Kornblumenblau

Der geheimnisvolle Tod meines Großvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte. Eine Spurensuche - Ein SPIEGEL-Buch
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Buchprofile - Rezension
Auf der Suche nach der Geschichte des Großvaters und seinen Verstrickungen ins NS-Regime.
Spiegel-Autorin Susanne Beyer beschäftigt sich in diesem Buch mit der Geschichte ihres Großvaters. Auf der Suche nach der Wahrheit der Familiengeschichte, sofern diese noch zu ermitteln ist, sucht die Autorin nach verwertbaren Quellen sowohl im familiären Bereich als auch in Archiven, Verzeichnissen, bei Zeugen und vor Ort. Ihr Großvater, ein Chemiker, erforschte die Zusammensetzung der Farbe Kornblumenblau, beschäftigt im Reichsamt für Wirtschaftsaufbau, war er vom Kriegseinsatz befreit, da er für die IG Farben tätig war, wie sich herausstellt auch in Auschwitz. Was bedeutet das für die Familie? Mysteriös ebenfalls der Tod des Großvaters kurz vor Kriegsende, über den es verschiedene Varianten gibt. Wie wirken alle Erkenntnisse und auch die Leerstellen auf die Autorin? Reichen die Geschichte des Nationalsozialismus, die Verstrickungen und die Schuld bis in die Gegenwart? Susanne Beyer stellt ein berührendes, interessantes, aufregendes, aufwühlendes Zeugnis ihrer eigenen Familiengeschichte vor. Der Leser lernt viel über Familiengeschichte, Genealogie, Verstrickung usw. Nützlich für jeden erweist sich der Anhang mit Literaturangaben, Hinweisen zur Recherche und weiteren Tipps. So spannend kann Geschichte sein. Allen Büchereien nachdrücklich empfohlen.
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Susanne Beyers Großvater wurde 1945 in den letzten Kriegstagen erschossen. Er war weder Offizier noch einfacher Soldat, sondern ein Chemiker, der sich mit der Erforschung von Blütenfarben, insbesondere mit dem „Kornblumenblau“ beschäftigte. „Wie romantisch“ dachte die kleine Susanne, liebte, ja verehrte den nie gekannten Großvater, über den alle nur gut sprachen. Kein Nazi sei er gewesen, sogar „gegen Hitler“. Eine Legende – von Generation zu Generation weitergetragen. Die große Susanne ist Historikerin, schreibt über Geschichtsklitterung und engagiert sich für das Anhören von Holocaust-Opfern. Doch es dauert lange, ehe sie beginnt, der Familien-Saga zu misstrauen, die wahre Geschichte des Großvaters zu erforschen und den blinden Fleck auszuradieren. Der Großvater war nicht nur ein wichtiger Mitarbeiter des regimetreuen Konzerns IG Farben, sondern auch maßgeblich an der Errichtung eines Konzentrationslagers und der unmenschlichen Ausbeutung von Gefangenen beteiligt. Wer ihn warum ermordet hat, bleibt allerdings ungeklärt. 
Wie geht man mit so einer Wahrheit um, wie lebt man mit dem Wissen, eine Täter-Enkelin zu sein? Susanne Beyer erzählt von ihrer Spurensuche in der Familiengeschichte bewegend und spannend zugleich. Dazu gibt sie hilfreiche Hinweise für alle, die mehr über ihre eigenen Vorfahren und damit über sich selbst herausfinden wollen.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch
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Artikelbeschreibung

Nominiert für den NDR Sachbuchpreis 2025: Eine Kriegsenkelin auf der Spur eines düsteren Familiengeheimnisses

Susanne Beyer hat ihren Großvater nie kennengelernt. Er starb unter mysteriösen Umständen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Wer hat ihn erschossen? Und was war eigentlich seine Aufgabe im NS-Staat?

In fast jeder Familie schlummern Geheimnisse: Haben die Eltern oder Großeltern während der NS-Zeit Schuld auf sich geladen? Was verschweigen die Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Susanne Beyer versucht, 80 Jahre nach dem Tod des Großvaters die Wahrheit herauszufinden. Dabei wird ihr immer klarer, welche Folgen die Vergangenheit für ihr eigenes Leben hat.

Ein bewegendes Buch über eine Spurensuche und die Auswirkungen von Familiengeheimnissen auf die Gegenwart - mit vielen hilfreichen Hinweisen für alle, die mehr über die eigenen Vorfahren und sich selbst herausfinden möchten.

»'Kornblumenblau' ist eine mutige, gut geschriebene Auseinandersetzung mit der eigenen Familie - mitreißend und anregend, nicht zuletzt auch, weil die Autorin ihren Text mit einem Anhang ergänzt, der zu eigenen Recherchen einlädt und diese erleichtert... Beyer zeigt, wie auch das Unausgesprochene uns über Generationen hinweg prägt und dass die vermeintliche Privatgeschichte eben immer auch Zeitgeschichte ist.« (Begründung der Jury zur Nominierung für den NDR Sachbuchpreis 2025)

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Personeninformation

Susanne Beyer, geboren 1969, ist seit 1996 beim SPIEGEL tätig. Sie hat im Kultur- und Wissenschaftsressort sowie im Hauptstadtbüro gearbeitet und war vier Jahre lang stellvertretende Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins. Heute ist sie Autorin der Chefredaktion und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt »'Mich hat Auschwitz nie verlassen': Überlebende des Konzentrationslagers berichten« (mit Martin Doerry, 2015) und »Kornblumenblau: Der geheimnisvolle Tod meines Großvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte. Eine Spurensuche« (2025).

Pressestimmen

»'Kornblumenblau' ist eine mutige, gut geschriebene Auseinandersetzung mit der eigenen Familie - mitreißend und anregend.« Begründung der Jury zur Nominierung für den NDR Sachbuchpreis
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