Die Deutschen und die Revolution

Eine Geschichte von 1848 bis 1989
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Buchprofile - Rezension
Kritische Betrachtung deutscher Revolutionen im 19. und 20. Jh.
Der renommierte Historiker Heinrich August Winkler spannt einen Bogen vom 19. ins 20. Jh. und behandelt deutsche Revolutionen: Deutsche Revolution 1848/49 - 1871 Reichsgründung - Revolution 1918/19 - Nationalsozialistische Revolution 1933 - Friedliche Revolution 1989. In diesen einzelnen Kapiteln zeigt er politische soziale Wandlungen, die neue Ordnung, Änderung der bestehenden Herrschaftsformen und Sozialstruktur sowie den Bruch mit den Traditionen (so im Vorwort). Folgende Erkenntnisse ergeben sich für den Leser: 1848/49 lassen sich Einheit und Freiheit zusammen nicht verwirklichen. Die Reichsgründung 1871 erfolgt als "Revolution von oben" und bedeutet den endgültigen Abschied Österreichs aus Deutschland. Zu dieser Revolution gehört auch der Kulturkampf gegen den Katholizismus. 1918/19 ist Deutschland für eine radikale Umwälzung, die vielleicht den Nationalsozialismus verhindert hätte, schon zu sehr demokratisiert. Winkler geht auf die Stärken und Schwächen der Weimarer Reichsverfassung und die Folgen der Weltwirtschaftskrise ein. 1933 vollzieht sich eine Revolution von rechts gegen die von links. In Deutschland fehlt im Gegensatz etwa zu den USA und Frankreich die Aneignung aufklärerischer Gedanken und Ideen. 1989 öffnet sich die Mauer. Es vollzieht sich der erfolgreichste Systemwechsel in Deutschland. Doch kann man eine "friedliche" Revolution überhaupt als solche bezeichnen? 1989/90 lösen sich drei deutsche Probleme: Wo liegt Deutschland (seine Grenzen)? Einheit und Freiheit sind erreicht. Wegen NATO-Mitgliedschaft ist Deutschland kein Sicherheitsrisiko mehr. - Winkler lässt den Leser an seinen profunden Kenntnissen der deutschen und europäischen Geschichte teilhaben. Allen Büchereien zur Ergänzung des Sachbuchbestandes empfohlen.
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Artikelbeschreibung

REVOLUTIONEN IN DEUTSCHLAND - DAS NEUE BUCH VON HEINRICH AUGUST WINKLER <BR> <BR>Als die Franzosen im Juli 1789 das Symbol des absolutistischen Ancien Régime, die Pariser Bastille, stürmten, jubelten ihnen auch viele deutsche Dichter und Denker zu. Doch die Begeisterung hielt rechts des Rheins nicht lange an. Als Ludwig XVI. auf dem Schafott endete und die Revolution in Terror überging, rückten viele Deutsche erschrocken von ihr ab. Seither ist das Verhältnis der Deutschen zu Revolutionen ein schwieriges Kapitel geblieben. Heinrich August Winkler, der Doyen unter den Historikern, schildert die Etappen der deutschen Revolutionsgeschichte von 1848 bis 1989 und nimmt auch die düsterste aller Revolutionen, jene der Nationalsozialisten, mit in den Blick. <BR> <BR> Lieber Reformation statt Revolution: Das war lange die Devise all jener Bürger und Intellektuellen in Deutschland, die mit den bestehenden Verhältnissen haderten und doch keinen gewaltsamen Umsturz wollten. Nachdem in der Revolution von 1848/49 das Doppelziel Einheit und Freiheit verfehlt worden war, gab Bismarck in einer Revolution von oben mit der kleindeutschen Reichsgründung gleichsam eine Antwort auf das Scheitern von 1848. Aus der Revolution von 1918/19 ging mit der Weimarer Republik ein neues demokratisches System hervor, dem die Diktatur des Nationalsozialismus ein Ende bereitete. Ob diese eine Revolution war, erörtert der glänzend geschriebene Band ebenso prägnant wie die Frage nach dem historischen Ort der "friedlichen Revolution" von 1989, mit der die "deutsche Frage" in Gestalt der Wiedervereinigung gelöst wurde. <BR> <BR> - Der neue Heinrich August Winkler - Ein Crashkurs durch die deutsche Revolutionsgeschichte<BR> - Behandelt auch die friedliche Revolution von 1989 in der DDR

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