Zusammensein

Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit - Mit Kapitelzusammenfassungen in Einfacher Sprache
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Buchprofile - Rezension
Engagiertes Plädoyer für ein echtes inklusives Miteinander in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft.
Die Politikwissenschaftlerin ist Mutter eines 2016 geborenen behinderten Kindes. Aus eigener Erfahrung kann sie somit darlegen, dass – auch wenn die unsäglichen und verbrecherischen Maßnahmen der Vergangenheit gegenüber Behinderten inzwischen Geschichte sind – in unserer Gesellschaft der Umgang mit Menschen mit Einschränkungen allen Bemühungen um mehr Inklusion zum Trotz vielfach immer noch viele Defizite aufweist. Anhand eingestreuter konkreter Fallbeispiele werden dabei verschiedene Probleme verdeutlicht. Insgesamt lehnt sie engagiert die Ausgrenzung von Behinderten und die Schaffung oder Aufrechterhaltung paralleler Strukturen für Menschen mit Handicap, wie etwa Förderschulen, ab, plädiert für ein respekt- und verständnisvolles Miteinander aller Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen unserer Gesellschaft und entwickelt eine Vorstellung davon, wie dieses Zusammensein, der Kontakt aller, trotz ihrer jeweiligen Differenz, gelingen könnte. Den umfangreichen Darstellungen ist ein ausführlicher Quellennachweis beigefügt. In vorbildlicher Weise werden außerdem die Inhalte der einzelnen Kapitel in einfacher Sprache zusammengefasst, um möglichst viele Interessierte zu erreichen. – Sicherlich schon für mittelgroße Sachbuchbestände eine lohnende Anschaffung zu einem gesellschaftlichen Thema, das weiterhin unserer Aufmerksamkeit bedarf.
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Artikelbeschreibung

Wie können wir Inklusion endlich umsetzen? Eine so persönliche wie politische Geschichte.

2016 wird Hadija Haruna-Oelker Mutter eines behinderten Kindes. Immer wieder trifft sie auf Barrieren und trennende Systeme, die seit Jahrzehnten bekannt sind: Bürokratie, pseudoinklusive Schulen oder unhinterfragte Diskriminierungen und Abwertungen im Alltag. Warum fehlt es an umfassender Teilhabe und Teilgabe für behinderte Menschen? Und wie treten wir dem Erstarken sozialdarwinistischer Vorstellungen in unserer Gesellschaft entgegen?

Aus einer Schwarzen, intersektionalen Perspektive spürt die Journalistin und Politikwissenschaftlerin nichterzählten Geschichten, verdrängten Verbrechen in der Vergangenheit und starken Stimmen der Gegenwart nach. Auf ihren heranwachsenden Sohn blickt sie in der Überzeugung, dass in Kindheiten die Kraft liegt, Trennungen zu überwinden und Ungesagtes auszusprechen. In ihrer so persönlichen wie politischen Geschichte zeigt sie, wie Inklusion konkret umgesetzt werden kann. Sie plädiert für ein umfassendes gesellschaftspolitisches Nachdenken, einen Perspektivwechsel und ein Verständnis für Menschenrechte. Und nicht zuletzt für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit, in der alle selbstbestimmt leben können.

Mit Kapitelzusammenfassungen in Einfacher Sprache. Übersetzt von Laura Heidrich und Kori Klima.

Produktsicherheit

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Anschrift: Neumarkter Straße 28
DE-81673 München
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Personeninformation

Die Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker lebt und arbeitet als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich ist sie für den Hessischen Rundfunk tätig. Sie moderiert die Römerberggespräche in Frankfurt, das Debattenformat »StreitBar« in der Bildungsstätte Anne Frank und die feministische Presserunde der Heinrich-Böll-Stiftung. In der Frankfurter Rundschau schreibt sie eine monatliche Kolumne. Außerdem ist sie zusammen mit Max Czollek Host des Erinnerungspodcasts »Trauer & Turnschuh«. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Jugend und Soziales, Rassismus- und Diversitätsforschung. Hadija Haruna-Oelker hat gemeinsam mit Kübra Gümüsay und Uda Strätling »The Hill We Climb« von Amanda Gorman übersetzt. Anfang 2022 erschien ihr persönliches Sachbuch »Die Schönheit der Differenz - Miteinander anders denken«, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Sie ist Preisträgerin verschiedener Medienpreise wie dem ARD-Hörfunkpreis Kurt Magnus 2015 oder dem Medienspiegel-Sonderpreis für transparenten Journalismus 2021. Darüber hinaus ist sie Teil des Journalist*innenverbandes Neue Deutsche Medienmacher*innen (NDM) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD).
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