Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen

Deutsche Künstler in Churchills Lagern
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Buchprofile - Rezension
Eindrucksvolle Erinnerung an ein ungewöhnliches Kapitel des 2. Weltkriegs.
Dass über 70000 nach Großbritannien geflüchtete oder dort lebende Deutsche und Österreicher, die bei Kriegsbeginn zu "feindlichen Ausländern" erklärt und auf Weisung Churchills ab Mai 1940 verhaftet, nach Kanada bzw. Australien abgeschoben oder in Lager auf der Isle of Man gebracht worden waren, steht für ein dunkles Kapitel der britischen Politik im 2. Weltkrieg. Der britische Schriftsteller Simon Parkin rückt nun in diesem akribisch recherchierten und spannend erzählten historischen Sachbuch dieses fragwürdige Vorgehen der englischen Regierung wiederum ins Bewusstsein und macht am Schicksal des späteren Künstlers Peter Fleischmann, alias Peter Midgley (1921-1991), - in Berlin geboren, 1938 mit einem Kindertransport nach England gekommen und 1940 im Hutchinson-Camp auf der Isle of Man inhaftiert - die schwer zu verkraftende physische wie psychische Situation der Gefangenen deutlich. In diesem Lager, geleitet von einem wohlmeinenden Captain, war eine große Zahl hochbegabter Menschen versammelt - u.a. Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, Architekten, Maler, Bildhauer, Wissenschaftler -, die alle zusammen das Camp zu einem universalen Lernort, zu einer "Hutchinson University" und zu einem kulturellen Hotspot mit Kunstausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten machten. Für Peter Fleischmann wurden hier die Weichen für sein späteres Leben gestellt. - Aufschlussreiche, spannende Lektüre, die sehr zu empfehlen ist!
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Artikelbeschreibung

Zum ersten Mal erzählt: das Schicksal deutscher Künstler in Churchills Internierungslagern

Im Mai 1940 ließ Winston Churchill alle männlichen Deutschen und Österreicher zwischen 16 und 60 Jahren als »feindliche Ausländer« internieren. Die Flüchtlinge waren den Nazis gerade entkommen und wurden nun auf die Isle of Man zwischen Irland und England verbannt. Das Hutchinson Camp wurde daraufhin zu einem kreativen Zentrum, in dem einige der begabtesten Denker, Schriftsteller, Musiker und Künstler des 20. Jahrhunderts lebten - unter ihnen Dadaist Kurt Schwitters.

Der preisgekrönte Historiker Simon Parkin beleuchtet zum ersten Mal dieses ungewöhnliche Kapitel des Zweiten Weltkriegs. 

»Geschichtsschreibung vom Feinsten.« BOOKLIST 

»Akribisch recherchiert und unmöglich aus der Hand zu legen.« DAILY EXPRESS 

WINGATE LITERARY PRIZE 2023

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Personeninformation

Simon Parkin ist ein britischer Autor und Journalist. Er schreibt für »The New Yorker«, »The Guardian« und »The Observer«. Parkin ist Mitglied der Royal Historical Society (RHS). Sein Buch »Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen« hat den Wingate Literary Prize 2023 gewonnen. Simon Parkin lebt in West Sussex, England.

Henning Dedekind, geboren 1968, übersetzt aus dem Englischen. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören Ronan Farrow, Masha Gessen, David Graeber, Evgeny Morozov und Bob Woodward.

Elsbeth Ranke studierte Romanistik und Angewandte Sprachwissenschaft und übersetzt aus dem Französischen und Englischen, u. a. Jean Rouaud, Frédéric Lenoir, George Sand, E. O. Wilson, Dave Goulson, Hélène Beauvoir. André Gide-Preis 2004.

Pressestimmen

»Was für eine Geschichte. So irre, dass vielleicht nur das wahre Leben sie schreiben konnte.« Das Parlament 20240120
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