Atlas der erfundenen Orte

Die größten Irrtümer und Lügen auf Landkarten
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Buchprofile - Rezension
Amüsante Reise durch kartografische Irrtümer.
Fake-News gehören heute zum Alltagsgeschehen und besitzen in der Regel kein allzu langes Leben. Diese kartografischen Fake-News - optisch aufwendig und inhaltlich informativ und unterhaltsam von Edward Brooke-Hitching zusammengestellt und offengelegt - blieben dagegen oft sehr lange fest verankerter Bestandteil von Land- und Seekarten, in Reisebeschreibungen und Expeditionsberichten. Dieser "Atlas der erfundenen Orte" zeigt Länder, Inseln, Städte, Gebirge, Seen und Flüsse, die es nie gegeben hat, die aber über viele Jahre für die Menschheit real existierten. Erst im Zuge moderner Verkehrs- und Ortungsmöglichkeiten sowie exakter Messgeräte wurden immer mehr solcher fiktiven Orte enttarnt. Und deshalb stellt der Autor die nicht unberechtigte Frage, wie viele dieser Phantome sich noch immer auf heute gängigen Karten befinden. Die von ihm vorgestellten Irrtümer, entstanden durch Mythen, Aberglauben, Schreibfehler, bewusste Fehlinformation, Wunschdenken, vereinzelt aber auch durch "ehrlichen Irrtum", führen den Leser u.a. zum australischen Binnenmeer, einem gewaltigen Süßwassersee, dessen Nichtexistenz erst nach mehreren Expeditionen festgestellt wurde, oder nach "El Dorado", gelegen am mythischen Parime-See in Südamerika, nach dem sogar der englische Seefahrer Walter Raleigh mehrmals suchte. - Spannend und fesselnd zu lesen! Für alle Büchereien geeignet!
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Artikelbeschreibung

Zu schön, um wahr zu sein

Kalifornien als Insel, versunkene Königreiche und das irdische Paradies - diese und andere gefühlte Fakten haben Kartografen quer durch die Jahrhunderte fein säuberlich in ihren Atlanten festgehalten. Dabei hatten manche dieser Phantome ein erstaunlich langes Leben. Nach einer im 17. Jahrhundert der Phantasie entsprungenen Insel im Golf von Mexiko etwa hat man bis 2009 gesucht. Dann gab man sich geschlagen. Wo nahm der Irrglaube seinen Anfang? Warum wurden geografische Orte aufgezeichnet, die es gar nicht gab? Und was faszinierte die Menschen an all den bizarren Geschichten und Gestalten?

Die hier vorgestellten historischen Karten präsentieren neben mancher tatsächlichen Entdeckung von Reisenden und Forschern vor allem Erfindungen und Irrtümer. Zusammen mit spannenden Begleittexten ergeben sie ein amüsantes Buch zum Blättern, Staunen und Wundern. Zahlreiche Abbildungen in bunten Farben machen diesen Band zu einem ganz besonderen Lesevergnügen.

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Personeninformation

Edward Brooke-Hitching ist ein preisgekrönter britischer Dokumentarfilmer, der sich vor allem für die exzentrischen Seiten des Lebens interessiert. Der Sohn eines Antiquars arbeitete in einer Eisfabrik, bei mehreren Zeitungen und am Theater, ehe er einen Abschluss in Filmwissenschaft an der University of Exeter machte. Ausgangspunkt für seine Recherche in Sachen geografischer Phantome war eine historische Karte aus dem Fundus der Familie. Er ist ein unverbesserlicher Kartenfreak und lebt in London zwischen staubigen alten Büchern.

Lutz-W. Wolff war lange Zeit als Lektor und Verlagsleiter tätig. Er übersetzte unter anderem Werke von Kurt Vonnegut, F. Scott Fitzgerald und Jack London.

Pressestimmen

Früher konnten die wenigsten Menschen fremde Länder und Kontinente bereisen, umso fantasievoller waren die Kartografen. Ein Blick auf die Erde, wie sie auch sein könnte. Christian Weber Süddeutsche Zeitung, 25. November 2017
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