Ich bin

Roman - Der vergessene Klassiker über Rassismus, Kunst und Politik
32,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Ein Klassiker afroamerikanischer Literatur – unverändert aktuell.
Der im Original 1967 erschienene Roman erzählt von der letzten Reise des Afroamerikaners Max Reddick. Unheilbar krank kommt der Journalist, der sein Leben lang gegen die Rassentrennung gekämpft hat, nach Amsterdam, um eine alte Rechnung mit seiner niederländischen Frau Margit - sie haben sich schon lange voneinander entfremdet - zu begleichen und in Paris an der Beerdigung seines Mentors Harry Ames teilzunehmen. Dort, in Paris, entdeckt er, dass Harry ermordet wurde - und auch den Grund dafür: Unterlagen zum geheimen "King Alfred"-Plan, mit dem in den USA im Falle von Rasseunruhen Minderheiten wie schwarze Amerikaner beseitigt werden sollen. Max beschließt, diese Papiere in Sicherheit zu bringen - womit die Jagd auf ihn beginnt... Trotz des Plots ist "Ich bin" in weiten Teilen weniger ein Thriller als eine in drastischen Worten aufgeschriebene Selbstreflexion von Max - seine Selbstreflexion als Afroamerikaner, als Angehöriger einer Minderheit in einer oft feindlichen Mehrheitsgesellschaft. Die Wut, die ihn selbst als Todkranken antreibt, durchzieht den gesamten Text und macht es allen Lesern und Leserinnen leicht, sich in die Figur hineinzuversetzen. Dabei ist Max kein sympathischer Mann, er ist ein Fremdgeher und oft quälend ichbezogen. Trotzdem nimmt man Anteil und wünscht ihm ein Happy End, das es in einem Roman dieser Art nicht geben kann. So bizarr der "King Alfred"-Plan dabei vom Autor geschildert wird - in Zeiten, in denen im Internet wie in der Realität von vielen Seiten her nur zu gerne Hass auf Minderheiten geschürt wird, ist der Roman aktueller denn je. Uneingeschränkt empfohlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Ein Klassiker der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung

Max Reddick, Autor und Journalist, hat sein Leben dem Kampf gegen Amerikas Segregation gewidmet. Unheilbar krank kehrt er nach Europa zurück, um eine alte Schuld zu begleichen und an der Beerdigung seines Freundes Harry teilzunehmen. Doch in Amsterdam findet er in dessen Nachlass brisante Dokumente über den »King Alfred«-Plan, der im Falle von Rassenunruhen Minderheiten beseitigen soll. Als er erfährt, dass Harry ermordet wurde, setzt Max alles daran, die Papiere in sichere Hände zu bringen.
In einem vielschichtigen literarischen Porträt schildert John A. Williams eindrucksvoll die Bedrohung von Minderheiten in einer Mehrheitsgesellschaft und wirft eine eindringliche Perspektive auf die Spannungen der 1960er und darüber hinaus.

»Sechzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nimmt uns dieser schockierende Roman mit auf eine überraschende Reise durch die Welt der Schwarzen, die zwar historisch ist, sich aber völlig lebendig, energiegeladen und aktuell anfühlt.«
Bernardine Evaristo

Produktsicherheit

Hersteller: Philipp Reclam jun. Verlag GmbH
Anschrift: Siemensstr. 32
DE-71254 Ditzingen
Kontakt: info@reclam.de

Personeninformation

John A. Williams (1925-2015) war ein afroamerikanischer Autor und Wissenschaftler. Er diente im Zweiten Weltkrieg, studierte an der Syracuse University und arbeitete als Journalist u. a. für die Zeitschriften Ebony, Jet und Newsweek. Sein Roman The Man Who Cried I Am war 1967 ein Bestseller. Als Lyriker gewann er 1998 einen American Book Award für seine Sammlung Safari West. Hans-Christian Oeser, geb. 1950, arbeitet als Übersetzer, Autor und Herausgeber. Er hat zahlreiche Werke irischer, britischer und amerikanischer Autor:innen ins Deutsche übertragen sowie vielfache Auszeichnungen erhalten, u. a. den Europäischen Übersetzerpreis.
Mehr von Williams, John A.

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.