Erde, Luft, Feuer, Wasser

Wie der Klimawandel die geopolitischen Machtverhältnisse neu ordnet
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Buchprofile - Rezension
Auswirkungen der Klimakrise auf die Geopolitik.
Diese Studie versteht sich als Leitfaden für die Zukunft. Sie möchte zeigen, wie die Klimakrise das Konfliktpotenzial befeuert und die weltpolitischen Machtstrukturen verändert. Unter den im Buchtitel genannten vier Leitthemen analysiert der Autor detailliert die Folgen der Erderwärmung für verschiedene Regionen. Da geht es zunächst ("Erde") um die Destabilisierung globaler Versorgungsketten (z.B. Nahrungsmittel, Rohstoffe), dann ("Luft") um durch Extremtemperaturen ausgelöste Migrationswellen. Der Abschnitt über das Feuer beleuchtet Energiefragen im zu Ende gehenden Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Der letzte Teil ("Wasser") untersucht den zunehmenden Trinkwassermangel sowie die Bedeutung abschmelzender Polkappen und sich wandelnder Polarregionen. Bei vielen dieser Entwicklungen wird es unter den Staaten einige Gewinner und zahlreiche Verlierer geben. Als ehemaliger britischer Diplomat kennt der Autor die Probleme vieler Weltgegenden aus eigenem Erleben und kann so die dargestellten Phänomene durch konkrete Beispiele veranschaulichen. – Das anspruchsvolle, aber gut lesbare Sachbuch bietet eine Tour d’Horizon durch Konfliktpotenziale in der Welt unter dem Vorzeichen der Klimakrise. Ab mittleren Beständen gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Die vier Elemente der Macht

Schon heute steht fest, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens verfehlt werden. Jährlich verursachen Hitze, Hunger und Krankheiten etwa 250 000 Todesfälle. Auch dass wir Europäer im Kampf um Rohstoffe gegenüber China, Russland und den USA das Nachsehen haben werden, scheint unabwendbar. So weit, so schlimm. Aber wussten Sie auch, dass Afrika künftig Europa mit Solarenergie versorgen könnte? Dass es in nicht allzu ferner Zukunft keine autokratischen Ölstaaten mehr geben wird und neue Schifffahrtsrouten durch die schwindende Arktis führen könnten, die Asien, Europa und Nordamerika näher zusammenbringen?

Der Geopolitik-Experte Arthur Snell präsentiert seine hoffnungsvolle Vision unserer Welt:
»Dieses Buch will keine Prognosen stellen, sondern ein Leitfaden für die Zukunft sein. Wir sollten akzeptieren, dass die Klimakrise unsere Welt bis zur Unkenntlichkeit verändern wird. Und darauf müssen wir uns jetzt vorbereiten.«

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Personeninformation

Arthur Snell ist ehemaliger Diplomat und Experte im Bereich Geopolitik und Klimawandel, mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in konfliktbeladenen Regionen und fragilen Staaten. Seit Ende der 1990er-Jahre arbeitet er an der Schnittstelle zwischen den Auswirkungen des Klimawandels und geopolitischen Herausforderungen.

2000 wurde Snell in Nigeria Zeuge von gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen nomadischen Viehzüchtern, die durch den Klimawandel vertrieben wurden, und sesshaften Gemeinden. Diese Erfahrungen prägten seine Sicht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen und sozialen Konflikten. Zehn Jahre später war er als leitender Wiederaufbaubeauftragter in Helmand, Afghanistan, tätig, wo Konflikte über Wasserressourcen zu einer gewaltsamen Insurgenz führten, die von außen als religiös motiviert missinterpretiert wurde.

Als Berater unterstützt Snell Regierungen und Unternehmen dabei, intelligente Strukturen zu entwickeln, um die Auswirkungen des Klimawandels zu antizipieren und zu bewältigen. Derzeit ist er der Leiter für Klimawandel und Konflikte im Global Enduring Disorder Project, das in Partnerschaft mit dem NATO Defence College arbeitet.
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