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Die Bibel kennt vier Evangelien. Es gab aber in der Frühzeit des Christentums eine Vielzahl anderer Evangelien, die von der Kirche allerdings ausgesondert wurden und deren Gebrauch in den Gemeinden verboten wurde. Dieses Buch versammelt die wichtigsten dieser verbotenen Evangelien, legt sie in einer modernen Übersetzung vor und erzählt ein spannendes Stück Urchristentum: Warum wurden gewisse Evangelien in den Rang des Gottesworts erhoben, andere Evangelien aber für den kirchlichen Gebrauch verboten? - Die apokryphen Schriften, hier in moderner Übersetzung zusammengestellt, sind bedeutende Texte des frühen Christentums und werfen ein faszinierendes Licht auf die Gestalt Jesu und sein Umfeld.
Bei kaum einem anderen Begriff wird bis heute so leidenschaftlich darum gestritten, was mit ihm eigentlich bezeichnet werden solle oder könne: Der Band gibt entsprechende Texte u.a. von Cicero, Augustinus, Rousseau, Hume, Kant, Hegel, Feuerbach, Taylor, Freud, Durkheim, Weber, Jung, Malinowski, Tillich, Geertz und Bourdieu wieder. Ein eigenes Kapitel über »außereuropäische Begriffe für 'Religion' und die Frage nach der Einzigartigkeit des europäischen Religionsbegriffs« rundet den Band ab.
»Der große Unternehmer«, so Carl Schmitt, in dieser erstmals 1923 erschienenen Schrift, »hat kein anderes Ideal als Lenin, nämlich eine "elektrifizierte Erde". Beide streiten sich eigentlich nur um die richtige Methode der Elektrifizierung.«Genau hier, im rein ökonomischen Denken, das beide teilen, liege der wesentliche Gegensatz zur politischen Idee des Katholizismus, die einer ganz eigenen Rationalität folgt: Sie erfaßt moralisch die psychologische und soziologische Natur des Menschen und geht nicht, wie Industrie und Technik, die Beherrschung und Nutzbarmachung der Materie an.
Eine Pilgerfahrt führte gegen Ende des 4. Jh. Egeria, eine vornehme Dame aus dem Westen des Römischen Reiches, mehrere Jahre durch Palästina, Ägypten und Syrien. In mehreren Briefen berichtete sie über diese Reisen. Der erhaltene Teil ihres Berichtes wurde gegen Ende des 19. Jh. gefunden und bedeutete für Philologen, Historiker, Archäologen und Liturgiewissenschaftler eine Sensation. Denn dieser älteste von einer Frau verfasste Pilgerbericht in spätantikem Latein bot nicht nur unschätzbare Informationen über den Zustand der heiligen Stätten kurz nach der "Konstantinischen Wende", sondern dokumentierte auch erstmals die Entstehung des Kirchenjahres in Jerusalem. Diese Sonderausgabe (nicht Bestandteil der Reihe) ist die gründlich überarbeitete Neuausgabe des Bandes aus der Reihe Fontes Christiani. Sie enthält auch die Fragmente aus Petrus Diaconus, mit deren Hilfe sich verlorengegangene Passagen des Itinerariums Egeriae rekonstruieren lassen; sie wurden hier erstmals ins Deutsche übersetzt.
,,Hörer des Wortes" ist einer der Buchtitel, die für ein Programm stehen: für die Grundlegung einer Theologie, die den Menschen in seiner Offenheit für eine Sinnzusage aus der Geschichte im menschlichen Wort beschreibt; für eine Offenheit, die darin das Wort der Offenbarung Gottes erkennen kann und es ohne Verfälschung aufzunehmen und zu bewahren vermag. Die Salzburger Vorlesungen Karl Rahners (1937), die diesem Buch zugrunde liegen, sind inzwischen ein Stück Theologiegeschichte. Durch die hier ebenfalls abgedruckte Neubearbeitung von Johann Baptist Metz (1963) hat das Buch die religionsphilosophische Diskussion seit der Konzilszeit in Anregung und Auseinandersetzung mitgeprägt. Gleichzeitig hat das Einarbeiten neuerer Fragestellungen und die Berücksichtigung der theologischen Entwicklung Rahners Fragen aufgeworfen und Kontroversen ausgelöst. Die parallele Publikation beider Fassungen ermöglicht ein leichteres vergleichendes Studium beider Versionen des Werkes.Darüber hinaus zeigt der Band einen Ausschnitt aus der Arbeitsphase, in der Karl Rahner die Grundlagen seines theologischen Denkens formulierte.
Wenige berühmte Städte waren im Lauf ihrer Geschichte so umstritten wie Jerusalem. Selten wurde die Stadt von Herrschern aus ihren Reihen regiert. Lang ist die Liste der fremden Mächte, die über sie geherrscht haben, schon in biblischer Zeit. Ägypter, Assyrer, Babylonier, Perser, Ptolemäer, Seleukiden und Römer haben einander abgelöst. Immer wieder stellte sich die drängende Frage, wie man sich den neuen Herrschern und ihrer Kultur gegenüber verhalten soll. Unterschiedlichste Formen von Anpassung und Widerstand wurden praktiziert. Seine weltgeschichtliche Bedeutung verdankt die Stadt aber nicht den turbulenten politischen Auseinandersetzungen, dem Wachsen und Schrumpfen ihres Territoriums, sondern der Tatsache, der Geburtsort jenes Monotheismus geworden zu sein, der zu einem wesentlichen Element des Judentums, des Christentums und des Islam wurde. Diese monotheistischen Religionen erfreuen sich heute nicht eines besonders guten Rufs. In breiten Kreisen genießen polytheistische Systeme mit ihrer Vielzahl von Gottheiten mehr Sympathie.Der seit 50 Jahren wissenschaftlich tätige Othmar Keel skizziert in knappen Strichen, wie der israelitisch-jüdische Monotheismus bei seiner Entstehung viele Erfahrungen, Symbole und Erkenntnisse polytheistischer Religionen aufgenommen und in seine globale Vision integriert hat. Das zu zeigen verwendet Keel ebenso souverän biblische wie außerbiblische Texte, archäologische wie neueste ikonographische Funde. Besonders letztere kommen in seiner Darstellung stark zum Zug und führen wiederholt zu überraschend neuen Einsichten.
Elfbändige Sonderausgabe der 3. Auflage des "Lexikon für Theologie und Kirche"
Das "Lexikon für Theologie und Kirche" - als "LThK" zum Markenzeichen für theologische und auch historische Kompetenz geworden - gehört in seiner dritten Auflage (1993-2001) zu den großen, international anerkannten Standardwerken, die sowohl für die theologische Wissenschaft als auch für die kirchliche Praxis unentbehrlich sind. Das "LThK" ist ein deutschsprachiges katholisches Lexikon mit weltkirchlicher und ökumenischer Offenheit. Schwerpunkt der Darstellung sind die katholische Theologie und die katholisch-kirchlichen Verhältnisse im deutschsprachigen Raum. Einbezogen sind der europäisch-nordamerikanische Raum, die jungen Kirchen sowie die evangelische und orthodoxe Theologie. Das elfbändige Lexikon bietet 25.000 Stichworteinträge auf über 16.000 Textspalten, die von mehr als 4.500 Autoren verfasst wurden. Jeder Artikel schließt mit einer Übersicht über die wichtigste Literatur, zudem werden Quellen- und Werkausgaben genannt. Das ausführliche Gesamtregister in Band 11 erlaubt den raschen Zugriff auf die im Lexikon enthaltenen Wissensschätze.
Die hier präsentierte Sonderausgabe des LThK bietet den Benutzern:
Aber in der Bibel steht ... Sind Sie sich da ganz sicher?
Ständig müssen Bibelstellen als Argument für diese oder jene Position herhalten. Doch bedeutet »Macht euch die Erde untertan!«, dass Menschen die Natur ausbeuten sollen? Wie ist das Frauenbild in der Bibel zu verstehen spricht Kapitel 31 im Buch der Sprichwörter von einer »idealen Hausfrau« oder von einer »starken Frau«? Und was steht in der Bibel wirklich über Homosexualität?
»Bibel falsch verstanden« entlarvt oberflächliches Bibelwissen, traditionelle Fehlinterpretationen und den Missbrauch von Bibel-Zitaten in kurzen Kapiteln. Engagiert und auf den Punkt liefern die Autoren und Autorinnen damit Argumente für Diskussionen mit Atheisten, Traditionalisten und Besserwissern.
Schluss mit Halbwissen, Missverständnissen und Missbrauch von Bibelzitaten!
Wie oft wird fälschlich behauptet, dieses oder jenes stehe in der Heiligen Schrift! Wie oft werden Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und hingeworfen! So lässt sich die Idee mancher Fundamentalisten, der Gott der Christen sei ein Gott der Rache, nur halten, wenn man die Bibel-Lektüre an der entscheidenden Stelle abbricht.
Dieses Buch macht nicht nur Schluss mit Vorurteilen über das Wort Gottes und mit Fehldeutungen von Bibel-Texten. Anhand vieler Beispiele liefert es eine Anleitung, wie Sie die Bibel richtig lesen und verstehen können!
Leseförderung und religiöse Bildung - zwei wichtige Themen der öffentlichen Diskussion um die Zukunft unserer Kinder treffen sich in einem neuartigen Projekt: In Fibelschrift, mit kurzen Sinnabschnitten, liebevoll und kindgemäß illustriert, machen die 96 Seiten Leseanfängern Lust zum Lesen. Geboten werden die wichtigsten Geschichten des Neuen und Alten Testaments, und zwar in einer leicht verständlichen, elementaren Nacherzählung. Unterstützt wird der Text durch Bilder, die das Leseverständnis fördern. Die Nacherzählungen eignen sich zum Festigen und Bewahren des Gehörten und Erarbeiteten und liefern eine Grundlage für das Theologisieren mit Kindern. Ein Schwere-Wörter-Verzeichnis ermöglicht selbsttätiges Nachschlagen und den Aufbau eines religiösen Grundwortschatzes.
Das Projekt »Kinderlesebibel« wurde gefördert von der Schröter-Stiftung Neustadt, dem Bibelhaus und Bibelverein Neustadt und Ulrich Fürüs, Krefeld.