Total Sozial
18.03.2026

Telefonseelsorge gibt Halt

Telefonseelsorge hilft in Krisen: Warum das Angebot rund um die Uhr so wichtig ist.

Die Telefonseelsorge ist für viele Menschen in akuten Krisen eine unverzichtbare Anlaufstelle. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie. Tobias Lehner von der Telefonseelsorge des Erzbistums München und Freising betont: „Es ist ein hochprofessionelles Angebot“ und zugleich ein Ort, an dem Kirche ganz praktisch für Menschen da ist – „24 Stunden erreichbar, niederschwellig für alle“.

Wie wichtig dieses Angebot im Alltag ist, erlebt auch Gabie Hafner, die sich ehrenamtlich ausbilden ließ. Sie sagt über ihren Dienst: „Ich fühle mich so richtig mittendrin in der Gesellschaft.“ In den Gesprächen geht es häufig um Einsamkeit, Depressionen, familiäre Konflikte, Krankheit oder Suizidgedanken. Hafner beschreibt viele Anrufende als Menschen, denen „gerade alles viel zu viel“ wird.

Damit Ehrenamtliche gut vorbereitet sind, braucht es eine intensive Ausbildung mit Fachabenden, Wochenenden und Hospitationen. Für Hafner ist klar, dass dabei auch die eigene Haltung zählt: Man müsse sich „für die Menschen, die da anrufen, öffnen“ und ihnen „auf Augenhöhe“ begegnen.

Damit die Telefonseelsorge auch in Zukunft verlässlich erreichbar bleibt, muss laut Lehner auch die Finanzierung gesichert sein. Denn gute Begleitung und Ausbildung der Ehrenamtlichen kosteten Geld. Nur so könne das Angebot dauerhaft bestehen.


Bild Startseite: AdobeStock - Syda Productions 

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