Endlichkeitsphilosophisches

Über das Altern
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Buchprofile - Rezension
Gedanken zu Zeit, Endlichkeit und Alter.
Nach einer Einleitung durch den Herausgeber, der die Grundzüge der Philosophie von Odo Marquard (1928 -2015) skizziert, versammelt das Buch ausgewählte Beiträge Marquards zu Lebenszeit, Alter und Endlichkeit. In ihnen philosophiert er über den Zufall, erzählt von seinem Leben in der Nazizeit mit Überlegungen zur deutschen Nachkriegszeit und betrachtet die moderne Welt unter dem Blickwinkel der Vernunft und des Humors. Seine Aufmerksamkeit gilt besonders dem Alter, das er als Lebensabschnitt der Zukunftsverminderung bezeichnet, in dem alle menschlichen Wichtigkeiten relativiert werden und über dessen Möglichkeiten, Auswirkungen und Belastungen er in einem melancholischen Interview seine sehr persönlichen Ansichten äußert. Ein interessantes und anregendes Buch für philosophisch interessierte Leser/-innen.
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Artikelbeschreibung

Der Band versammelt die wichtigsten Texte des Philosophen und Transzendental-Belletristen Odo Marquard zum Thema Altern. Er enthält u. a. 'Einwilligung in das Zufällige', 'Vernunft und Humor' und 'Zum Lebensabschnitt der Zukunftverweigerung', vor allem aber sein letztes Interview 'Das Alter - mehr Ende als Ziel', das Franz Josef Wetz, sein Schüler und der Herausgeber des Bandes, mit dem Philosophen geführt hat: »Man kann sich traurig und freudig fühlen, müde und wach, aber 70- oder 80-jährig, das geht meines Erachtens nicht ... Und wenn man das Greisenalter erreicht hat, kommt noch als weiterer Vorzug hinzu, sich nichts mehr beweisen zu müssen, ja sich unterbieten zu dürfen. Dies sorgt für mehr Gelassenheit. Man lernt über Fehler und Schwächen leichter hinwegzusehen, und wenn die Mängel nicht schwerer sind als das, was da ist, sogar großzügig darüber hinwegzusehen.« (Odo Marquard)

Produktsicherheit

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Personeninformation

Odo Marquard (1928-2015) war Professor für Philosophie an der Universität Gießen. Der Deutschlandfunk bezeichnete ihn als »Philosoph der klaren Worte«, und der FAZ galt er als »der kluge Psychoanalytiker und Therapeut der philosophischen Übertreibungsgesten« (Jürgen Kaube).

Pressestimmen

»Auch wer nicht jede seiner Überzeugungen teilt, wird doch zugestehen, dass man lange suchen muss, bevor man einen Philosophen findet, der besser schreibt als er. [...] Gerade in grimmigen Wahlkampfzeiten, wenn Parteien ebenso hemmungs- wie besinnungslos aufeinander losgehen, tut es gut, sich an unhysterische Einsichten wie die Marquards zu erinnern.« FOCUS, 31/2021
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