Werte und Mächte

Eine Geschichte der westlichen Welt. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, 2016
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Buchprofile - Rezension
Der Westen und seine Werte zwischen Anspruch und Realität.
Der renommierte Historiker legt mit diesem Buch zum einen eine kompakte Zusammenfassung seines vierbändigen Bestsellers "Geschichte des Westens" vor, zum anderen erweitert er seine Darlegungen, indem er den Fokus auf aktuelle Entwicklungen legt. Dabei konzentriert er sich v.a. auf die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. In 10 Großkapiteln spannt er u.a. den Bogen von der Antike über den Kampf um Menschenrechte und Reformen in Amerika und Europa, die Entstehung der Nationalstaaten und Kolonialimperien, über beide Weltkriege und ihre Folgen, Stalinismus und Nationalsozialismus, das Zusammenwachsen Europas, den Kalten Krieg und seine Auflösung, über Terroranschläge, die Weltfinanzkrise bis hin zu Migration, das Anwachsen des Populismus und den Brexit. Anschaulich und verständlich erläutert Winkler, dass die Geschichte der "modernen" westlichen Welt trotz ihres politischen Grundkonsens (Menschenrechte, Gewaltenteilung, Volkssouveränität) keine geradlinige, stets prinzipientreue Entwicklung darstellt, sondern widersprüchlich, konfliktreich, egoistisch und inkonsequent verlaufen ist und es noch tut. Doch "wenn Europäer und Amerikaner Kontroversen über grundsätzliche Fragen ausfochten, war dies fast immer ein Disput über unterschiedliche Auslegungen gemeinsamer Werte". Ob diese gemeinsame Wertebasis auch in Zeiten von "Hyperglobalisierung", digitaler Revolution, Populismus und Antipluralismus tragfähig bleibt, entscheiden - so der Autor - nicht die potentiellen Gegner des Westens, sondern die Staaten und ihre Bürger, die sich den demokratischen, liberalen und pluralistischen Normen verpflichtet fühlen. - Großartig! Für Leser/-innen mit vertieftem Interesse.
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Artikelbeschreibung

Heinrich August Winklers vierbändige "Geschichte des Westens" ist ein vielfach gerühmtes Meisterwerk der deutschen Geschichtsschreibung und mit rund 150.000 verkauften Exemplaren zugleich ein eindrucksvoller Bucherfolg. Doch nicht jeder kann die gewaltigen Dimensionen dieser vieltausendseitigen Gesamtdarstellung bewältigen. Deshalb hat der große Historiker diese einbändige Weltgeschichte geschrieben, die den Weg des Westens von den Anfängen in der Antike bis in unsere unmittelbare Gegenwart erzählt und zugleich die großen Deutungslinien prägnant herausarbeitet.

"Heinrich August Winkler stellt die Fragen an die Geschichte, die uns bei der Lösung der gegenwärtigen Probleme umtreiben. In einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, vermittelt uns seine monumentale Erzählung der Geschichte des Westens originelle Einblicke und Denkanstöße."
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

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Personeninformation

Heinrich August Winkler ist einer der prominentesten deutschen Historiker. Seine Werke "Der lange Weg nach Westen" und "Geschichte des Westens" sind weithin gelesene Bestseller. Von 1991 bis 2007 war er Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2014 erhielt er den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung und 2016 den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. 2018 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Pressestimmen

"Der Klappentext verspricht einen „Meisterkurs“ in Geschichte, der Inhalt hält das Versprechen.“
Dresdner Morgenpost

"Winkler hat nichts anderes als den Herodot für unsere Zeit geschrieben (…) unbedingt empfehlenswert.“
Internationale Politik, Jan Techau

"Wer (…) die heutigen Krisen verstehen will, kann dies anhand dieses Geschichtswerkes besser nachvollziehen.“
Vatican News, Mario Galgano

"Der Westen ist das Lebensthema des Historikers Heinrich August Winkler. In seinem Buch ‚Werte und Mächte‘ hat er noch einmal Stärken und Schwächen der westlichen Demokratien analysiert.“
Deutschlandfunk Kultur, Winfried Sträter

"Ein solides Buch zu einem düsteren, bisher etwas vernachlässigten Thema.“
ZEIT, Robert Schediwy

"Winklers großes historisches Werk zeichnet die Genese der Werte und Prinzipien, die heute die Grundlage der liberalen Demokratie bilden, seit der Antike nach.“
WELT, Richard Herzinger

"Hervorragend präsentiert.“
Lebensart Buchtipp

„Ein Standardwerk schon jetzt, und natürlich nicht nur für Spezialisten.“
Rheinische Post

"Der Leser lernt, was der Westen ist, was ihn ausmacht, wie er dazu wurde, welche seine Gefährdungen sind. Wieder setzt Winkler einen Standard.“
Dresdner Morgenpost

"Wohl niemand hat die Geschichte des Westens so akribisch erforscht und sie auch in ihren langen Linien so erhellend beschrieben, wie es der Historiker Heinrich August Winkler tat.“
Hessische Allgemeine, Tibor Pésza

"Die intellektuelle Öffnung unseres Landes für Freiheit und Demokratie ist zu einem guten Teil auch die Leistung von Heinrich August Winkler."
Walter Steinmeier


"Was den Autor seit je her auszeichnet: Er ist einfach ein guter Erzähler."
Stephan Speicher, DIE ZEIT
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