Damals waren wir unzertrennlich

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Buchprofile - Rezension
„Ich werde immer für dich da sein“: Zwei Schwestern auf der Suche nach der gemeinsamen Vergangenheit.
Sechs Tage hat sich Agathe Zeit genommen. Sechs Tage, um das Haus, in dem sie und ihre Schwester Véra aufgewachsen sind, auszuräumen. Nachdem der Vater verstorben ist, soll das Haus verkauft werden. Während der Entrümpelung muss sie sich ihren Erinnerungen stellen. Ein Großteil der Handlung spielt in der Vergangenheit: als Véra aufhörte zu sprechen und Agathe die Kommunikation für sie übernahm, als die Mutter die Familie verließ und als sie von einem Aufenthalt in den USA einfach nicht mehr zurückkam und sich ein Leben ohne die Verantwortung für die Familie aufbaute. Langsam nähern sich die Schwestern wieder an. Doch die Gräben zwischen ihnen und die gegenseitigen Verletzungen sind tief. – Die Autorin (zuletzt: „Die Pachinko-Kugeln“, BP/mp 23/427) schildert die Beziehung zwischen den beiden Schwestern Agathe und Véra sehr gefühlvoll. Sowohl die wechselnden, gegenseitigen Abhängigkeiten der beiden genauso wie die Frage, wer sich besser ausdrücken kann: die sprachgewandte Drehbuchautorin oder Véra, die das Sprechen eingestellt hat. Der dichte Wald des schwarzen Périgord gibt die Stimmung des Buches wieder. – Für eine erfahrene Leserschaft empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York, als Véra Kontakt mit ihr aufnimmt. Fünfzehn Jahre lang haben sich die Schwestern nicht gesehen, doch jetzt kehrt Agathe nach Frankreich ins Périgord zurück, um gemeinsam mit Véra ihr Elternhaus auszuräumen. In den neun Tagen, die sie miteinander verbringen, müssen sie ausloten, was von ihrer einst so engen Verbindung noch übrig ist, und eine neue Sprache miteinander finden, denn Véra spricht nicht. Früher hatte Agathe das Reden für ihre kleine Schwester übernommen, doch nach den Jahren ihrer Abwesenheit steht sie einer selbstständigen und erwachsenen jungen Frau gegenüber, die gelernt hat, für sich selbst einzustehen. Schritt für Schritt tasten die beiden Schwestern sich vor, nähern sich einander an und schrecken wieder zurück, denn in der vertrauten Umgebung kommt Agathe nicht umhin, den Erinnerungen endlich wieder Raum zu geben und sich der Frage zu stellen, warum sie damals überhaupt fortgegangen ist.

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Pressestimmen

»'Damals waren wir unzertrennlich' ist bei allem Schrecken ein berührendes, hoffnungsvolles Buch, das Gefühlen realistisch und behutsam nachgeht.« Malena Ruder, NZZ Bellevue, 14.02.2026 NZZ Bellevue 20260214
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