mühsam kalibrierte Familiengefüge aus dem Gleichgewicht. Für die Beerdigung reisen die Schwestern in das Land ihres Vaters. Der Abschied wird für die beiden zu einem Neuanfang - in vielerlei Hinsicht.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Anschrift: Bahnhofsvorplatz 1
Köln
DE
Kontakt: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

Pressestimmen

»Es treffen alltägliche Erlebnisse, aktuelle Gesellschaftskritik und sehr viel Frankfurt aufeinander, in dem sich einige wiedererkennen werden.« Antonia Troschke hr Fernsehen Hauptsache Kultur 20240523

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.