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Die Bibel kennt vier Evangelien. Es gab aber in der Frühzeit des Christentums eine Vielzahl anderer Evangelien, die von der Kirche allerdings ausgesondert wurden und deren Gebrauch in den Gemeinden verboten wurde. Dieses Buch versammelt die wichtigsten dieser verbotenen Evangelien, legt sie in einer modernen Übersetzung vor und erzählt ein spannendes Stück Urchristentum: Warum wurden gewisse Evangelien in den Rang des Gottesworts erhoben, andere Evangelien aber für den kirchlichen Gebrauch verboten? - Die apokryphen Schriften, hier in moderner Übersetzung zusammengestellt, sind bedeutende Texte des frühen Christentums und werfen ein faszinierendes Licht auf die Gestalt Jesu und sein Umfeld.
Bei kaum einem anderen Begriff wird bis heute so leidenschaftlich darum gestritten, was mit ihm eigentlich bezeichnet werden solle oder könne: Der Band gibt entsprechende Texte u.a. von Cicero, Augustinus, Rousseau, Hume, Kant, Hegel, Feuerbach, Taylor, Freud, Durkheim, Weber, Jung, Malinowski, Tillich, Geertz und Bourdieu wieder. Ein eigenes Kapitel über »außereuropäische Begriffe für 'Religion' und die Frage nach der Einzigartigkeit des europäischen Religionsbegriffs« rundet den Band ab.
Eine Pilgerfahrt führte gegen Ende des 4. Jh. Egeria, eine vornehme Dame aus dem Westen des Römischen Reiches, mehrere Jahre durch Palästina, Ägypten und Syrien. In mehreren Briefen berichtete sie über diese Reisen. Der erhaltene Teil ihres Berichtes wurde gegen Ende des 19. Jh. gefunden und bedeutete für Philologen, Historiker, Archäologen und Liturgiewissenschaftler eine Sensation. Denn dieser älteste von einer Frau verfasste Pilgerbericht in spätantikem Latein bot nicht nur unschätzbare Informationen über den Zustand der heiligen Stätten kurz nach der "Konstantinischen Wende", sondern dokumentierte auch erstmals die Entstehung des Kirchenjahres in Jerusalem. Diese Sonderausgabe (nicht Bestandteil der Reihe) ist die gründlich überarbeitete Neuausgabe des Bandes aus der Reihe Fontes Christiani. Sie enthält auch die Fragmente aus Petrus Diaconus, mit deren Hilfe sich verlorengegangene Passagen des Itinerariums Egeriae rekonstruieren lassen; sie wurden hier erstmals ins Deutsche übersetzt.
Warum schreiben Philosophinnen und Philosophen, Theologinnen und Theologen ein Buch über Calvin und Hobbes? Weil der kleine Junge Calvin und sein Stofftiger Hobbes wunderbare Philosophen sind, ohne sich selbst darüber bewusst zu sein. Die beiden Comicfiguren liefern amüsante, tiefsinnige und überraschende Vorlagen für die Vermittlung philosophischer Fragestellungen in Religionsunterricht und Theologiestudium. Die Arbeit mit Karikaturen oder knappen Comicausschnitten bietet Schülern, Studenten und allen, die Spaß an einer spielerischen Anleitung zum Nachdenken haben, einen einfachen Weg zum philosophischen Denken. Warum ausgerechnet Bill Watterson mit seinen Geschichten von Calvin und Hobbes so erfolgreich war, hängt damit zusammen, dass er seine beiden Hauptfiguren immer wieder über die ganz großen Fragen des Lebens nachdenken ließ. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Wieso sind wir auf dieser Erde? Die Antworten von Calvin und Hobbes auf diese Fragen sind zum Schmunzeln. Manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Immer laden die Gespräche von Calvin und Hobbes aber zum eigenen sprichwörtlichen Nachdenken über "Gott und die Welt" ein. Das ist auch das Ziel dieses Buches. Es ist eine Hommage an die Comicfiguren Calvin und Hobbes. Weil sie zehn Jahre lang Menschen beim Zeitunglesen zum Nachdenken über die Grundfragen unseres Lebens gebracht haben, darf man sie ruhig als zwei der wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts bezeichnen. Philosophie zeigt, dass es auch auf die einfachsten Fragen keine leichten Antworten gibt. Die Welt ist kompliziert und deswegen kommt man mit dem Nachdenken niemals an ein Ende. Durch Calvin und Hobbes kann man die schwierigen philosophischen und theologischen Überlegungen als Chance sehen, etwas ganz neu zu lernen: Zu staunen, dass die Welt so ist, wie sie ist! Wer wirklich zu philosophieren anfängt, für den zeigt sich wie für Calvin, dass die Welt "voller Wunder" ist. Aber viele dieser Wunder sind so alltäglich geworden, dass man sie nicht mehr sehen kann. Wer sich mit Calvin und Hobbes auf den Weg der Philosophen begibt, der lässt deswegen viele Sicherheiten hinter sich. Da kann man schon einmal leicht den Boden unter den Füßen verlieren. Aber man bekommt dafür die Welt ganz neu zu Gesicht und sieht die Wirklichkeit mit anderen Augen. Jeder darf sich immer wieder neu auf eine Entdeckungsreise begeben, die unter die Oberfläche des Alltagsverstandes schauen lässt. Deswegen gilt, was im letzten Comic von Calvin und Hobbes im englischen Original steht: Let's go exploring - gehen Sie auf eine Entdeckungsreise in Ihrer neuen, alten Welt!
Elfbändige Sonderausgabe der 3. Auflage des "Lexikon für Theologie und Kirche"
Das "Lexikon für Theologie und Kirche" - als "LThK" zum Markenzeichen für theologische und auch historische Kompetenz geworden - gehört in seiner dritten Auflage (1993-2001) zu den großen, international anerkannten Standardwerken, die sowohl für die theologische Wissenschaft als auch für die kirchliche Praxis unentbehrlich sind. Das "LThK" ist ein deutschsprachiges katholisches Lexikon mit weltkirchlicher und ökumenischer Offenheit. Schwerpunkt der Darstellung sind die katholische Theologie und die katholisch-kirchlichen Verhältnisse im deutschsprachigen Raum. Einbezogen sind der europäisch-nordamerikanische Raum, die jungen Kirchen sowie die evangelische und orthodoxe Theologie. Das elfbändige Lexikon bietet 25.000 Stichworteinträge auf über 16.000 Textspalten, die von mehr als 4.500 Autoren verfasst wurden. Jeder Artikel schließt mit einer Übersicht über die wichtigste Literatur, zudem werden Quellen- und Werkausgaben genannt. Das ausführliche Gesamtregister in Band 11 erlaubt den raschen Zugriff auf die im Lexikon enthaltenen Wissensschätze.
Die hier präsentierte Sonderausgabe des LThK bietet den Benutzern:
»Der große Unternehmer«, so Carl Schmitt, in dieser erstmals 1923 erschienenen Schrift, »hat kein anderes Ideal als Lenin, nämlich eine "elektrifizierte Erde". Beide streiten sich eigentlich nur um die richtige Methode der Elektrifizierung.«Genau hier, im rein ökonomischen Denken, das beide teilen, liege der wesentliche Gegensatz zur politischen Idee des Katholizismus, die einer ganz eigenen Rationalität folgt: Sie erfaßt moralisch die psychologische und soziologische Natur des Menschen und geht nicht, wie Industrie und Technik, die Beherrschung und Nutzbarmachung der Materie an.
Wenige berühmte Städte waren im Lauf ihrer Geschichte so umstritten wie Jerusalem. Selten wurde die Stadt von Herrschern aus ihren Reihen regiert. Lang ist die Liste der fremden Mächte, die über sie geherrscht haben, schon in biblischer Zeit. Ägypter, Assyrer, Babylonier, Perser, Ptolemäer, Seleukiden und Römer haben einander abgelöst. Immer wieder stellte sich die drängende Frage, wie man sich den neuen Herrschern und ihrer Kultur gegenüber verhalten soll. Unterschiedlichste Formen von Anpassung und Widerstand wurden praktiziert. Seine weltgeschichtliche Bedeutung verdankt die Stadt aber nicht den turbulenten politischen Auseinandersetzungen, dem Wachsen und Schrumpfen ihres Territoriums, sondern der Tatsache, der Geburtsort jenes Monotheismus geworden zu sein, der zu einem wesentlichen Element des Judentums, des Christentums und des Islam wurde. Diese monotheistischen Religionen erfreuen sich heute nicht eines besonders guten Rufs. In breiten Kreisen genießen polytheistische Systeme mit ihrer Vielzahl von Gottheiten mehr Sympathie.Der seit 50 Jahren wissenschaftlich tätige Othmar Keel skizziert in knappen Strichen, wie der israelitisch-jüdische Monotheismus bei seiner Entstehung viele Erfahrungen, Symbole und Erkenntnisse polytheistischer Religionen aufgenommen und in seine globale Vision integriert hat. Das zu zeigen verwendet Keel ebenso souverän biblische wie außerbiblische Texte, archäologische wie neueste ikonographische Funde. Besonders letztere kommen in seiner Darstellung stark zum Zug und führen wiederholt zu überraschend neuen Einsichten.
,,Hörer des Wortes" ist einer der Buchtitel, die für ein Programm stehen: für die Grundlegung einer Theologie, die den Menschen in seiner Offenheit für eine Sinnzusage aus der Geschichte im menschlichen Wort beschreibt; für eine Offenheit, die darin das Wort der Offenbarung Gottes erkennen kann und es ohne Verfälschung aufzunehmen und zu bewahren vermag. Die Salzburger Vorlesungen Karl Rahners (1937), die diesem Buch zugrunde liegen, sind inzwischen ein Stück Theologiegeschichte. Durch die hier ebenfalls abgedruckte Neubearbeitung von Johann Baptist Metz (1963) hat das Buch die religionsphilosophische Diskussion seit der Konzilszeit in Anregung und Auseinandersetzung mitgeprägt. Gleichzeitig hat das Einarbeiten neuerer Fragestellungen und die Berücksichtigung der theologischen Entwicklung Rahners Fragen aufgeworfen und Kontroversen ausgelöst. Die parallele Publikation beider Fassungen ermöglicht ein leichteres vergleichendes Studium beider Versionen des Werkes.Darüber hinaus zeigt der Band einen Ausschnitt aus der Arbeitsphase, in der Karl Rahner die Grundlagen seines theologischen Denkens formulierte.
Wie kann evangelisch-theologische Forschung an deutschen Universitäten in einer pluralen und diversen Welt verantwortungsvoll gender- und rassismussensibel gestaltet werden? In Auseinandersetzung mit der postkolonial-feministischen Theologie von Mayra Rivera bringt Christiane Nagel postkoloniale, gender- und queertheoretische Ansätze miteinander ins Gespräch, um die Wechselwirkung zwischen der Positionalität des forschenden Subjekts und der akademisch-theologischen Forschungspraxis zu beleuchten.
Die Bibel steckt voller Geschichten. Seit Jahrhunderten werden sie erzählt. Doch je länger das Nacherzählen ins Stocken gerät, desto mehr droht die Weitergabe des Glaubens zu erstarren: Aus inspirierendem Wort Gottes werden vertraute, abgegriffene Texte, die kaum noch überraschen. Dabei interpretiert die Bibel selbst ihre Geschichte immer wieder neu von der Schöpfungsgeschichte bis zu den vier Evangelien. Diese Vielfalt macht die Heilige Schrift lebendig. Till Magnus Steiner und Werner Kleine knüpfen an die Tradition biblischen Nacherzählens an: Als Bibelwissenschaftler gestalten sie Bibelgeschichten für Erwachsene neu und eröffnen ungewohnte Blickwinkel. Ihr christliches Lesebuch lädt ein, Altbekanntes aus dem Alten und Neuem Testament neu zu entdecken.
Wenn Exegese auf kreatives Erzählen trifft: Die beiden Bibelwissenschaftler haben für sich etwas wiederentdeckt, was die jüdische Tradition nie verlernt hat: Das Erzählen als eine besondere Art der Bibelauslegung. Ihre Neuerzählungen hauchen dabei Bibelwissen frisches Leben ein und verwandeln altbekannte biblische Geschichten in überraschende Begegnungen mit dem Wort Gottes. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie, wie lebendige Erzählungen das Lesen der Bibel neu belebt!
Den Advent bewusst erleben und den Glauben Tag für Tag vertiefen: Dieses liebevoll gestaltete Journal begleitet vom 1. bis 24. Dezember mit täglichen Bibelimpulsen, Reflexionsfragen, Gebeten und inspirierenden Gedanken durch die Adventszeit. Wie ein persönlicher Adventskalender lädt es dazu ein, innezuhalten, Gottes Gegenwart neu zu entdecken und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten.
Jeder Tag bietet Raum für persönliche Notizen, Gebete, Dankbarkeit und die eigene Glaubenspraxis. Ein Habittracker unterstützt dabei, gute Gewohnheiten einzuüben und den Glauben bewusst im Alltag zu leben. Ergänzende Hintergrundinformationen zu Advent, Brauchtum und christlicher Tradition vertiefen das Verständnis der Weihnachtszeit und machen das Journal zu einem inspirierenden Begleiter auf dem Weg nach Weihnachten.
Ein besonderes Adventsjournal für alle, die die Vorweihnachtszeit bewusst gestalten und ihre Beziehung zu Gott vertiefen möchten.