Leben mit den Göttern

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Buchprofile - Rezension
Anhand verschiedener Gegenstände (wie einem Kreuz aus Lampedusa) beschreibt MacGregor, wie religiöse Überzeugungen Gemeinschaften und Einzelne prägten und prägen.
Jede uns heute bekannte Gesellschaft kannte die religiöse Verehrung von einem oder mehreren Göttern und wurde von diesem Glaubensritus maßgeblich geprägt. Auch heute noch, in einer vermeintlich säkularen Gesellschaft, bestimmen religiöse Vorstellungen unser Leben, man denke nur an die Zeitrechnung beginnend bei Christi Geburt. Anhand unterschiedlicher Gegenstände und Objekte veranschaulicht der Kunsthistoriker Neil MacGregor diese jahrtausendealte Verbindung von Mensch und Religion. Dabei geht es um die zentrale Frage, welchen Einfluss die Religion auf die Gesellschaft zur jeweiligen Zeit hatte. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung von Religion für den Menschen ist der Löwenmensch von Ulm. Dies ist eine aufwendige Elfenbeinschnitzerei, die vor 40.000 Jahren entstanden ist. Es dürfte etwa 400 Arbeitsstunden gedauert haben, diese Fantasiefigur herzustellen. Zeit, die im täglichen Überlebenskampf in der Steinzeit sehr kostbar gewesen ist, und dennoch wurde jemand mit der Fertigung dieser religiösen Figur betraut. MacGregor gelingt es, anhand solcher Geschichten in dem opulent bebilderten Werk lebhaft und anschaulich über die Verbindung von Menschen und ihren Göttern zu berichten und lässt das Buch nicht als reinen Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Londoner British Museum wirken. Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Ein 40 000 Jahre alter Löwenmann aus Elfenbein, eine goldene Qibla aus dem 16. Jahrhundert, ein Kreuz aus Lampedusa mit unnachahmlicher Eleganz bringt Neil MacGregor all diese Objekte zum Sprechen. Sein neues Buch nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Götter und Religionen. Von der Arktis bis Indien, von Mexiko bis Japan, vom antiken Rom bis zum Afrika der Gegenwart erzählt es, wie religiöse Überzeugungen das Leben von Gemeinschaften, das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und dem Staat und unser Bild von uns selbst prägen. Denn mit der Entscheidung, wie wir mit unseren Göttern leben wollen, entscheiden wir auch, wie wir miteinander leben.

Es gehört zu den grundlegenden Tatsachen der menschlichen Existenz, dass alle uns bekannten Gesellschaften ein Ensemble von Glaubenssätzen und Annahmen einen Glauben, eine Ideologie, eine Religion teilen, die weit über das Leben des Einzelnen hinausweisen. Diese Glaubenssätze bilden einen wesentlichen Teil der gemeinsamen Identität. Sie vermögen uns mit singulärer Macht zu definieren - und zu spalten. Gerade in der heutigen Welt gehören sie zu den treibenden politischen Kräften. In der gesamten Weltgeschichte waren diese Glaubenssätze, im weitesten Sinne, religiöser Natur.
Gleichwohl ist dieses Buch keine Geschichte der Religion und auch kein Plädoyer zugunsten des Glaubens. Es handelt von den Geschichten, die unserem Leben Gestalt geben, und von den unterschiedlichen Weisen, wie Gesellschaften ihren Platz in der Welt imaginieren. Indem es in die Geschichte schaut und rund um den Globus, indem es Objekte, Orte, menschliches Handeln befragt, versucht es zu verstehen, was geteilte Glaubensüberzeugungen für das öffentliche Leben in einer Gemeinschaft oder einer Nation bedeuten, wie sie die Beziehungen zwischen dem Einzelnen und dem Staat formen und wie sie uns helfen, zu verstehen, wer wir sind.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
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Kontakt: produktsicherheit@beck.de

Personeninformation

Neil MacGregor ist seit 2015 Gründungsintendant des Humboldt-Forums und war von 2002 bis 2015 Direktor des British Museum sowie davor von 1987 bis 2002 Direktor der National Gallery. Er wurde u. a. mit der Goethe-Medaille und mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Seine Bestseller «Geschichte der Welt in 100 Objekten», «Shakespeares ruhelose Welt» und «Deutschland. Erinnerungen einer Nation» haben eine Gesamtauflage von mehr als 200.000 Exemplaren.

Neil MacGregor ist seit 2015 Gründungsintendant des Humboldt-Forums und war von 2002 bis 2015 Direktor des British Museum sowie davor von 1987 bis 2002 Direktor der National Gallery. Er wurde u. a. mit der Goethe-Medaille und mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Seine Bestseller «Geschichte der Welt in 100 Objekten», «Shakespeares ruhelose Welt» und «Deutschland. Erinnerungen einer Nation» haben eine Gesamtauflage von mehr als 200.000 Exemplaren.

Neil MacGregor ist seit 2015 Gründungsintendant des Humboldt-Forums und war von 2002 bis 2015 Direktor des British Museum sowie davor von 1987 bis 2002 Direktor der National Gallery. Er wurde u. a. mit der Goethe-Medaille und mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Seine Bestseller «Geschichte der Welt in 100 Objekten», «Shakespeares ruhelose Welt» und «Deutschland. Erinnerungen einer Nation» haben eine Gesamtauflage von mehr als 200.000 Exemplaren.

Pressestimmen

"Ebenso gut wie fesselnd geschrieben.“
Theologischer Literaturanzeiger, Christoph Markschies

"MacGregor schreibt unglaublich flüssig, plastisch und sinnlich, sodass man keine Sekunde gelangweilt ist.“
Freundin, Saskia Stöcker

"Neil MacGregor (…) erzählt in seinem Buch, wie der Glaube Gemeinschaften begründet und was wir verlieren, wenn wir uns auf keine gemeinsamen Erzählungen mehr einigen können.“
Der Stern, Silke Müller

"Eines der schönsten Bücher des Jahres.“
Berliner Zeitung, Arno Widmann

"Ein faszinierendes Kaleidoskop."
mdr, Hartmut Schade

"Eines der spannendsten Bücher des Jahres zum Thema Religion.“
Katholische Nachrichten Agentur, Christoph Arens

"Gemeinsam mit Experten errichtet MacGregor einen großen, bunten Pantheon zwischen den Deckeln des 1,6-Kilo-Opus. Man liest und staunt, obwohl man es doch eigentlich weiß: Wir alle glauben. Immer schon.“
Rüsselsheimer Echo, Thomas Neubacher-Riens

"Es sind wunderbare Bilder, die uns MacGregor schenkt, und es ist höchst interessant, tiefer in die tragfähigen Gemeinschaften der Gläubigen einzusteigen, sich auf Fremdes aus allen Zeiten einzulassen.“
Leseart, Heike Krause-Leipoldt

"Wieder ein opulenter MacGregor-Band mit Schätzen des British Museum: So herrlich vielfältig sind die Religionen."
Die Zeit, Alexander Cammann

"MacGregors Buch lädt nicht nur zum Lesen, sondern zum Meditieren ein, genauer: zum innigen, vertiefenden Nachdenken über eine religiöse Bilderwelt, die so bisher kaum in einem Buch zu sehen war.“
taz, Micha Brumlik

"Neil MacGregor geht mit seinen Lesern auf eine Welt- und Zeitreise, aus der sie reich beschenkt heimkehren.“
Sächsische Zeitung, Ulfrid Kleinert

"Immer zieht Neil MacGregor überraschende, manchmal hochaktuelle Karten aus einem Fächer, der üppig bestückt ist. Immer regt er zum Nachdenken an, immer unterhält er in Text und Bild. Am Ende wissen wir viel mehr über den Menschen als über die Götter – aber um sein Leben geht es ja eigentlich.“
Badische Zeitung, Harald Loch

"Eine weitere kulturhistorische und bibliophile Großtat (…) Phänomenal."
Die Furche, Otto Friedrich

"Das deutsche Publikum liegt ihm seit dem Erfolg seiner ‚Geschichte der Welt in 100 Objekten‘ zu Füßen. Jetzt erzählt er vom ‚Leben mit den Göttern‘ in einem großformatigen, opulenten mit hinreißenden Bildern ausgestatteten Prachtband.“
Neues Deutschland, Harald Loch

"Auch in diesem Mammutwerk schafft es der 72-Jährige wieder einmal, anhand von Gegenständen erzählte Geschichte elegant mit aktuellen bzw. zukunftsweisenden Gesellschaftsfragen zu verzahnen."
Bayern2 Radiotexte, Antonio Pellegrino

"Was ein jahrtausendealter Löwenmann aus Elfenbein mit der Theodizeefrage zu tun hat, kann nur ein fulminanter Erzähler-in-Objekten wie MacGregor erklären.“
Die Literarische Welt

"Eine Einladung zum Staunen (…) feiert die Vielfalt und weckt die Neugier, im offenkundig Fremden eine untergründige Verwandtschaft zum Eigenen zu entdecken.“
Süddeutsche Zeitung, Johann Hinrich Claussen

"Der Mann, der Weltgeschichte in Objekten erklärt."
Sunday Times
"Der neue Blockbuster von Neil MacGregor."
Sunday Times
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Bewertungen

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