Dem Mond geht es gut

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Roman über drei Frauen, drei Generationen und über die Frage nach Herkunft und Zugehörigkeit.
Mit der Geburt des ersten Kindes kommen bei der Erzählerin Fragen auf: Wie war ihre Mutter als Mutter? Und die Großmutter? Erinnerungen an die Kindheit offenbaren ein generationenübergreifendes Schweigen und Verschweigen. Da sind die ersten Lebensjahre in einer Hochhaussiedlung im Norden der Stadt, dann, mit der neuen Ehe der Mutter, der Umzug in eine Villa im wohlhabenden Süden. Der Stiefvater bleibt ihr fremd, die Beziehung zu ihm ist unterkühlt, die Atmosphäre im Haus bedrückend. Anhand von Fotos kann die junge Frau bestimmte Ereignisse abrufen und Stimmungen einfangen. Die Erinnerungen an den früh verstorbenen leiblichen Vater drohen zu verblassen, denn auch über ihn wird geschwiegen. Sprachlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman, der zugleich auch zeigt, wie viel Kraft es kostet, die richtigen Worte über das Schweigen zu finden. Es ist ein poetisches Buch, das sich vorsichtig an das Erzählen herantastet und an das Schreiben darüber, wie es sich anfühlt, gleichzeitig Kind und Mutter zu sein. – Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Der neue Roman von Paulina Czienskowski

Eine traurigschöne Mutter-Tochter-Geschichte mit poetischer Strahlkraft

Mit der Geburt ihres Kindes blickt eine junge Frau anders in die Welt. Wörter schwinden, während Liebe und Verlustphantasien sie vereinnahmen. Erst jetzt erkennt sie, wie stumm ihre Mutter und Großmutter im Leben stehen. Wie sie versäumt haben, ihre eigenen zu erzählen. Wie Fragen nach Zugehörigkeit und Brüchen ständig einsickern. Mit tastender Genauigkeit nähert sie sich den sprachlosen Rätseln, zeichnet sinnlich wie schonungslos ihre Leben inmitten des Nebels ihrer Gedächtnisse nach. Denn woher soll ein Kind wissen, wohin es geht, wenn es nicht weiß, woher es kommt? In ihrem neuen Roman zeigt Paulina Czienskowski in zyklischen Bewegungen, was es bedeutet, zum Echo zu werden - drei Frauen, drei Mütter und ein neues Leben, das enttarnt, als wäre alles mit Spiegelfolie ausgekleidet.

»Das ist ein Buch über eine Mutter, und ein Buch, das Väter lesen sollten. Das ist ein Buch einer Tochter, ein Buch über den Körper, die Scham, das zur Kraft kommen und das Schwachsein. Das ist ein Buch über das Kindsein. Das ist ein Buch, in dem jemand dort Sprache findet, wo sonst nur Gefühl ist.« Sasa Stanisic

»Jedes Kind hat eine Mutter, jede Mutter war mal Kind: Paulina Czienskowski macht aus diesen grundlegenden Tatsachen zarte, brutale, hellwache Poesie.« Theresia Enzensberger

»Gedanken, Sprache wie ein neugeborenes Lebewesen. Entwaffnend, anziehend, tastend. Eine andere Welt, aber man fühlt sich bis auf die Knochen verbunden. Liebe zu einem Text.« Inga Machel

Produktsicherheit

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Anschrift: Prinzenstr. 85
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Personeninformation

Paulina Czienskowski lebt und arbeitet in Berlin, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Sie veröffentlicht u. a. Texte in der Zeit. 2018 erschien der Erzählband »Manifest gegen die  emotionale Verkümmerung« im Korbinian Verlag, 2020 dann ihr Debütroman »Taubenleben« bei Blumenbar, der auf der Shortlist für den EU-Literaturpreis stand. Es folgten Hörspiele für  Deutschlandfunk Kultur und Texte für die Theaterbühne. »Dem Mond geht es gut« ist ihr zweiter Roman bei Blumenbar.

Pressestimmen

»Die Berliner Autorin schreibt, wie nur wenige schreiben können: poetisch, authentisch, modern.« Vogue 20250402
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