Die Spiele des Jahrhunderts

Olympia 1972, der Terror und das neue Deutschland | "Ein großes, pralles Geschichtsbuch, das den Sport zum Anlass nimmt, um alles andere zu erzählen." Berliner Zeitung
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Bayern im Buch-Rezension
Die Geschichte der Olympischen Spiele in München von der Idee bis zu den sportlichen Ereignissen und der Tragödie des Attentats.
Als Standardwerk zu Olympia 1972 darf dieses von Roman Deininger und Uwe Ritzer verfasste Buch angesehen werden. Die beiden SZ-Autoren beschreiben hier - auf zahlreiche schriftliche und mündliche Quellen gestützt - nicht nur sehr kenntnisreich und journalistisch bestens aufbereitet, die Entwicklung der Idee von Olympischen Spielen in München, als der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel im Dezember 1965 dem IOC die Bewerbung für die XX. Olympiade der Neuzeit in der bayerischen Landeshauptstadt unterbreitete, sondern sie sehen diese Olympischen Spiele zunächst auch als bewusst konzipierten Völker verbindenden Gegenentwurf zu den als Propaganda-Schau der Nazis ausgerichteten Spielen 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen. In den folgenden fünf Kapiteln - eingebettet in die jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre von 1965 bis 1972 in München sowie im übrigen Deutschland und in der Welt - beschreiben sie mit großer Empathie die Faszination der Spiele mit ihren sportlichen Höhepunkten und Sensationen, wie etwa Mark Spitz' Triumph mit sieben Goldmedaillen in den Schwimmwettbewerben oder den Sieg der 16-jährigen Heide Rosendahl beim Weitsprung mit 6,78 Meter (Gold), im Fünfkampf (Silber) und beim Staffellauf 4 mal 100 Meter (Gold). Kritisch gehen die Autoren auf das unzulängliche Sicherheitskonzept des Organisationskomitees und auf das Versagen von Polizei, Behörden und Politiker nach dem Attentat auf die israelitische Mannschaft ebenso ein, wie sie die mangelnde Aufarbeitung dieser schrecklichen Ereignisse massiv kritisieren: "Deutschland" (wollte) "so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen", stellen sie rückblickend fest. - Sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Schillerndes Panorama einer ganzen Epoche, glänzend erzählt

Raus aus den Schatten der NS-Zeit, den Wiederaufbau geschafft - 1972 reißt Deutschland die Fenster auf. Es herrscht Aufbruchsstimmung und die Olympischen Spiele sollen der Welt das neue, lässige Deutschland zeigen. Als ein Fest der Demokratie, als Gegenentwurf zur martialischen Propaganda 1936 in Berlin.

Unter dem verwegenen Zeltdach verkörpern Mark Spitz, die junge Gold-Springerin Ulrike Meyfarth und die Sprinterin Heide Rosendahl mitten im Kalten Krieg den Traum vom friedlichen Miteinander. Doch dann setzt palästinensischer Terror alledem ein grausames Ende.

Die preisgekrönten Journalisten Ritzer und Deininger erzählen eine große Geschichte, die beinahe 100 Jahre umfasst und sich in den beiden Wochen der Olympischen Spiele verdichtet.

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Personeninformation

Dr. Roman Deininger, Jahrgang 1978, ist Chefreporter der 'Süddeutschen Zeitung'. Er hat eine vielbeachtete Geschichte der CSU vorgelegt und zusammen mit Uwe Ritzer eine Biographie Markus Söders.

Uwe Ritzer, Jahrgang 1965, hat sich mit investigativen Recherchen für die 'Süddeutsche Zeitung' einen Namen gemacht. Für seine Arbeit wurde er mit dem Wächterpreis, dem Henri-Nannen-Preis und dem Helmut Schmidt Journalistenpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

Mit einer einzigartig spannenden und bruchlosen Erzählung rufen beide Autoren in dieser Meistererzählung vieles hervor, was kultur-, medien-, politik- und sportgeschichtlich in diesen Jahren und seit 1936 (fokussiert auf den Sport) passierte und sich geändert hat. Heiner Möllers Sehepunkte - Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaft 20220615
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