Wünsche an die Wellen

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Buchprofile - Rezension
Zwei mit einem alleinerziehenden Elternteil lebende Kinder müssen ihre Zweisamkeit aufgeben für ein neues Familienleben.
Zofia trägt den Sturm in sich, was sie laut und schnell zornig macht. Nur das Meer kann sie zähmen, und ihr Vater, mit dem sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter harmonisch lebt. Tom trägt ein schweres Trauma durch seinen gewalttätigen Vater in sich und neigt zu Panikattacken, vor allem in Dunkelheit. Er hat sich in seinem Leben mit seiner Mutter eingerichtet. Das Gefüge gerät durcheinander, als beide Elternteile sich ineinander verlieben, zusammenziehen und ein Kind erwarten. Zofia reagiert mit blankem Hass, Tom mit Rückzug, wird jedoch von Zofias Schulkameraden akzeptiert, was Sofias Hass noch verstärkt. Das Baby ist allerdings schwer krank und kämpft um sein Leben. - Der Leser kann den Gedanken von Zofia und Tom folgen, einfühlsam von der Autorin beschrieben. Als es beiden Kindern gelingt, sich dem anderen zu öffnen, gelingt es ihnen auch, einander zu akzeptieren und für das Leben des Babys auf ihre Weise zu kämpfen. Als Kinderbuch bedingt geeignet, nur für reife und für sensible Gedankengänge offene und ältere Kinder.
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Zofia, in einer Sturmnacht geboren, ist voller Gefühle. Sie tobt, wütet und mag die Natur. Ganz anders ist Tom, der bei seiner Mutter lebt und voller Ängste ist. Er liebt Origami, faltet Kraniche und mag Ruhe. Doch dann verändert sich das Leben der beiden gleichaltrigen Kinder, denn ihre Elternteile verlieben sich ineinander und ziehen zusammen. Dies führt zu Streitigkeiten und neuen Ängsten. Katya Balen erzählt sensibel von komplexen Familienstrukturen, in ihren Sprachbildern bettet sie Naturbeschreibungen ein und verbindet diese mit den Gefühlen der Kinder. Trotz der komplexen Themen überfordert sie die Lesenden nicht, sondern zeigt die Bedeutung von Familie und Freundschaft auf!

Artikelbeschreibung

Katya Balen erzählt von Familie, Zusammenhalt und Neuanfängen - spannend, poetisch und berührendEine herzzerreißend schöne Geschichte über Neuanfänge. Und über die Geschwister, die man nicht gesucht, aber gefunden hat. Tom ist zurückhaltend und vorsichtig. In Zofia tobt ein Sturm, der sie laut und impulsiv macht. Sie kann den Angsthasen Tom nicht leiden. Auch Tom will, dass Zofia aus seinem Leben verschwindet. Aber Zofias Vater und Toms Mutter haben sich ineinander verliebt, und bald schon wohnen sie alle zusammen in einem Häuschen am Meer. Die beiden unfreiwilligen Geschwister geraten ständig aneinander. Doch dann kündigt sich ein Baby an, das krank auf die Welt kommen könnte. Zofia und Tom wünschen sich, dass es ihrer gemeinsamen Schwester gut geht, und müssen zusammenarbeiten: Sie wollen 1.000 Papierkraniche falten - danach, so heißt es, hat man einen Wunsch frei.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Kolbergerstr. 22
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Katya Balen studierte Englisch und ist Mitbegründerin von »Mainspring Arts«, einer gemeinnützigen Organisation, die es neurodiversen Menschen ermöglicht, sich kreativ auszuleben. Wenn sie nicht gerade Bücher schreibt oder Projekte plant, scrollt sie gerne durch Tierschutz-Websites, backt und versucht, all ihre Zimmerpflanzen am Leben zu erhalten. Mit »October, October - Die weite, wilde Welt wartet auf mich« erschien 2023 ihr erstes Kinderbuch bei Hanser. Es wurde mit der Yoto Carnegie Medal ausgezeichnet. 2024 folgte ihr Kinderbuch »Wünsche an die Wellen«. 2025 erschien ihr Kinderroman »Foxlight«. Katya Balen lebt in London, zusammen mit ihrem Partner und zwei Hunden. Birgitt Kollmann studierte Englisch, Spanisch und Schwedisch in Heidelberg. Sie arbeitet als freie Übersetzerin aus dem Englischen und Spanischen und lebt an der Hessischen Bergstraße. Für Hanser hat sie u. a. schon Michael Gerard Bauer, Clay Carmichael, Jenny Han, Alison McGhee, Jacqueline Kelly, Sally Nicholls, Joyce Carol Oates, Juan Villoro, Sarah Weeks, Lauren Wolk und Katya Balen übersetzt. Sie wurde zweifach mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und 2019 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Ein Zeugnis von Katya Balens schriftstellerischem Können. ... Am Ende zeigt der Roman, dass man sich nicht anpassen muss, um akzeptiert zu werden. Tom und Zofia lernen durch den jeweils anderen, sich selbst anzunehmen, und verstehen, dass sie auch als Gegensätze innerhalb einer Familie existieren können.« Lara Marmsoler, Süddeutsche Zeitung, 12.03.2025 "Eine packende Geschichte über Neuanfänge, über neue Geschwister, die man nach und nach akzeptiert, vielleicht irgendwann sogar mag." Nicole Abraham, Dorothee Meyer-Kahrweg, Hr2-Kultur, 04.10.2024 "Ihre Schilderungen der komplizierten Gedankengänge, der vielschichtigen Gefühle der Kinder, dieser tiefen Verunsicherung und natürlich auch vieler kurzer Glücksmomente sind viel zu komplex und zu einfühlsam, um jemals etwas Klischeehaftes aufkommen zu lassen. ... Es gibt wunderbare poetische Naturschilderungen und kreative Sprachbilder in diesem Kinderroman, die alles andere sind als Klischee, also wirklich ein kleines Sprachkunstwerk, natürlich auch getragen von einer wunderbaren Übersetzung. ... Ich habe lange nicht ein so sinnliches, so eindrückliches und wirklich beglückendes Kinderbuch gelesen." Sylvia Schwab, Deutschlandfunk Kultur Buchkritik, 13.09.2024 "Katya Balen erzählt diese Patchworkfamiliengeschichte abwechselnd aus der Perspektive von Zofia und der von Tom, so kommen einem beide nah, und man versteht vor ihnen, dass sie sich bei allen Unterschieden nicht unähnlich sind." Luchs-Jury, Die Zeit, 05.09.2024
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