Der Teufel und seine Engel

Die neue Biographie
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Buchprofile - Rezension
Eindringlich werden die Sorgen der Menschen von Fukushima nach dem Reaktorunglück geschildert.
Sechs Monate nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima kehren die Menschen in ihre verstrahlte Stadt zurück. Auch die Schülerin Fumi und ihre drei Freundinnen gehen nun wieder zur Schule. Doch alles hat sich verändert. Kinder dürfen nicht mehr im Freien spielen, bei Regen müssen sofort geschlossene Räume aufgesucht werden, Flüchtlinge sind in Hotels und Containerdörfern untergebracht und zahlreiche Menschen wurden um ihre Existenz gebracht. Die Mädchen mit ihrer Band Daisy versuchen zu helfen und ihren Weg in die Zukunft zu finden. Die Folgen dieser Katastrophe werden die Menschen aus dieser Region noch jahrzehntelang zu tragen haben. Ein nachdenklich machender Shojomanga mit einfühlsamen Zeichnungen, dem viele Leserinnen zu wünschen sind.
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Artikelbeschreibung

Der Teufel stammt nicht aus Europa, sondern aus dem Orient. Aber jahrhundertelang lag sein Schatten auf dem Kontinent und nahm von da aus den Weg in die neue Welt. Die Europäer erlitten Satan (wie er auf Hebräisch heißt), aber sie verwandelten ihn auch, veränderten den Teufel nach ihrem Bild und Gleichnis. Er nahm die Form an, die gebraucht oder gefürchtet wurde. Er wechselte sein Gesicht und passte sich den Europäern an, die ihn riefen.
Kurt Flasch erzählt in zwanzig Kapiteln die Geschichte des Teufels. Das Buch beschreibt die biblischen Anfänge und die Ausgestaltung der Satanologie durch die Kirchenväter und im Mittelalter, die verhängnisvolle Verbindung von Satan und Sexualität und von Teufelsglauben und Hexenwahn, es macht einen Besuch in der Hölle und widmet sich dem dortigen Personal, den Engeln des Bösen, aber es geht darüber hinaus bis in die Gegenwart. Der Teufel hat sich gründlich in den Alltag der Menschen eingemischt, bis endlich im Zeitalter der Aufklärung seine Macht beschnitten wurde. Trotzdem nreden heute evangelikale Kreise, fundamentalistische Gruppen und das Römische Lehramt wieder viel und realistisch von Satan. Papst Johannes Paul II. hat das von 1614 stammende Ritual der Teufelsaustreibung (Exorzismus) anno 1998 überarbeitet und erneuert. Flaschs Sympathie gilt in seiner großen Erzählung besonders jenen Denkern, die die Herrschaft des Teufels nicht bestärkt, sondern an seiner Entmachtung mitgewirkt haben.

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